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Themen

Hier findet sich eine Zusammenfassung unserer vielfältigen politischen bzw. aktionistischen Tierschutz-Tätigkeiten und Petitionen. Es werden jeweils die aktuellen Themen aus unseren Newslettern hinzugefügt, sodaß die Bereiche immer am neuesten Stand bleiben.

 

Sie können hier die chronologische Liste nach verschiedenen Themen, Titeln oder auch Daten filtern.

 

Hierzu zählen z.B. unsere alljährlichen Kampagnen bezüglich der Fohlenmärkte bzw. unsere diesbezüglichen Freikauf- und Vermittlungsaktionen, allgemeine (politische) Tierschutz-Themen, unsere Beteiligung an internationalen Tiertransport- oder Anti-Schächt-Kampagnen, unsere Arbeit für die Verbesserung der Tierschutz-Gesetzgebung für Schweine, Geflügeltiere, Kaninchen und andere Tierarten oder für ein/e Einschränkung/Verbot tierquälerischer Jagdpraktiken. Weiters finden Sie hier Berichte über unsere Auslandsprojekte, wie Streunerhunde in Sri Lanka und Eselhilfe in Ägypten, aber bisweilen auch andere Hilfsaktionen bzw. Petitionen, an denen wir uns beteiligen (z.B. gegen das alljährliche brutale Robben-Massaker in Kanada oder die grausamen Schächtpraktiken beim jährlichen Kurban Bayrami-Opferfest). Zudem bringen wir u.a. alternative Sichtweisen über die von WHO oder anderen "Gesundheits"-Behörden ausgerufene "Seuchen" und Zwangsimpfkampagnen. Darüber hinaus auch kritische Beiträge zu Gentechnik, Patentierung von Leben, EU und Tierschutz sowie allgemein zur EU und der daraus resultierenden - oft absurden - verpflichtenden Gesetzgebung für Österreich.

z.B. 29/01/2022
18.11.2021

Sperlinge, Stare, Lerchen 600 Millionen Brutvögel in der EU verschwunden

spiegel.de: Es sind nicht die spektakulären Großvögel, die fehlen, sondern die kleineren Arten: Sperlinge, Finken. Einer Studie zufolge sind seit 1980 Hunderte Millionen Brutpaare verlorengegangen. Ursachen: unklar. (Anm.: Aber es scheint ziemlich offensichtlich, daß sie mit der allgemeinen Umweltverschmutzung, Licht- und Lärmbelästigung, Zerstörung der natürlichen Lebensräume, flächendeckende 5G-Ausrollung - also militärische Hochfrequenz-Mikrowellenstrahlung - oder toxischen Chemtrails zusammenhängen).

In der Europäischen Union sind laut einer Studie in fast 40 Jahren rund 600 Millionen Brutvögel verschwunden. »Es handelt sich dabei aber kaum um imposante Großvögel, sondern um die vielen unscheinbaren Finken, Sperlinge und Lerchen, die unsere Wiesen und Felder lebendig machen«, so Leif Miller, Geschäftsführer des Naturschutzbundes (NABU).

Wissenschaftler der britischen Vogelschutzorganisation RSPB, des internationalen Dachverbands des NABU BirdLife International und der Tschechischen Gesellschaft für Ornithologie haben Daten von 378 der 445 in der EU heimischen Vogelarten im Zeitraum 1980 bis 2017 ausgewertet. Die vollständige Studie können Sie hier nachlesen: Dramatic declines in EU and UK Birds

Besonders betroffen ist der Haussperling mit einem Rückgang von 247 Millionen Individuen, gefolgt von der Schafstelze mit 97 Millionen, dem Star mit 75 Millionen und der Feldlerche mit 68 Millionen Individuen.

Vor allem zu den Spatzen, die sowohl im städtischen als auch im ländlichen Raum Rückgänge verzeichneten, sei bereits viel über die Ursachen geforscht worden. Es gebe aber noch keine gesicherten Erkenntnisse, berichtet Hauptautorin Fiona Burns. Möglicherweise spielten Luftverschmutzung und ein reduziertes Nahrungsangebot eine Rolle.


18.11.2021

Fake-Patentansprüche auf Lachs und Forellen gestrichen

oekonews.at: Politik muß Mißbrauch des Patentrechts einen endgültigen Riegel vorschieben

Teilerfolg gegen Patente auf Leben: Soeben hat das Europäische Patentamt (EPA) in München Patentansprüche auf Fische gestrichen. Im Patent EP1965658 werden Rechte auf Lachse und Forellen beansprucht, bloß weil sie mit bestimmten Futtermitteln gefüttert werden. Das Futter soll die Zusammensetzung der Fettsäuren in den Muskeln der Fische und damit die Fleischqualität beeinflussen. Das EPA schloß sich der Auffassung des Bündnisses „No Patents on Seeds“, dem auch ARCHE NOAH angehört, an und entschied, daß die so gefütterten Fische nicht erfinderisch sind. Damit ist allerdings nicht ausgeschlossen, daß ähnliche Patente in naher Zukunft wieder erteilt werden. „Mit unserem Einspruch haben wir einen wichtigen Teilerfolg erreicht. Jetzt muß die Politik handeln, nur so können wir gemeinsam Fake-Patente auf Schnitzel und Fischfilets verhindern“, sagt Dagmar Urban, Leiterin des Bereichs Politik bei ARCHE NOAH.

Das umstrittene Patent wurde im Oktober 2018 für die australische Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation (CSIRO) erteilt. ARCHE NOAH hat 2019 gemeinsam mit „No Patents on Seeds“ und über 30 Organisationen Einspruch erhoben, unterstützt von rund 5.000 Einzelpersonen. Das europäische Patentrecht verbietet grundsätzlich Patente auf Tierrassen und konventionell gezüchtete Tiere und Pflanzen. Das Europäische Patentamt erteilt aber immer wieder Patente, die dieses Verbot umgehen. Daher fordert das Bündnis jetzt grundlegende Korrekturen im Patentrecht: „Das Grundproblem bleibt bestehen: Mit der Erteilung von Patenten auf Gerste und Bier, Buschmelonen oder Salat hat das Europäische Patentamt dem Mißbrauch des Patentrechts Tür und Tor geöffnet“, sagt Dagmar Urban von ARCHE NOAH.

„Die zuständige Ministerin Leonore Gewessler muß gemeinsam mit ihren AmtskollegInnen endlich das Verbot von Patenten auf herkömmliche Tiere und Pflanzen durchsetzen. Es darf nicht von Einsprüchen von Organisationen wie ARCHE NOAH abhängen, ob Konzerne immer mehr Kontrolle über unsere Lebensmittel erlangen“, so Urban abschließend.

Siehe auch ARCHE NOAH-Aussendung auf OTS.at


10.11.2021

Tierschutz Austria fordert Verbot importierter Gänse und bessere Kennzeichnung

OTS.at: „Der Großteil der zu Martini verspeisten Gänse kommt aus dem Ausland und nicht aus artgerechter, sondern tierquälerischer Produktion.“

Am morgigen 11. November wird dem heiligen Martin gedacht. Zu dieser Tradition rund um Martini gehört leider auch das Verspeisen des Martinigansl. „Der Großteil der zu Martini verspeisten Gänse kommt aus dem Ausland und nicht aus artgerechter, sondern tierquälerischer Produktion.“, informiert Tierschutz Austria Präsidentin MMag. Dr. Madeleine Petrovic. Die größten Importländer seien etwa Ungarn und Polen. Länder, in denen die Stopfmast (Ungarn) und das Rupfen von Gänsen bei lebendigem Leibe (Ungarn und Polen) legal ist. „Der Streß, den die Tiere dabei erleiden müssen, landet auf den österreichischen Tellern.“, appelliert sie.

„Auch die Gänsestopfleber, deren Erzeugung in Österreich verboten ist, findet über den Import weiterhin den Weg zu uns. Konkret heißt das: Das Stopfen von Gänsen zur Erzeugung der Stopfleber ist in Österreich laut Tierschutzgesetz verboten, der Handel und Import jedoch nicht.“, informiert Petrovic. Man fordere aus diesem Grund ein Verbot des Imports, Handels und Verkaufs von tierischen Produkten, deren Erzeugung in Österreich verboten ist.

"Wir brauchen zudem rasch eine Kennzeichnung von tierischen Lebensmitteln nach der Herkunft UND nach den Haltungsbedingungen. Dabei könnte man sich an der bewährten Kennzeichnung von Hühnereiern orientieren: 0 - 1 - 2 - 3 ist bekannt und bewährt", schlägt Petrovic vor.

"Den Anfang sollte man mit der BIO-Gastronomie machen. Die BIO-Wirtinnen und BIO-Wirte fordern seit langem eine verpflichtende Kennzeichnung nach Haltungssystemen der Tiere. Dort gibt es seit langem auch strenge Kontrollen, es entsteht somit kein zusätzlicher Aufwand. Es wäre unverständlich jetzt nicht zu handeln", so die Präsidentin von Tierschutz Austria.


10.11.2021

Video!

Hier mal was Erfreuliches:

Beim traditionellen, aber dafür umso grausameren Stierkampf in Spanien hat ein Jungbulle einem Helfer-Matador buchstäblich die Hose ausgezogen –

siehe Kurzvideo

 

 


03.11.2021

Nach Olympia-Eklat um Annika Schleu – Reiten soll aus dem Programm fliegen!

welt.de: Die Bilder der von Weinkrämpfen geschüttelten Deutschen Annika Schleu bei Olympia gingen um die Welt. Die Fünfkämpferin kam mit ihrem Pferd beim Springreiten nicht klar. Eine Tierwohl-Debatte entbrannte. Nun reagiert laut einem Medienbericht der Weltverband.  

Der Weltverband des Modernen Fünfkampfes hat einem Bericht zufolge beschlossen, die Teildisziplin Reiten künftig durch Radsport zu ersetzen. Diese Regeländerung will der britische „Guardian“ aus mehreren Quellen erfahren haben, wie die Zeitung am Dienstag schrieb. Die Entscheidung soll eine Reaktion auf den Reit-Eklat um die Deutsche Annika Schleu bei den Olympischen Spielen in Tokio sein.

Schleu war zusammen mit Bundestrainerin Kim Raisner für ihr umstrittenes Verhalten beim Reiten heftig kritisiert worden. Beiden wurde Tierquälerei vorgeworfen, nachdem Schleu mit der Gerte versucht hatte, das ihr zugeloste Pferd unter Kontrolle zu bringen. Raisner verpaßte dem Tier zudem einen Schlag mit der Faust.


03.11.2021

Dr. Fauci finanzierte Experimente, bei denen die Stimmbänder von Welpen abgeschnitten wurden, um sie zum Schweigen zu bringen

uncutnews.ch: Mitglieder des Kongresses verlangen Antworten von Dr. Anthony Fauci, dem medizinischen und Corona-Berater des Weißen Hauses, nachdem bekannt wurde, daß seine Behörde Experimente finanziert hat, bei denen Beagle-Welpen die Stimmbänder durchtrennt wurden, um ihre Schreie zum Schweigen zu bringen. Außerdem sperrten Forscher Beagles über Nacht in der Wüste in Käfige, um sie als Köder für Sandfliegen zu verwenden. Im Rahmen der Forschung wurden Welpen mit Medikamenten behandelt und ihre Köpfe in Netzkäfige gesperrt, die mit hungrigen Sandfliegen gefüllt waren, um sie mit krankheitsverursachenden Parasiten zu infizieren.

„Wir sind sehr besorgt über Berichte über teure, grausame und unnötige, vom Steuerzahler finanzierte Experimente an Hunden, die vom National Institute of Allergy and Infectious Diseases (NIAID) in Auftrag gegeben wurden“, schreiben 24 republikanische und demokratische Gesetzgeber am Donnerstag in einem Brief an Fauci. In dem Brief wird darauf hingewiesen, daß Fauci als Direktor des NIAID 1,68 Millionen Dollar an Steuergeldern für die Finanzierung medizinischer Tests an mindestens 44 Beagle-Welpen in den Jahren 2018 und 2019 angewiesen hatte.

Eine Rechnung, die an das NIAID geschickt wurde, enthielt einen Einzelposten für eine „Cordektomie“, ein Verfahren, bei dem die Stimmbänder der Tiere durchtrennt wurden, „um sie am Bellen, Heulen oder Weinen zu hindern“, heißt es in dem Schreiben. „Dieses grausame Verfahren, das mit wenigen Ausnahmen von der American Veterinary Medical Association und anderen abgelehnt wird, scheint durchgeführt worden zu sein, damit die Experimentatoren die schmerzhaften Schreie der Beagle-Welpen nicht hören müssen. Dies ist ein verwerflicher Mißbrauch von Steuergeldern.“

Sie verlangten zu erfahren, wie viele solcher Tests das NIAID seit 2018 finanziert hat und wie viel Geld dafür ausgegeben wurde. Die Vertreter baten Fauci auch zu erklären, warum er weiterhin Tests an Hunden in Auftrag gegeben hat, obwohl diese nicht erforderlich sind, und was seine Behörde getan hat, um Alternativen ohne Tiere zu finden. Außerdem baten sie um nähere Angaben zu den Kortektomien, z. B. zu den Kosten und den Gründen für das unnötige Verfahren, sowie um Informationen darüber, ob die Hunde nach Abschluß der Tests zur Adoption freigegeben wurden.

Die Tests an Beagles wurden im August aufgedeckt, als eine gemeinnützige Gruppe namens White Coat Waste Project (WCW) im Rahmen des Freedom of Information Act Dokumente über die Experimente erhielt. Die Gruppe behauptete, daß Fauci die Finanzierung von „verschwenderischen und brutalen“ Beagle-Experimenten in Labors in Tunesien, Kalifornien und Georgia geleitet hat. Auch am Hauptsitz des National Institute of Health (NIH), der Muttergesellschaft des NIAID, wurden solche Forschungen durchgeführt.

Die WCW bezeichnete die Kontroverse als „BeagleGate“ und erklärte, bei den von den USA finanzierten Forschungen im tunesischen Labor seien Welpen unter Drogen gesetzt und ihre Köpfe in Netzkäfige gesperrt worden, die mit hungrigen Sandfliegen gefüllt waren, um sie mit krankheitsverursachenden Parasiten zu infizieren. Die Forscher sperrten auch Beagles über Nacht in Käfige in der Wüste, um sie als Köder zu benutzen, der Sandfliegen anlockt.

Ziel war es, ein experimentelles Medikament an den kranken Beagles zu testen. Die Hunde waren sechs bis acht Monate alt und wurden nach Abschluß der Tests alle getötet und seziert, so WCW. Bei der vom NIAID unterstützten Forschung an der Universität von Georgia wurden den Beagles experimentelle Impfstoffe injiziert und sie mit Parasiten infiziert, so die Gruppe.

Lesen Sie den ganzen Artikel HIER

Siehe auch Kommentar: Oberster Corona-Einpeitscher der USA Fauci soll vor Gericht! Tierschützer und Menschenrechtler sollten es gemeinsam anstreben


03.11.2021

Heute Abend im ORF: WELTjournal +: „Milliardenschwer – das System Milch“

OTS.at: 3. November 2021, um 23:05 Uhr in ORF 2: Dokumentation „Milliardenschwer – das System Milch“.

Fast auf jeder Milchpackung sieht man das Bild glücklicher Kühe, doch die Wirklichkeit sieht anders aus: Vom romantisch verklärten Bild der idyllischen Milchviehwirtschaft ist nicht mehr viel übrig, die Milchproduktion ist heute eine milliardenschwere Industrie mit hochgezüchteten Turbo-Kühen und automatisierten Arbeitsprozessen. Der Südtiroler Filmemacher Andreas Pichler wirft im „WELTjournal +“ einen Blick hinter die Kulissen der Milchproduktion. Er trifft Landwirte, Industrielle, WissenschafterInnen und Lobbyisten und zeigt, welche weitreichenden Folgen das große Geschäft mit der Milch hat – auf die Tiere, auf die Umwelt und auf uns Menschen selbst.


21.10.2021

Letzte Versteigerung Maishofen: Nochmal 16 Fohlen freigekauft!

Es ist geschafft: die heurigen Fohlenauktionen sind Geschichte, wir konnten vorgestern Dienstag noch einmal 16 Fohlen (12 Noriker und 4 Haflinger) freikaufen und haben somit in diesem Herbst 48 Fohlenleben gerettet. Damit haben wir auch die magische Zahl von 1.000 geretteten Tieren in den letzten 19 Jahren geschafft!

So viele Fohlen und auch ältere Stuten - bis zu 14 Jahren – haben wir bislang noch selten gesehen – über 170! Und auch noch nie waren so viele Menschen in Maishofen, überall Drängerei und Warteschlangen, verschärft durch "Corona"-Kontrollen. Immerhin konnte auch ein weitere, mit uns kooperierende Tierschutz-Organisation aus Deutschland – 4 Hufe im Glück - insgesamt 28 Tiere freikaufen, darunter 2 trächtige Stuten! Die 4 Haflingerfohlen hatten wir am selben Tag noch aus Tirol abgeholt. Sämtliche Fohlen sind nun bereits gut auf ihren neuen Lebensplätzen in Österreich und Deutschland angekommen und sind sehr zufrieden...

Allerdings mit einer Ausnahme: Das Stutfohlen Selina, welches wir bereits im Vorfeld einem leider unseriösen Händler um stolze 1.600,- € abgekauft hatten (ohne es vorher gesehen zu haben, aber mit seiner Versicherung, daß es gesund sei), und dessen Übergabe bei der Auktion vereinbart war, war so schlecht auf den Beinen, daß wir ihr nicht die lange Reise nach N-Deutschland zumuten konnten und wollten. Stattdessen mußten wir einem anderen Händler – bereits nach der Versteigerung – ein weiteres Stutfohlen abkaufen, damit die designierte Übernehmerin nicht leer ausgehen mußte. Und Selina haben wir dafür mittlerweile auf unseren Gnadenhof Engelberg in OÖ gebracht, wo es sich erst einmal erholen darf.
Die erste Diagnose des Tierarztes: vermutlich eine verschleppte Fohlenlähme – eine schwere bakterielle Infektion der Gelenke. Dazu kommt noch eine Fehlstellung des linken vorderen Fesselgelenks – siehe Foto. Auch wenn wir diesen miesen Pferdehändler auf Rückgaberecht verklagen könnten, so wollen wir doch die arme Selina nicht dem dann sehr wahrscheinlichen Schicksal des Schlachtens überlassen. Wir wollen ihr vielmehr so gut es geht ein normales Leben ermöglichen – auch wenn das noch mit einigen Kosten verbunden sein wird… (wer uns dabei helfen will, kann das HIER tun).


21.10.2021

Jäger erschießt aus Versehen zwei Pferde

n-tv.de: Erst vor 2 Wochen haben wir einen Bericht über verschiedene Jagd-„Unfälle“ gebracht, nun hat in Süd-Deutschland ein offensichtlich „blinder“ Jäger wieder 2 Pferde „versehentlich“ ermordet:

Baden-Württemberg: Ein Jäger hat im Main-Tauber-Kreis aus Versehen zwei Pferde erschossen. Der Mann habe nachts ein Feld bei Wertheim vor Wildschaden durch Wildschweine schützen wollen, teilte ein Sprecher der Polizei am Montag mit.

Dabei habe der Mann vermutlich zwei Pferde, die sich neben dem Feld auf einer Koppel befanden, mit Wildschweinen verwechselt und auf diese geschossen. Die beiden Tiere verendeten aufgrund ihrer Verletzungen. Die Ermittlungen zu dem Vorfall, der sich bereits in der Nacht zu Dienstag vergangener Woche ereignete, dauern noch an.


21.10.2021

2 Petitionen an die EU-Kommission:

1. Stoppt das Ermorden der Streuner in der EU

jedertag.org: Fünfzehn Millionen Haustiere sollen es sein, die jedes Jahr mißhandelt, vernachlässigt oder ausgesetzt werden. Werden sie eingefangen, leben sie den Rest ihres Lebens in Heimen oder werden durch die Behörden getötet.

Wir fordern ein internationales Tierschutzgesetz zum ethischen Umgang mit streunenden Hunden und Katzen in allen Mitgliedsstaaten der EU.

PS: Mißhandelt, vernachlässigt und ausgesetzt: Die Tiere können nichts dafür. Helfen wir Ihnen! Geben wir den Tieren unsere Stimme

Ergeht an die EU Kommission, Rue de la Loi 170, B-1049 Bruxelles Belgique

2. Wissenschaft ohne Tierleid:

HSI: Wir alle wollen sichere Produkte, eine Umwelt ohne Giftstoffe und daß die Forschung Heilmittel für Krebs und andere schwerwiegende Krankheiten entwickelt. Doch der einzige Weg das zu erreichen besteht darin, unzuverlässige Forschung unter Einsatz von Mäusen, Affen, Kaninchen und anderen Tieren zu verhindern und Unternehmen nicht mehr zu Tierversuchen zu zwingen, wenn zuverlässigere tierleidfreie Technologien zur Verfügung stehen.

Das Europäische Parlament hat zu einem EU-weiten Maßnahmenplan für den Ausstieg aus Tierversuchen für die Forschung aufgerufen. Uns steht nur ein begrenzter Zeitraum zur Verfügung, um die Europäische Kommission zu überzeugen, einen starken und ehrgeizigen Plan zur Umsetzung politischer Versprechen in wirkliche Veränderungen für Tiere zu erarbeiten.

 


21.10.2021

Istanbuler Straßenhund Boji Pendler auf vier Pfoten

tagesschau.de: Hier noch eine nette Hundegeschichte zu Abschluß:

Boji ist ein Straßenhund. Und Boji liebt den Istanbuler ÖPNV: Liebend gerne nimmt er zwischen den anderen Fahrgästen Platz in Trams und Fähren, Tausende Fotos von ihm kursieren im Netz. Die Stadt verfolgt seine Wege per GPS.

Boji bellt nicht, Boji beißt nicht. Der große schlanke Hund mit dem beigen Kurzhaarfell liegt entspannt mitten auf dem Boden einer Tram, die durch den asiatischen Teil von Istanbul fährt. Er hat die Vorderpfoten lässig übereinander geschlagen, die schwarze Schnauze sachte aufgelegt. Ein paar Studenten steigen vorsichtig über ihn drüber. Boji hebt noch nicht mal den Kopf mit den dunklen Schlappohren.

Wir sind gerade in dem Moment eingestiegen und haben uns bei dem Anblick erst mal gewundert", sagt einer der Studenten. "An der Station, wo wir eingestiegen sind, ist er erstmal ausgestiegen und hat frische Luft geschnappt. Dann ist er wieder rein. Wir haben so lange auf ihn gewartet. Drinnen ist es jetzt voll. Die Leute müssen über ihn drübersteigen, um weiterzukommen."

Bisher keine Beschwerden

Schließlich wird ein Platz am Fenster frei. Der Kangal-Mischling springt auf die Holzsitzbank, mit dem Hinterteil zum Gang schaut er nach draußen. Bis jetzt habe es keine Beschwerden von anderen Fahrgästen gegeben, erklärt Aylin Erol von der Istanbuler Stadtverwaltung: "Er ist ein riesiger Hund, ja, aber er ist nicht so anders als wir, also als du und ich. Wenn er in die Tram steigt, läßt er erst die Leute rein. Er springt sie auch nicht an. Drum haben sie auch keine Angst vor ihm."

Tausende Fotos und Videos im Netz

Bis jetzt gibt es keine Berichte, daß Boji jemand angefallen oder gebissen hat, aber Tausende Fotos und Videos von Fahrgästen im Netz, die seine Wege durch Istanbul gekreuzt haben: Boji, wie er lässig auf zwei Tramsitzen schläft, Boji, wie er durch die langen Gänge der Istanbuler Metrostation trabt, Boji, wie er mit treuem Blick einen Fahrgast zum Streicheln animiert oder auf der Bosporus-Fähre, wie er die Nase in den Wind hält. Er ist inzwischen ein kleiner Star mit einem eigenen Twitter-Account und 60.000 Followern.

Lesen Sie die ganze Geschichte HIER


13.10.2021

Endlich alle 30 Pferde in OÖ gerettet

Marion, Leiterin vom Gnadenhof Engelberg und Retterin von 30 Pferden schreibt: „Es ist vollbracht, die tierquälerische Pferdehaltung im Bezirk Gunskirchen, OÖ hat endlich ein Ende (wir haben mehrfach berichtet). Alle Pferde sind abgeholt und bis auf eines (er ist sehr verängstigt und inzwischen bei einer Tierärztin eingestellt, siehe unteres Foto!), bestens vermittelt. Wir möchten uns nun bei allen UnterstützerInnen bedanken. Danke auch an meine Kolleginnen, sie haben mich die ganze Zeit begleitet, unterstützt und motiviert, nicht aufzugeben. Sie waren auch in ihrer Freizeit beim Verladen der völlig verschreckten Pferde vor Ort und haben weder Mühen noch Gefahren gescheut. Danke auch an unseren Obmann Dr. Plank, der mich in dieser für unseren Verein doch sehr großen Pferderettung immer unterstützt hat, mitgefahren ist, Pferde verladen und transportiert hat und vor allem nie die Nerven verloren hat.

Mit dieser Pferderettung sind wir finanziell doch an unsere Grenzen gestoßen, auch weil wir nicht wußten, was auf uns zukommt. Wir konnten die Kosten nicht planen, weil die Gunst der Stunde genutzt werden mußte und die Pferde erstmal nur schnell von dort weggebracht werden mußten: Einige Jährlinge waren so schwach, daß sie kaum mehr gehen konnten, ein neugeborenes Fohlen, gejagt von der Hengstherde, schwache bis auf die Knochen abgemagerte, sowie auch trächtige Stuten. Pferde aus finsteren Höhlen, in denen sie jahrelang unterversorgt eingesperrt waren, mußten schnellstens von dort weg.

Aber es hat sich auf wunderbare Weise alles zusammengefügt. Wir haben die Bilder der Pferde an die richtigen Menschen verschickt und wunderbare Lebensplätze haben sich aufgetan, unkomplizierte Menschen mit Pferdeerfahrung, die sich der ärmsten Seelen annahmen. Dank auch an alle neuen Pferdebesitzer!

Großer Dank gilt auch den drei engagierten TierärztInnen rund um Linz. Sie haben die schlimmsten Fälle zu sich geholt und versorgt. Nur weil sie mit dabei waren, haben wir es geschafft, die Behörde endlich dazu zu bewegen, ihren Job zu machen. Durch ihre fundierten Darstellungen, Berichte und Diagnosen über den schlimmen Zustand der Pferde konnte die Behörde uns nicht mehr ignorieren und wir schafften es tatsächlich, endlich alle Pferde von dort wegzubringen.

Ich frage mich wieder einmal, warum die Behörden in Österreich von sich aus praktisch nichts bewegen (wollen). Diese massive Ansammlung behördlicher Ignoranz läßt mich manchmal verzweifeln. Zahlreiche Anzeigen wurden jahrelang getätigt, meterhohe Aktenberge gab es und nichts hat sich zum Wohle der Pferde verändert. Auch jetzt wissen wir nicht, ob es gegen den betagten Halter ein Verfahren gibt, ob er endlich ein Tierhaltungsverbot bekommt oder wieder einmal ungestraft davonkommt – alles „Amtsgeheimnis“.

Für einen der Hengste suchen wir nun noch einen Platz. Er hat furchtbare Angst und braucht ganz besondere Menschen. Kommende Woche soll er kastriert werden und danach vermittelt. Wir wünschen uns für den hübschen Rappen einen ruhigen Ort, an dem er wieder Vertrauen fassen kann und wo man ihm Zeit läßt, sein Trauma zu überwinden.“

Anfragen wegen des letzten zu vermittelnden Hengstes (Foto unten) bitte an Marion R., engelberg@animal-spirit.at oder unter (+43) 0676-705 93 53.


13.10.2021

Letzte Fohlenauktion nächsten Dienstag

Wie berichtet haben wir heuer ja bereits 32 Fohlen freigekauft und vor dem Schlachter gerettet. Am kommenden 19. Oktober wird wieder ein Team von ANIMAL SPIRIT in Maishofen (Sbg.) bei der Norikerversteigerung vertreten sein und versuchen, ein gutes Dutzend weiterer Fohlen zu retten. Damit hätten wir es dann tatsächlich geschafft, in den letzten 18 Jahren insgesamt über 1000 Fohlen (bzw. tlw. auch ältere Pferde) freizukaufen!

Es werden am Dienstag in Maishofen sowohl Hengst- als auch Stutfohlen feilgeboten werden, insgesamt sind wieder 128 zur Auktion angemeldet! Aus organisatorischen Gründen können nun leider keine Platzangebote mehr angenommen werden – wir waren in den letzten Wochen fast pausenlos damit beschäftigt, die verschiedenen Angebote zu sichten und einzuteilen. Vielen Dank an alle ÜbernehmerInnen, die den Fohlen einen sicheren Lebensplatz bieten und auch allen, die uns bereits bei dieser aufwendigen Rettungsaktion unterstützt haben; aber auch für weitere Spenden für die letzte große Versteigerung kommenden Dienstag sind wir sehr dankbar!


13.10.2021

Positive Nachrichten von der Dogcare-Clinic (DCC) in Sri Lanka, die ANIMAL SPIRIT seit 2018 unterstützt:

Liebe Freunde der DCC,
endlich gibt es gute Nachrichten aus Sri Lanka, die uns wieder hoffen lassen. Die Einreise für vollständig geimpfte Personen wurde deutlich vereinfacht, denn sie müssen nach Ankunft nicht mehr in Quarantäne. Einen wichtigen Teil unserer Spenden erhalten wir durch Besucher vor Ort, unsere Praktikanten und Tierschutzurlauber, die sich alle persönlich von der Qualität unserer Arbeit überzeugen konnten. Diese Einnahmen fehlen uns seit April 2021 komplett. Spendengelder sind für uns aber wichtiger denn je, denn die Preise für den täglichen Bedarf schießen in die Höhe. Sri Lanka ist pleite und dem Land droht die Lebensmittelknappheit. Für uns wird es immer schwerer zu überleben, aber die Rufe nach Hilfe reißen nicht ab. Ohne uns wären die Tiere hier verloren. Trotz vieler Wochen, in denen Mitarbeiter der DCC in Quarantäne waren, konnten wir im dritten Quartal 2021 große Erfolge erzielen.

Dies sind unsere Zahlen aus Juli, August & September 2021: 2240 Kastrationen, 2604 Impfungen, 19.689 Behandlujgen und 181 OPs. In den letzten Jahren waren es insgesamt bereits über 73.000 Kastrationen, über 570.000 Impfungen und über 453.000 Behandlungen!

Nicht nur die Tiere leiden unter der desolaten wirtschaftlichen Lage Sri Lankas, sondern auch die Menschen. Wir helfen, wo wir nur können. Vielen Locals fehlt es an Grundnahrungsmitteln wie Reis, Linsen und Mehl. Wir helfen, aber berichten nur selten darüber, denn immer mehr Menschen fordern Geld und Unterstützung von uns. Leider können wir nicht über unsere finanziellen Mittel hinausgehen und haben uns daher entschlossen, die Lebensmittelspenden außerhalb des Auges der Öffentlichkeit fortzuführen.

Daher freuen wir uns natürlich über jede Unterstützung!


13.10.2021

Neue Petition von RespekTiere.at für generelles Schächtverbot

Aktuelle Aufdeckung im Schächt-Schlachthof Bez. Korneuburg: Hunderte Schafe ohne jegliche Betäubung getötet -- sogar eine betriebsfremde Person setzt den Schnitt -- Behördenversagen ohne Ende -- Amtspersonen nicht oder nur ganz kurz vor Ort -- Schafe, die sich immer noch lebend bereits im Zerlegungsprozeß befinden -- Entsetzliches ‚Nachschneiden‘, oft erst qualvolle Minuten nach dem ersten Schnitt -- Außerachtstellung jeglicher gesetzlicher Vorgaben -- Köpfe werden sofort nach der Betäubung zur Gänze abgetrennt -- Pure Tierquälerei, Tag für Tag -- Köpfe von Schafen, die keinerlei Betäubungsspuren aufweisen, denen dafür mit der Axt der Schädelknochen gespalten wurde, konnten in der Tierkörperverwertung sichergestellt werden!

Das Schlachten ohne vorherige Betäubung ist in Österreich grundsätzlich verboten. Für rituelles Schächten gibt es eine Ausnahme, die jedoch theoretisch an strikte Vorgaben gebunden ist: ein amtlicher Tierarzt muß anwesend sein und unmittelbar nach dem Kehlschnitt ist die Betäubung vorgeschrieben. Die Praxis ist häufig leider eine andere: Tiere sterben mit großen Schmerzen nach einem minutenlangen qualvollen Todeskampf. Die juristischen Vorgaben sind oft lediglich Makulatur. Das Versagen der Behörden zeigt: die Ausnahme einer Betäubung nach dem Schnitt ist nicht kontrollierbar.

Deshalb fordere ich mit meiner Unterschrift die österreichische Bundesregierung zu einer schnellstmöglichen gesetzlichen Verankerung eines ausnahmslosen Verbotes des betäubungslosen Schlachtens auf! Nicht GEGEN eine Minderheit, sondern FÜR die Tiere fordert RESPEKTIERE: AUS für die Sonderstellung der rituellen Schlachtungen! AUS für betäubungsloses Schächten! Schächtverbot - JETZT!


04.10.2021

Keine Zukunft für uns Menschen ohne Empathie und Mitgefühl für Natur und Umfeld!

OTS, 4.10.21: Es reicht nicht, wenn wir jährlich am 4. Oktober gute Gedanken und schöne Worte zum Thema unseres Umgangs mit den Tieren finden. Es braucht aus diesen guten Gedanken und schönen Worten heraus inspiriertes Verhalten für alle folgenden Tage bis zum nächsten 4. Oktober.

Dazu Gerhard Weißgrab, Präsident der Österreichischen Buddhistischen Religionsgesellschaft (www.buddhismus-austria.at): "Es braucht aber auch das Bewußtsein dafür, daß mit einem empathischen und mitfühlenden Umgang mit den Tieren viel mehr verbunden ist. Der Fokus auf das Tier reicht bei weitem nicht. Es bedarf eines breiten Gewahrseins aller damit verbundenen Konsequenzen.

Wenn wir zum Beispiel zu Recht ein Ende von quälenden Formen der Produktion unserer Nahrung durch Nutztierhaltung in der Agrarindustrie fordern, so müssen wir dabei auch die Folgen bedenken, die daraus für viele Menschen entstehen. Vor allem für die bäuerlichen Betriebe und nicht zuletzt auch für die Konsumenten. Das ist nur ein sehr verkürzter Gedanke über die Folgen und Komplexität von notwendiger Veränderung. Aber ganz sicher kein Argument dagegen. Wir brauchen aus sehr vielen Gründen diese Veränderungen in unserem Verhalten. Ich sehe eine notwendige Veränderung unseres Umgangs mit Tieren deshalb als besonders dringend, weil dafür die Entwicklung von Empathie und Mitgefühl eine Grundvoraussetzung bildet. Zugleich ermöglicht uns ein anderer und bewußter Umgang mit Tieren genau die Entfaltung solcher Eigenschaften.

Aus buddhistischer Sicht besteht letztendlich keine Trennung von Mensch und Tier, sowie der uns umgebenden Natur. Auch alle von uns Menschen hervorgebrachten Bereiche, seien es die Wirtschaft, die Wissenschaften, oder Medizin oder Kultur, alles steht in untrennbarem Zusammenhang und bedingt sich wechselseitig. Daher können wir unsere Herausforderungen zwar im Einzelnen zu analysieren beginnen, aber nur in Berücksichtigung der großen Zusammenhänge wirklich erfolgreich lösen. Vielleicht beginnen wir den ersten Schritt mit dem Blick in die Augen eines Tieres. Wenn wir bereit dafür sind, können wir in diesen Augen auch unsere eigenen Bedürfnisse nach Wohlergehen und unsere eigene Abneigung dem Leiden gegenüber erkennen.

Wir sind gemeinsam fühlende Wesen und wenn wir das für uns erkannt haben, dann wird ein achtsamer Umgang mit der Natur, den Tieren und Menschen immer selbstverständlicher und leichter werden.“


04.10.2021

Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen: Es wird Zeit für eine Natur ohne Jagd!

abschaffung-der-jagd.de: Kaum hat der Herbst begonnen, finden überall Treib- und Drückjagden statt. Es herrscht Krieg in Wald und Flur: Rehe, Wildschweine, Füchse und Hasen werden von den Jägern massenhaft abgeknallt. Sozialstrukturen werden auseinandergesprengt, Jungtiere verlieren ihre Eltern, angeschossene Tiere leiden tagelange Qualen. Tiere flüchten über die stark befahrenen Straßen, öffentliche Wege sind gesperrt, überall erdröhnen Schüsse. Haustiere werden mit Wildtieren "verwechselt" und auch auf Menschen wird geschossen...

Opfer werden sowohl Jägerkollegen und Treiber, aber auch Ehefrauen, Verwandte und Nachbarn von Jägern, Spaziergänger, Radfahrer, spielende Kinder. Und es werden auch immer wieder Menschen in ihren Gärten von Schüssen aus angrenzenden Wäldern und Feldern getroffen.

Die deutsche Initiative zur Abschaffung der Jagd hat im Folgenden einige (ausgewählte) Meldungen aus den letzten Wochen zusammengestellt, die deutlich machen: Es wird höchste Zeit für die Abschaffung der Hobbyjagd!

24.9.21: Mann bei Treibjagd angeschossen und schwer verletzt

Bei einer Treibjagd in einem Maisfeld nahe der Staatsstraße 2036 bei Heretsried hat sich ein schwerer Jagdunfall ereignet. Dies berichtet die Augsburger Allgemeine am 24.9.2021. Demnach traf der Schuß eines 53-jährigen Jägers einen 36-jährigen Mann. Der Schwerverletzte mußte mit dem Hubschrauber ins Uniklinikum nach Augsburg geflogen werden. Die Kriminalpolizei in Augsburg ermittelt wegen fahrlässiger Körperverletzung.

20.9.21: Jägerin erschoß Hauskatze - Ermittlungen dauern an

Im Dezember 2020 soll eine Jägerin bei Zusmarshausen eine Hauskatze, die sie in einer Lebendfalle gefangen hatte, mit mehreren getötet haben. Die Staatsanwaltschaft Augsburg leitete Ermittlungen wegen des Verdachts der Tierquälerei ein, nachdem eine Tierschutzorganisation Videoaufnahmen davon veröffentlicht hatte, die zeigten, daß die Katze sehr leiden mußte.

15.9.21: Jäger hetzt Hunde auf Katze - Geldbuße

Weil er 2017 im Hunsrück mehrere Jagdhunde auf eine Katze gehetzt und zugesehen hatte, wie die Hunde die Katze töteten, wurde ein Jäger vom Amtsgericht Simmern zu einer Geldstrafe von 5.000 Euro verurteilt. Dies berichtet der SWR am 15.9.2021. Auf einem Video, das damals für viel Aufsehen sorgte, ist zu sehen, wie der Jäger seine Hunde dabei anfeuerte. Der Jäger besaß einer Meute von 26 Jagdhunden, mit denen er gewerbsmäßig auf Drückjagden ging. Die Tierrechtsorganisation PETA hatte den Jäger angezeigt. Die Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach ermittelte gegen den Jäger wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und erhob 2020 Anklage. Vor Gericht gestand der Jäger, daß seine Hunde auf dem Video zu sehen seien. Das Gericht machte neben der Geldstrafe von 5.000 Euro zur Auflage, daß der Jäger für fünf Jahre keine Jagdhunde mehr halten oder berufsmäßig führen und keinen neuen Jagdschein beantragen darf.

14.9.21 Kind nach Jagdunfall stark eingeschränkt

Eine Erntejagd vor etwa drei Jahren: Eine Gruppe Jäger hatte ein Feld umstellt, um durch die Ernte aufgeschreckte Wildtiere zu schießen. Dabei traf der Schuß eines Jägers ein sechsjähriges Mädchen in einem angrenzenden Garten. Das Kind wurde lebensgefährlich verletzt. Der mutmaßliche Schütze, ein heute 34-jähriger Hobbyjäger, steht nun in Gera vor Gericht. Die Anklage: Fahrlässige Körperverletzung. Dies berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland am 14.9.2021. Der Vater des Mädchens sagte vor dem Amtsgericht, daß seine Tochter durch die schweren Verletzungen weiter stark eingeschränkt ist. Sie habe seit dem Schuß in Hüfte und Arm ständig Schmerzen. Sie brauche eine Schulbegleiterin und gehe regelmäßig zur Physiotherapie, zu einem Psychiater und zum Kinderarzt. Zwischendurch sei sie auf einen Rollstuhl angewiesen gewesen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Hobbyjäger vor, daß der Jagdunfall vorhersehbar und vermeidbar gewesen sei. Der Jäger schwieg zu den Vorwürfen.

13.8.21: Pferd erschossen: Jäger muß Jagdschein abgeben

Ein Jäger aus der Südpfalz hatte im September 2020 die Stute Gina nachts auf einer Koppel erschossen, weil er das Tier angeblich mit einem Wildschwein verwechselt hatte. Der Vorfall hatte damals in der Region große Wellen geschlagen: Wie kann ein Jäger ein Wildschwein mit einem Pferd verwechseln? Die Pferdehalter warfen dem Jäger grob fahrlässiges Verhalten vor, weil er in Richtung ihres Stalls geschossen habe, berichtet „Die Rheinpfalz“ am 13.8.2021. Demnach prüfte die Staatsanwaltschaft Landau, ob eine Straftat vorliegt. Die Ermittlungen seien aber inzwischen eingestellt worden. Allerdings mußte der Jäger den Jagdschein und außerdem seine Waffen abgeben – zumindest bis 2023.

Lesen Sie HIER unsere Dokumentation Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen 2021


04.10.2021

Die gute Nachricht zum Schluß:

Wolfsjagd jetzt in ganz Spanien verboten!

wildbeimwild.com: Das Verbot betraf zunächst nur Südspanien, aber das war’s auch schon: Seit dem 22.9.2021 ist die Wolfsjagd auf dem gesamten iberischen Territorium verboten.

Zwischen 2.000 und 2.500 Wölfe, verteilt auf 297 Rudel, soll es in Spanien geben, so viele wie in keinem anderen Land Westeuropas. Sie leben vor allem im Nordwesten des Landes nördlich des Flusses Duero. Südlich des Flusses Duero werden die Populationen bereits geschützt. Regionen, in denen größere Wolfspopulationen beheimatet sind, lehnten einen solchen Schutz aber weiterhin ab. In Kastilien-León, Galizien, Asturien und Kantabrien leben aber 95 % der Wölfe.

„Dies war schon immer ein Wolfsparadies“, bestätigt Carlos Zamora hinter seinem Fernglas, während er in der tiefstehenden Sonne der Dämmerung nach einem Exemplar Ausschau hält. Der Forstbeamte erklärt, daß es in dem Gebiet etwa acht Rudel gibt, plus ein paar umherstreifende Exemplare, eine Zahl, die sich in den letzten zwanzig Jahren nicht verändert hat.

Einheitlichkeit

Bisher haben die Regionen nördlich des Duero den Wolf als jagdbare Tierart behandelt, was die Tötung eines bestimmten Prozentsatzes erlaubte, wie in Kantabrien, wo Ende Juli ein Dekret erlassen wurde, wonach bis 2021 34 Wölfe (20 % der Population) getötet werden sollen. Doch um die Regeln im Land zu vereinheitlichen, hat die Regierung von Pedro Sánchez die Jagd auf sie auf der gesamten Halbinsel verboten, wie es in Frankreich und Italien bereits der Fall ist. Das Dekret wurde am Dienstag im Staatsanzeiger veröffentlicht und trat am Mittwoch in Kraft.

„Wenn es um eine seltene Art wie den iberischen Wolf geht, muß die Verantwortung für seine Erhaltung beim gesamten Territorium liegen“, sagte der staatliche Umweltminister Hugo Morán. Der Wolf ist somit keine Jagdtrophäe mehr und Auktionen wie in der Sierra de la Culebra (Zamora) müssen beendet werden., in dem 6.000 Euro gezahlt wurden, um ein Exemplar abzuschießen!

Die Entscheidung hat jedoch den Zorn der Regionen Kantabrien, Asturien, Galicien und Kastilien-León hervorgerufen, in denen der Großteil der Wolfspopulation lebt, und die angekündigt haben, Rechtsmittel einzulegen. Während Umweltschützer „diesen wichtigen Schritt nach vorne“ begrüßen, halten es die Verbände der Viehzüchter für unverständlich. Bereits im Jahr 2019 hatten jedoch Wissenschaftler der Regierung ein Gutachten vorgelegt, das empfohlen hatte, den iberischen Wolf in die Liste der besonders schützenswerten Waldtiere aufzunehmen, weil seine Anwesenheit wichtig für die Ökosysteme sei.


26.09.2021

Jetzt schon 32 Fohlen freigekauft!

Letzte Woche waren wir wiederum unzählige Kilometer unterwegs in Sachen Fohlenrettung: zuerst am Dienstag bei der Noriker-Hengstfohlenauktion in Maishofen (Sbg), wo wir – neben all den anwesenden Viehhändlern – zumindest 5 Fohlen freikaufen und vermitteln konnten. Nach der Körungs-Vorführung der einzelnen Tiere begann erst um 13:30 Uhr die Auktion, aber wir haben es geschafft, alle fünf bereits vorher den Züchtern abzukaufen. Und das, obwohl auch hier schon die Preise enorm hoch waren – zwischen 1000,- (ein erst 4 Monate „altes“ Fohlen!) und 1.250,- €. Und am Dienstag waren wir dann unterwegs, die letzten 4 Haflinger von Tirol auf ihre neuen Plätze in Österreich (NÖ und Stmk) zu bringen. Inzwischen sind natürlich alle 9 Fohlen gut angekommen und auch in ihrer neuen Umgebung eingelebt.

Auch bei der letzten großen Noriker-Versteigerung am 19. Oktober werden wir noch einmal vertreten sein und hoffen, dann wirklich die Zahl von insgesamt 1000 Tieren innerhalb der letzten 18 Jahre erreichen zu können! Es werden dort sowohl Hengst- als auch Stutfohlen feilgeboten werden, allerdings keine Haflinger mehr. Wer noch einen guten Lebensplatz für das eine oder andere (Noriker-)Fohlen anzubieten hat oder jemanden weiß, der eines oder zwei per Schutzvertrag übernehmen kann, bitte bald bei tanja@animal-spirit.at oder unter (+43) 02774-29330 melden. Vielen Dank auch allen, die uns bereits bei dieser aufwendigen Rettungsaktion unterstützt haben, aber auch für weitere Spenden sind wir sehr dankbar!


26.09.2021

Stoppt die Tötung von Walen und Delphinen auf den Färöer-Inseln!

In unserem letzten Newsletter haben wir über das bestialische Massaker an mehr als 1400 Delphinen auf den Färöer-Inseln berichtet. Jetzt gibt es dazu auch eine Petition von OceanCare: "Stoppt die Tötung von Walen und Delphinen auf den Färöer-Inseln".

Am 12. September 2021 verloren auf den Färöern mehr als 1.428 Weißseitendelphine und Dutzende Jungtiere in einer einzigen Massentötung ihr Leben. Es war dies die größte Delphinjagd in der Geschichte des Archipels und vielleicht sogar weltweit die größte Zahl an Delphinen, die jemals in einer einzigen Jagd getötet wurden. Dies geschah in europäischen Gewässern, vor den Toren der Europäischen Union, wo diese Meeressäuger den höchsten Schutzstatus haben und vorsätzliche Tötungen verboten sind.

OceanCare fordert:

* Offizielle Verurteilung dieser Jagd und Aufnahme bilateraler und internationaler Verhandlungen mit dem Ziel, die Wal- und Delphinjagd ein für allemal zu beenden.

* Gemeinsame diplomatische Note von EU-Regierungen für ein sofortiges Ende der Treibjagden.

* Positive Anreize und nötigenfalls Druck durch Dänemark, damit die Färöer die Tötung von Walen und Delphinen einstellen, die ansonsten die Agenda 2030 und die EU-Biodiversitätsstrategie unterminieren würden.

* Initiative der EU-Staaten, die Mitglieder der Internationalen Walfangkommission sind, für ein Moratorium auf die Wal- und Delphinjagd in europäischen Gewässern bei der kommenden Vertragsstaatenkonferenz IWC68.

Unterschreiben Sie Hier die Petition!