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Themen

Hier findet sich eine Zusammenfassung unserer vielfältigen politischen bzw. aktionistischen Tierschutz-Tätigkeiten und Petitionen. Es werden jeweils die aktuellen Themen aus unseren Newslettern hinzugefügt, sodaß die Bereiche immer am neuesten Stand bleiben.

 

Sie können hier die chronologische Liste nach verschiedenen Themen, Titeln oder auch Daten filtern.

 

Hierzu zählen z.B. unsere alljährlichen Kampagnen bezüglich der Fohlenmärkte bzw. unsere diesbezüglichen Freikauf- und Vermittlungsaktionen, allgemeine (politische) Tierschutz-Themen, unsere Beteiligung an internationalen Tiertransport- oder Anti-Schächt-Kampagnen, unsere Arbeit für die Verbesserung der Tierschutz-Gesetzgebung für Schweine, Geflügeltiere, Kaninchen und andere Tierarten oder für ein/e Einschränkung/Verbot tierquälerischer Jagdpraktiken. Weiters finden Sie hier Berichte über unsere Auslandsprojekte, wie Streunerhunde in Sri Lanka und Eselhilfe in Ägypten, aber bisweilen auch andere Hilfsaktionen bzw. Petitionen, an denen wir uns beteiligen (z.B. gegen das alljährliche brutale Robben-Massaker in Kanada oder die grausamen Schächtpraktiken beim jährlichen Kurban Bayrami-Opferfest). Zudem bringen wir u.a. alternative Sichtweisen über die von WHO oder anderen "Gesundheits"-Behörden ausgerufene "Seuchen" und Zwangsimpfkampagnen. Darüber hinaus auch kritische Beiträge zu Gentechnik, Patentierung von Leben, EU und Tierschutz sowie allgemein zur EU und der daraus resultierenden - oft absurden - verpflichtenden Gesetzgebung für Österreich.

z.B. 20/06/2022
13.05.2022

WWF: Weniger Fleisch hilft Artenvielfalt

n-tv.de: Fliegen und Autofahren sind selbstverständlich umweltschädlich, aber auch was wir essen, wirkt sich auf unzählige Arten aus. Neue Studiendaten zeigen, wie groß der Einfluß unserer Ernährungsgewohnheiten ist - und welches Potential in einem veränderten Bewußtsein liegt.

Ob umstrittenes Palmöl oder Billigfleisch mit fragwürdiger Klimabilanz - daß bestimmte Lebensmittel nicht gut für den CO₂-Fußabdruck sind, ist weithin bekannt. Wie aber wirkt sich die Durchschnittsernährung der Deutschen auf die biologische Vielfalt aus? Eine neue Studie der Umweltorganisation WWF beleuchtet, welchen Fußabdruck wir mit unserem Speiseplan in Sachen Vielfalt allen Lebens auf dem Land hinterlassen. Das Ergebnis: Was wir essen, hat großen Einfluß auf die Biodiversität - und das nicht nur hierzulande, sondern auch in weit entfernten Regionen.

Der sogenannte Biodiversitäts-Fußabdruck als Wert in der WWF-Erhebung wird relativ komplex berechnet. Grob gesagt geht es darum, wie stark unsere Ernährung dazu führt, daß in Deutschland und rund um den Globus Naturräume mit ihren Tieren und Pflanzen beeinträchtigt werden. In Zahlen stellen sich die konkreten Auswirkungen des Konsums verschiedener Lebensmittel den Daten nach so dar: Mit Abstand den größten Anteil am Fußabdruck haben mit 77 Prozent tierische Erzeugnisse wie Fleisch, Wurst, Eier oder Käse. Nur 23 Prozent resultieren hingegen aus dem Verbrauch pflanzlicher Lebensmittel wie Obst, Gemüse, Getreide oder Nüsse.

Bei den tierischen Erzeugnissen ist es vor allem der große Flächenbedarf für Futtermittel, der negativ zu Buche schlägt. "Alles, was wir auf dem Teller liegen haben oder einkaufen, wird ja irgendwo produziert und braucht dementsprechend Fläche", sagte Tanja Dräger, Ernährungsexpertin beim WWF Deutschland. Einerseits sei man abhängig von den Leistungen einer intakten Natur, andererseits gefährde man sie aber auch selbst. Daraus, so faßt die Studie zusammen, resultiert: Je höher der Anteil an pflanzlichen Lebensmitteln in der Ernährung, desto kleiner der Biodiversitäts-Fußabdruck, der weltweit verursacht wird.

Verlust an biologischer Vielfalt

Die biologische Vielfalt sehen Experten schon seit längerem im Abwärtstrend: So warnt der Weltbiodiversitätsrat (IPBES), daß etwa eine Million Tier- und Pflanzenarten in wenigen Jahrzehnten aussterben könnten….

Lesen Sie den ganzen Artikel HIER

Siehe auch: Pflanzliche Proteine erobern Fleischwirtschaftsmesse IFFA


13.05.2022

SPÖ-Presseaussendung: Die ÖVP bei der Tierschutz-Blockade zu unterstützen, bringt kein Tierwohl!

OTS.at: Grüne ermöglichen Agrarförderungen für niedriges Niveau in der Schweinehaltung und trügerische Herkunftskennzeichnung

SPÖ-Landwirtschaftssprecherin Cornelia Ecker kritisiert die heutigen Aussagen der grünen Landwirtschaftssprecherin zu bevorstehenden Absatzproblemen von AMA-Gütesiegel-Betrieben: „Die Grünen verhindern mit der kommenden Tierschutzgesetznovelle des grünen Ministers Rauch gerade, daß höhere Standards in der Schweinehaltung eingeführt werden. Damit werden auch AMA-Gütesiegel-Betriebe mit ihren Produkten in Absatzschwierigkeiten kommen. Daß die grüne Landwirtschaftssprecherin Voglauer heute kritisiert, daß die Qualität von österreichischem Schweinefleischs für den deutschen Markt nicht ausreicht, paßt nicht zusammen! Es läge in der Hand der Grünen (Anm.: die das „Tierschutz“-Ministerium innehaben), das zu ändern. So zu tun, als wolle man nicht gerade gemeinsam mit der ÖVP Tierquälerei und schlechte Qualitätsstandards auf Jahre in Österreich einzementieren, ist eine Verschleierung der Tatsachen.“

Ausschlaggebend für die Qualitätsstandards in der Schweinehaltung ist das Tierschutzgesetz. Die Novelle, die Bundesminister Rauch letzte Woche in Begutachtung geschickt hat, sieht kein Verbot von Vollspaltenböden vor. Ecker: „Damit ermöglicht Rauch dem ÖVP-Landwirtschaftsminister auch weiterhin hohe Fördergelder für schlechte Qualitätsstandards auszuschütten, wie die Grünen nächste Woche im Nationalrat mit der ÖVP im Agrarförderpaket beschließen werden. Auch die geplante österreichische Herkunftskennzeichnung bietet damit keine Garantie für gute Standards in der Schweinehaltung, weil sich die Grünen schützend vor die Vollspaltenböden stellen und diese nicht zum Ausschlußgrund für die Herkunftskennzeichnung machen.“

„Voglauer sollte den Menschen nicht Sand in die Augen streuen, es liegt in der Verantwortung der Grünen die Vollspaltenquälerei zu beenden. Sie tun es nicht und verhindern damit auch, daß die Produkte der landwirtschaftlichen Betriebe, die nach wie vor auf diese Haltung setzen können, konkurrenzfähig bleiben. Im letzten Landwirtschaftsausschuß wurde außerdem mit den Stimmen der Grünen der von der SPÖ eingebrachte Antrag abgelehnt, mit dem der Umbau der Vollspaltenböden-Stallungen innerhalb der nächsten fünf Jahre möglich gewesen wäre.“


13.05.2022

Zum Abschluß:

2 liebevolle Videos über außergewöhnliche kuschelnde Tier-Mensch-Beziehungen,

bzw. eine seltene Kalb-Huhn-Freundschaft

(auf englisch, aber die Bilder sprechen für sich...).

 


03.05.2022

EU-Bürgerinitiative gegen Tierhaltungs-Subventionen zugelassen

proplanta.de: Die EU-Bürgerinitiative "Schluß mit der Schlachtung von Tieren" kann anfangen, Unterschriften zu sammeln.

Das am Mittwoch von der EU-Kommission offiziell registrierte Vorhaben setzt sich dafür ein, daß Tierhaltung nicht mehr mit EU-Mitteln subventioniert wird, wie die Kommission mitteilte. Die Mittel sollten stattdessen in ethische und ökologische Alternativen fließen.

Wenn es die Initiative schafft, innerhalb eines Jahres mehr als eine Million Unterschriften aus mindestens sieben EU-Ländern zu sammeln, muß sich die EU-Kommission mit dem Anliegen beschäftigen. Sie kann dann entscheiden, ob sie der Initiative nachkommen will oder nicht, muß ihre Entscheidung aber in jedem Fall begründen.


03.05.2022

100.000.000 Haie jährlich für Fleisch und Flossen getötet

OTS.at: EU muß Verantwortung übernehmen und könnte Weichen für globalen Haischutz stellen

Haie zählen zu den am stärksten gefährdeten Tiergruppen. Heute ist weltweit jede zweite Hai-Art bedroht. Gründe dafür sind die Zerstörung des Lebensraums und der Handel mit Haifleisch und Haiflossen, dem jedes Jahr mehr als 100 Millionen Haie zum Opfer fallen. Europa spielt eine zentrale Rolle beim unregulierten Handel mit Haiflossen und -fleisch und damit dem Niedergang vieler Haiarten – das zeigt ein neuer Bericht. Der IFAW (International Fund for Animal Welfare) und die Meeresschutzorganisation OceanCare fordern die Staaten der EU dazu auf, bei der im Herbst stattfindenden Artenschutzkonferenz einen zukunftsweisenden Schritt für den Schutz der Haie zu gehen. Die Zeit drängt!

In den letzten 50 Jahren sind die Haipopulationen der offenen See um etwa 70% zurückgegangen. An jedem fünften untersuchten Riff sind die Haipopulationen funktionell ausgestorben, was enorme Folgewirkungen für die Funktionsfähigkeit der Ökosysteme nach sich zieht. Hauptdrehscheiben des weltweiten Handels mit Haifleisch und -flossen sind Hongkong, Taiwan und Singapur. Jedoch wird die Rolle der europäischen Staaten als Lieferanten oft unterschätzt. Im Zeitraum 2003 bis 2020 kamen durchschnittlich 28% der Lieferungen von Haiflossen auf die obigen Marktplätze aus EU-Mitgliedstaaten, vor allem aus Spanien – in absoluten Zahlen 10.465 Tonnen pro Jahr. Im Jahr 2020 betrug der EU-Anteil sogar 45%!

Dieser Handel geschieht weitgehend unreguliert. „Von den Hai-Arten, die im Handel zu finden sind, sind 70% gefährdet. Aber nur 25% sind vom Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES) erfaßt, das den internationalen Handel so regeln soll, daß Arten nicht aufgrund des Handels aussterben. Überdies ist bei abgetrennten Flossen und bei Fleisch oft kaum noch festzustellen, von welcher Art sie stammen. So werden die Flossen vom Aussterben bedrohter Haie zusammen mit solchen von noch häufigeren Arten gehandelt“, erklärt Andreas Dinkelmeyer, Campaigns und Communication Manager, IFAW in Deutschland. […]

„Europa hat die Wahl, ob es das Überleben von Haien weiter gefährden oder eine zentrale Rolle bei ihrem Schutz einnehmen möchte“, sagt Nicolas Entrup, Leiter Internationale Zusammenarbeit bei OceanCare. „Wir appellieren an die österreichische Regierung, die sich international als ‚Blue Leader‘ zum Schutz der Ozeane verpflichtet hat, dem Haischutz innerhalb der EU sowie global Gewicht zu verleihen!“


03.05.2022

Jagd auf Tiere: Trophäen-Import soll eingeschränkt werden

berliner-zeitung.de: Tierschutzverbände fordern ein härteres Vorgehen gegen die Einfuhr von Jagdtrophäen bedrohter Tierarten.

Das dt. Bundesumweltministerium will nach eigenen Angaben die Importe von sogenannten Jagdtrophäen geschützter Tierarten nach Deutschland weiter einschränken. „Auf Basis artenschutzfachlicher Maßgaben wollen wir die Importe von möglichst insgesamt reduzieren“, teilte das Ministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. „Im Einzelfall“ wolle es den Import von Jagdtrophäen auch ganz verbieten, insbesondere dann, „wenn Zweifel an Nachhaltigkeit und Legalität der Jagd bestehen“.

Zuvor hatten mehrere Tierschutzverbände, darunter eine Ethik-Fachgruppe der Weltnaturschutzunion IUCN, Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) dazu aufgefordert, dem Jagdtrophäen-Import Einhalt zu gebieten. Das Ministerium erklärte dazu auf Anfrage, daß es die kritische Auseinandersetzung mit dem Thema begrüße und daß es ihm ein „besonderes Anliegen“ sei, „weiter aktiv an Lösungen und Maßnahmen zu arbeiten, um Trophäenjagd noch strenger zu regulieren und einzuschränken“. Ministerin Lemke hatte in ihrer vorherigen Rolle als naturschutzpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion sehr scharfe Kritik an der Jagdtrophäen-Praxis geübt.

Löwen, Eisbären, Flußpferde

Laut Ministerium existieren auf EU-Ebene derzeit bereits diverse Einfuhrverbote für Trophäen. Außerdem gebe es nun anders als in früheren Zeiten für zwölf Tierarten – darunter Löwen, Eisbären und Flußpferde – strenge Einfuhrkontrollen. Nach Angaben des Bundesamts für Naturschutz gab es im vergangenen Jahr 471 Einfuhren von Jagdtrophäen geschützter Tierarten nach Deutschland. …  Häufige Herkunftsländer waren 2021 etwa Namibia, Südafrika und Tansania.

Der Internationale Jagdrat (CIC) in Deutschland und der Deutsche Jagdverband (DJV) (Anm.: also die vereinigte Lobby der Hobbymörder) warnten in dieser Woche vor negativen Konsequenzen, die ein generelles Einfuhrverbot von Jagdtrophäen etwa für den Lebensunterhalt der Menschen in den Herkunftsländern hätte. „Es wird an keiner Stelle gesagt, woher der Ersatz für den Einkommensverlust kommen soll“, sagte Stephan Wunderlich, Koordinator für Internationale Jagdangelegenheiten und Artenschutz vom CIC und DJV. Ohne langfristige Alternative sei es „absurd“ über ein Importverbot zu diskutieren.


23.04.2022

Viele angeln im Blut der Tiere - Volksverdummung: "Modell Tierversuch" (von Ulrich H. Dittmann)

fischundfleisch.com: Am morgigen 24. April ist – wie seit 1979 in jedem Jahr – wieder „Internationaler Tag zur Abschaffung von Tierversuchen“. Allein in Deutschland leiden und sterben jährlich über 2,5 Millionen Tiere (Quelle: Deutscher Tierschutzbund e.V.). Nicht nur ausgewiesene Tierfreunde fordern ethisch begründet die Abschaffung von Tierversuchen. So sprachen sich bei einer ZDF-Telefon-Befragung in Deutschland 75% gegen Tierversuche aus. 17,5 % sahen sie als "bedingt notwendig" an, nur mehr 7,5% der Anrufer bejahten Tierexperimente.

Vor allem wissenschaftlich begründet wird mehr und mehr Kritik an der Methodik der Tierversuche laut. Die "Vereinigung Ärzte gegen Tierversuche e.V." artikuliert es auf den Punkt: "Tierversuche sind nicht nur nicht notwendig, sondern ein unkalkulierbares Risiko für den Menschen." Wahre Worte, bitter belegt durch harte Zahlen. Jedes Jahr sterben in Deutschland rund 20.000 Patienten an den Folgen von Medikamenten; alle natürlich "zum Wohle des Menschen" am Tier getestet - und „für sicher befunden“.

Tiere unterscheiden sich grundsätzlich vom Menschen - in Anatomie, Physiologie, Psyche, Lebenserwartung, ihrem Sozialverhalten, Biorhythmus und Stoffwechsel. Hinzu kommen krasse Unterschiede zwischen einzelnen Tierarten und Individuen. So können Kaninchen Knollenblätter- oder Fliegenpilze mümmeln, Strychnin an Affen verfüttert, Zyankali Eulen eingegeben werden, usw. All dies überstehen sie unbeschadet, währenddessen solche Ernährungsexperimente dem Menschen gewißlich großes Ungemach oder den Tod bereiten würden. Ein Mensch ist eben keine Maus.

Dr. med. Werner Hartinger sagte seinerzeit dazu: "Menschliche Erkrankungen haben nichts mit denen (Anm.: zudem künstlich erzeugten Krankheiten) der Tiere zu tun, was die psychologischen Krankheiten deutlich dokumentieren. Alternative Methoden sind auch wissenschaftlich belegt besser und sicherer, nur fehle es meistens an der Validierung, d.h. rechtsgültiger Anerkennung von Versuchsergebnissen. Der Verzicht auf Tierversuche würde dazu führen, daß sich die medizinische Forschung endlich dem richtigen Subjekt zuwenden würde, nämlich dem Menschen. Auch als "Vorfilter" ist der Tierversuch ungeeignet und dient nur als Alibi. Tierversuche müssen daher auch aus humanen Gründen, zum Schutz des Menschen, abgeschafft werden."

Das Verlangen nach einem gesetzlichen Verbot der Tierexperimente zielt also nicht allein darauf ab, Tiere vor Qual und Mißhandlung zu bewahren, sondern auch, zum Schutze des Patienten endlich eine ganzheitliche Humanmedizin durchzusetzen! (...)

Lesen Sie den ganzen Artikel HIER

Siehe auch „Ärzte gegen Tierversuche“ – Für ein Europa ohne Tierversuche.

Sowie die EUROPÄISCHE BÜRGERINITIATIVE „FÜR DEN SCHUTZ KOSMETISCHER MITTEL OHNE TIERQUÄLEREI UND EIN EUROPA OHNE TIERVERSUCHE“


23.04.2022

Jäger erschießt irrtümlich Rasse-Pferd - jetzt schaltet sich Peta ein

giessener-allgemeine.de: Im Marburger Hinterland will ein Jäger eigentlich Wildschweine erlegen. Aus Versehen tötet er aber ein seltenes Rassepferd. Peta und die Polizei reagieren auf den Vorfall.

Nach einem Jagdunfall im Wohratal nahe Marburg fordert die Tierschutzorganisation Peta ein Verbot der Hobbyjagd. Das berichtet die Oberhessische Presse. Auslöser war ein Vorfall vor rund zwei Wochen (10.04.2022). Dabei hatte ein Jäger wohl aus Versehen das Rassepferd einer Anwohnerin erschossen, weil er es fälschlicherweise für ein Wildschwein hielt. „Wie viele Lebewesen müssen noch verletzt oder getötet werden, bevor die Hobbyjagd endlich verboten wird?“, zitiert die Marburger Zeitung Nadja Michler, Fachreferentin für Wildtiere bei Peta. „Jahr für Jahr ereignen sich zahlreiche Tragödien, weil schießwütige Spaßjäger verantwortungslos in der Gegend herumballern.“ Ein Verbot der Hobbyjagd ist aus Sicht der Tierschützerin „längst überfällig“.

Kreis Marburg-Biedenkopf: Mann erlegt bei fatalem Jagdunfall seltenes Rassepferd

Was war bei dem Unfall im Wohratal (Kreis Marburg-Biedenkopf) passiert? Eigentlich wollte der Jagdpächter wohl Wildschweine schießen. Bei Nacht meinte der Mann, auf einer rund 120 Meter entfernten Weide eine Sau entdeckt zu haben. Er drückte ab – und erlegte fatalerweise ein Pferd, dessen Kontur er mit der eines Wildschweins verwechselt hatte.

Laut der Oberhessischen Presse klingelte er gleich nach dem Unfall bei der Pferde-Besitzerin, um seinen Fehler einzugestehen. Bei dem zwölfjährigen Tier soll es sich um ein Rheinisch-Deutsches Kaltblut handeln – eine Rasse, die vom Aussterben bedroht ist und auf der Roten Liste der Nutztierrassen stehe. Der Mann habe laut Revierförsterin eine zentrale Jagdregel mißachtet. Denn normalerweise müßten Jäger vor einem Schuß absolut sicher sein, worauf sie zielen.


23.04.2022

„Tiere nur mehr zum nächstgelegenen Schlachthof transportieren“

tt.com: Von 2. bis 9. Mai findet die Eintragungswoche für das Volksbegehren "Stoppt Lebendtier-Transportqual" statt. Bisher gibt es 275.000 Unterstützer. Die Initiatoren betonten am Dienstag ihre Kernforderungen. Bisher wurden rund 275.000 Unterstützer verzeichnet. Der Initiator, Niederösterreichs Landesrat Gottfried Waldhäusl (FPÖ), forderte am Dienstag bei einem Pressetermin mit Tierschutz-Austria-Präsidentin Madeleine Petrovic, daß Tiere künftig nur noch "vom Bauern zu den nächstgelegenen, geeigneten Schlachthöfen transportiert werden" dürfen.

"Es reicht endgültig. Bis zu sieben Tage Tierqual im Lkw kreuz und quer durch Europa – diese Zustände müssen ein Ende haben", verlangte Waldhäusl. Er verwies darauf, daß täglich 3,8 Millionen Tiere "durch aller Herren Länder" transportiert würden, was jährlich 2,4 Milliarden entspreche. Bemängelt wurde zudem das Vorliegen von zeitlichen Beschränkungen: "Rinder, Schafe und Ziegen dürfen bis zu 30 Stunden ohne Ruhepause durch die Länder gekarrt werden, Schweine bis zu 24 Stunden. Die Gewinner dieser unsäglichen Tierquälerei: Einige wenige Großbetriebe, Profit geht vor Tierleid." Beim stundenlangen Transport würden Streßhormone gebildet, letztlich bekomme der Konsument "vergiftetes Fleisch".

"Riesiger Anteil" tierischer Lebensmittel im Müll

Die Lösung stellt für Waldhäusl dar, daß die betroffenen Tiere künftig eben lediglich zu einem nahen Schlachthof transportiert werden dürfen. "Die weitere Verbringung des Fleisches ist nur noch gekühlt oder gefroren erlaubt", skizzierte der Landespolitiker, der gleichzeitig eine diesbezügliche gesetzliche Verankerung einforderte. "Gerade jetzt ist der richtige Zeitpunkt, daß wirklich entschlossene Schritte gesetzt werden", hob auch Petrovic hervor – der Tiere wegen und aufgrund der aktuellen Situation um steigende Energiepreise. "Wer wie ich einmal das verzweifelte Schreien nicht entwöhnter österreichischer Kälber, die bis nach Spanien gekarrt werden, gehört hat, wird es nie vergessen", wurde geschildert. Als "besonders verwerflich" bezeichnete die Ex-Parteichefin der Grünen, daß ein "riesiger Anteil" tierischer Lebensmittel – etwa ein Drittel – schon bei den Handelsketten im Müll lande. Die Kosten dafür seien einkalkuliert. Ohne solche "Extra-Kosten könnte eine artgerechte Tierhaltung flächendeckend" finanziert werden.


13.04.2022

Neues vom DCC aus Sri Lanka

In einem unserer letzten Newsletter haben wir auf die momentanen Probleme der von uns unterstützten DCC (Dog Care Clinic) in Sri Lanka aufmerksam gemacht. Dank der bereits eingegangenen Spenden nach unserer letzten Aussendung konnten wir bereits 10.000,- € an die DCC als Soforthilfe überweisen, aber wir hoffen, daß es noch mehr werden wird!

Nun ist kürzlich folgender Bericht von der aktuellen Situation bei der DCC bzw. in Sri Lanka bei uns eingelangt:

Liebe Freunde der DCC,
stellt euch vor, ihr seid täglich mit 10 bis 12 Stunden Stromausfall konfrontiert, müßt mehrere Stunden an der Tankstelle anstehen, um Benzin und Diesel zu bekommen und könnt euch selbst die absoluten Grundnahrungsmittel wie Reis und Kartoffeln kaum noch leisten. Ihr geht auf die Straße und protestiert. Der Notstand wird ausgerufen und die Regierung verhängt drei Tage Ausgangssperre. Dies ist die momentane Lage in Sri Lanka.

Für die Dog Care Clinic ist die Zukunft ungewiß, denn natürlich leiden auch wir extrem unter der Situation. Der Tourismus ist wieder komplett zum Erliegen gekommen. Dies bedeutet, daß uns erneut viele Spenden fehlen. Gleichzeitig steigen die Preise weiter und jeder Einkauf kostet uns nicht nur eine Menge an Geld, sondern auch viele personelle Ressourcen.

Innerhalb weniger Jahre haben sich die Preise fast verdreifacht. Der größte Preisanstieg fand in den vergangenen Wochen statt. Dank eurer Spenden konnten wir zumindest einen Vorrat einiger Veterinärmedikamente anlegen, denn auch der Einkauf von Medikamenten ist mehr als schwierig. Möglicherweise gehen Sri Lanka schon bald die Betäubungsmittel aus. Dies würde eine Katastrophe für Mensch und Tier bedeuten. Wenn wir keine neuen Narkosemittel bekommen, können wir in zwei bis drei Wochen keine Operationen mehr durchführen!

Lesen Sie den ganzen Bericht HIER

Sie können für das DCC über uns spenden ("Streunderhunde-Projekt Sri Lanka" auswählen) oder auch direkt an www.dogcare-clinic.com. Vielen Dank!


13.04.2022

Nutztiere im Kriegsgebiet: Vergessenes Leid und drastische Probleme

Knapp 4 Millionen Hühner sind in der größten Farm Europas verendet

OTS.at: Der Krieg in der Ukraine hat bereits mehrere Millionen Menschen zur Flucht gezwungen. Dabei werden nicht nur Hab und Gut in Häuser und Wohnungen zurückgelassen, sondern auch hunderte landwirtschaftliche Betriebe. In der größten Hühnerfarm Europas, die an der ukrainischen Schwarzmeerküste ihren Sitz hat und derzeit von der russischen Armee besetzt ist, seien demnach fast 4 Millionen Hühner an Hunger und Durst verendet. Es ist unklar, was seither mit den weiteren zig Millionen Legehennen, Rindern und Schafen in der Ukraine geschieht. „Besonders die Schwächsten in unserer Gesellschaft, die vom Menschen domestizierten Tiere, sind nicht in der Lage, für sich selbst zu sorgen und benötigen dringend unsere Unterstützung“, informiert MMag. Dr. Madeleine Petrovic Präsidentin des Wiener Tierschutzvereins.

Abgesehen von dem enormen Tierleid, stellt sich die Frage nach den damit einhergehenden Seuchenherden, der Gefährdung der noch zugänglichen Trinkwasser-Reserven und der Entsorgung von toten Tieren. „Das Gefährlichste ist es stets, nichts zu tun! Wenn sich jetzt noch Seuchen ausbrechen, wird die Ansammlung von Problemen (Flucht, Energie, Lebensmittel-Produktion) schier unlösbar werden“, konstatiert Petrovic.

[…] „Uns ist bewußt, daß Kontrollen nötig sind, aber die alleinige Überprüfung durch NGOs, die Hilfe leisten, ist viel zu wenig. Wer jetzt den Tierschutz im Hinblick auf die Tiere aus den Kriegsgebieten nicht als staatliche und supranationale Aufgabe versteht, nimmt weit größere Gefahr für Gesundheit und Sicherheit in Kauf. Die europäischen Tierschutzbehörden sollten gemeinsam mit erfahrenen Tierschutz- Organisationen blitzartig Konzepte für die Rettung von Haustieren und Nutztieren erstellen und die dafür erforderlichen Logistik unterstützen“, appelliert Petrovic.


13.04.2022

Außergewöhnliche Tierfreundschaften!

Hier folgt ein super-nettes
Video über wunderbare und ungewöhnliche Tierfreundschaften
zwischen verschiedenen Arten!

 


06.04.2022

Neues von den Eseln in Ägypten

Auch von unserem Esel- und Streunerprojekt „Bluemoon“ in Hurghada/Ägypten, welches wir ja seit ca. 12 Jahren unterstützen, gibt es Positives zu berichten. Auf Initiative eine unserer Spenderinnen konnten wir einen auf Esel spezialisierten Tierarzt (Dr. Andreas K., Bild Mitte) dorthin vermitteln, der eine Woche ehrenamtlich Monique und ihr Team unterstützt hat. Auch hat er viel zur Weiterbildung der lokalen Tierärzte beitragen können, deren Ausbildung und Erfahrung ja oft nicht ganz der unseren in Europa entspricht…

Monique hat uns dazu folgenden Bericht geschickt: „Dr. Andreas war bei uns und er war eine supertolle Unterstützung - vielen Dank! Am 24.3.2022 kam der spezialisierte Großtier-Veterinär zu uns ins Bluemoon Animalcenter. Der Kontakt zu ihm kam über www.facebook.com/Animalspirit.Austria/ und Frau Emanuela C. zustande. Nochmals herzlichen Dank dafür.

Für uns und unsere lokalen Tierärzte eine super Sache. Unser Team konnte sich in der Woche, in der Dr. Andreas bei uns war, auf etliche Kastrationen der Esel und Pferde, auf die Zahnpflege und viele weitere größere und kleinere Probleme konzentrieren. So haben sie viel Neues gelernt und praktisch umgesetzt.

Dr. Andreas mit seiner großen Erfahrung und ruhigen Art war ein Geschenk für uns. Nun endlich sind alle Esel und Hengste im Bluemoon Animalcenter kastriert; was für mich aber besonders wichtig ist: daß unsere Tierärzte das in Zukunft auch selber machen können. Die routinemäßige Zahnpflege unserer Huftiere ist nun für unser Team kein Problem mehr. Ich bedanke mich herzlich bei Dr. Andreas, daß er bei uns war, und hoffen auch, daß er bald wieder kommt, denn wir haben noch viel mehr zu lernen. Und danke an alle, die dies ermöglicht haben.“


30.03.2022

Antibiotikaresistente Keime in Schlachthof-Abwässern

greenpeace.de: Recherchen belegen, daß mit Abwässern aus Schlachthöfen antibiotikaresistente Keime in die Umwelt gelangen. Das kann dazu führen, daß Antibiotika beim Menschen nicht mehr wirken.

Auf den ersten Blick sieht es ganz harmlos aus. Wasser plätschert aus einem schmalen Rohr in einen Fluß oder einen Bach. Doch die Proben, die Rechercheure und Rechercheurinnen von Greenpeace aus diesen Einleitungen genommen haben, sind alles andere als harmlos. Sie stammen aus verschiedenen Schlachthöfen in Deutschland und tragen antibiotikaresistente Keime in sich.

Das ist problematisch. Denn resistente Keime in der Umwelt gefährden die Wirkung von Antibiotika, dem wichtigsten Heilmittel im Kampf gegen bakterielle Infektionskrankheiten. Die Proben sind ein weiterer Beweis dafür, wie gefährlich die industrielle Massentierhaltung ist. „Schlachthöfe tragen dazu bei, daß Infektionskrankheiten immer schwerer zu behandeln sind“, sagt Greenpeace-Landwirtschaftsexpertin Christiane Huxdorff. „Wir alle sind von der ‚schleichenden Pandemie‘ der zunehmenden Unwirksamkeit von Antibiotika betroffen. Sie ist eine Folge der Massentierhaltung, die wir nur in den Griff bekommen, wenn deutlich weniger Tiere deutlich besser gehalten werden.“

Resistente Keime in fast allen Proben

Bei der Recherche wurden Abwasserproben aus vier Schlachtbetrieben in zwei Bundesländern genommen und analysiert. Unter anderem wurden Betriebe von Goldschmaus und Wiesenhof beprobt. Die Proben wurden an der Universität Greifswald analysiert.

35 der insgesamt 44 untersuchten Proben enthielten antibiotikaresistente Keime. Außerdem wurden in acht Proben Resistenzen gegen das wichtige Reserve-Antibiotikum Colistin nachgewiesen. Colistin ist eines der letzten Mittel gegen bestimmte Infektionskrankheiten beim Menschen. 

Die Behandlung einiger Infektionskrankheiten wird durch die Resistenzen immer schwerer und ist in verschiedenen Fällen schon gar nicht mehr möglich. In Europa sterben schon jetzt jährlich etwa 33.000 Menschen an einer Infektion mit antibiotikaresistenten Erregern. Mediziner und Wissenschaftler warnen längst vor einem „postantibiotischen Zeitalter“. Umso wichtiger ist es deshalb, dafür zu sorgen, daß diese Resistenzen erst gar nicht entstehen und sich verbreiten.

Schlachthof-Betreiber, Politik und Handel in der Pflicht

Greenpeace-RechercheurInnen nahmen die Abwasserproben im Januar und Februar 2022 und ließen sie an der Universität Greifswald analysieren. Alle beprobten Schlachtbetriebe leiten ihr Abwasser direkt in Gewässer der Umgebung ein und sind daher eindeutig als Verursacher der mikrobiellen Belastung des Wassers auszumachen. Kulturpflanzen können mit diesem Abwasser in Berührung kommen. So können die Keime in Nahrungsmitteln und Tierfutter landen. ..

Mit den Ergebnissen der Analysen belegt Greenpeace, daß nicht nur mit der Gülle aus den Ställen gefährliche resistente Keime in der Umwelt verbreitet werden, sondern auch über Abwasser. „Die massenhafte Produktion von Billigfleisch gefährdet nicht nur die menschliche Gesundheit durch die Verbreitung von Antibiotikaresistenzen. Sie verursacht massenhaftes Tierleid, zerstört die Artenvielfalt, heizt die Klimakrise an und verstärkt durch die Verfütterung von wertvollem Getreide wie Weizen den Hunger in der Welt“, so Huxdorff. „Das System Billigfleisch gehört abgeschafft. Die Politik ist in der Pflicht, das zu regeln, mit strengen Vorgaben und Kontrollen und einer klaren Strategie zur Reduktion der Tierzahlen. Aber auch der Handel und die Gastronomie müssen ihrer Verantwortung gerecht werden und Billigfleisch nicht mehr anbieten.“


30.03.2022

Cruelty Free Europe prognostiziert im Rahmen der geplanten neuen EU-Chemikalienverordnung einen enormen Anstieg der Tierversuchszahlen

ots.at: Während die Europäische Kommission ihre öffentliche Konsultation zu den Plänen für ein überarbeitetes EU-Chemikalienmanagementsystem durchführt, warnt die Tierschutzorganisation Cruelty Free Europe, daß die Vorschläge ohne signifikante Änderungen Millionen weiterer Tierversuche und unzureichende Fortschritte beim Schutz der menschlichen Gesundheit und der Umwelt bedeuten könnten.

Wissenschaftler von Cruelty Free Europe haben Berechnungen angestellt, aus denen hervorgeht, daß allein zwei der vorgeschlagenen Änderungen - für endokrine Störungen und erstmals auch für polymere Stoffe - mindestens sechs Millionen weitere Wirbeltiere, darunter Ratten, Frösche und Fische, in neue Tests einbeziehen könnten, die allein für die derzeit in der EU verwendeten Chemikalien erforderlich sind.

Cruelty Free Europe schätzt, daß die Vorschläge der Europäischen Kommission1 zur routinemäßigen Information über endokrine Disruptoren dazu führen werden, daß zwischen 3,6 und 5,1 Millionen zusätzliche Tiere für neue Tests verwendet werden. Die Kommission hat auch Vorschläge zur Ausweitung der Vorschriften auf Polymere vorgelegt. Cruelty Free Europe schätzt, daß mindestens 1.590.000 Wirbeltiere in den neuen Tests leiden und sterben könnten - aber diese Zahlen könnten drastisch steigen.

Einer der Tierversuche, der voraussichtlich routinemäßig eingesetzt werden wird, ist der Hershberger Bioassay. Bei diesem in den 1930er Jahren durchgeführten Test werden männliche Ratten chirurgisch kastriert - ein Verfahren, das selbst Bedenken hinsichtlich des Tierschutzes aufgeworfen hat -, bevor ihnen die Testchemikalie zehn Tage lang durch einen Schlauch in den Magen injiziert oder zwangsgefüttert wird. Die Ratten werden dann getötet und seziert.

Die Leiterin der Abteilung Wissenschaftspolitik und Regulierung bei Cruelty Free Europe, Dr. Emma Grange, sagte: „Die überarbeiteten Vorschläge der EU zu Chemikalien kommen zu einer Zeit, in der wir wissen, daß die Menschen bereits über Tierversuche besorgt sind und wir viel wirksamere Maßnahmen für die menschliche Gesundheit und die Umwelt brauchen. Es ist niederschmetternd, daß in den Plänen kaum neue Überlegungen enthalten sind, und es bricht einem das Herz, wenn man an all das unnötige Tierleid denkt." Dr. Grange forderte die Kommission auf, noch einmal darüber nachzudenken: „Es ist noch nicht zu spät für einige mutige, kühne und moderne Initiativen, um die moderne Sicherheitswissenschaft und einen vorsorglichen Ansatz zu nutzen, um die sichere Verwendung von Chemikalien zu gewährleisten."

Cruelty Free Europe ist der Ansicht, daß Ansätze ohne Tierversuche ein größeres Potential für die Gewinnung nützlicher Informationen darüber bieten, ob eine Substanz Auswirkungen auf den Menschen haben kann, ohne daß Chemikalien an Tieren getestet werden müssen. Die US-Umweltschutzbehörde (EPA) beispielsweise stützt sich bei der Ermittlung potentieller endokriner Disruptoren auf ihr ToxCast-Programm, das nicht an Tieren durchgeführt wird. Unter Verwendung einer Kombination von In-vitro-Tests hat das EPA auch einen neuen Ansatz ohne Tierversuche entwickelt, der den Weg zur Abschaffung von Tests wie dem Hershberger Bioassay ebnen könnte.

Im Juli 2020 führte Savanta ComRes im Auftrag von Cruelty Free Europe eine Umfrage durch, aus der hervorging, daß fast drei Viertel (72 %) der Erwachsenen in den EU-Mitgliedstaaten dafür sind, daß die EU verbindliche Ziele und Fristen für die Abschaffung von Tierversuchen festlegen sollte.

Siehe auch den ÖSTERREICH-Artikel „Tierversuche in Europa beenden!“: Das Tierversuchsverbot der Europäischen Kosmetikverordnung suggeriert seit Jahren, daß kosmetische Produkte in der EU mit gutem Gewissen gekauft werden könnten… Doch im August 2021 veröffentlichte Zahlen des Center for Alternatives to Animal Testing (CAAT) belegen: für Kosmetika werden Tiere weiterhin in Laboren gefangengehalten und für Versuche mißbraucht, Tierversuche sind noch immer an der Tagesordnung....


23.03.2022

Streuner Sri Lanka: „Neue Probleme und zu wenig Geld“

Aus Sri Lanka hat mich wieder ein dringender Hilferuf erreicht. Marina Möbius, deren “Dog Care Clinic” (DCC) wir seit ein paar Jahren unterstützen, sagte mit am Telefon: „Franz, ich weiß bald nicht mehr, wie ich das Futter, die Kastrationen und Impfungen finanzieren soll. Du glaubst nicht, wie teuer hier alles geworden ist!“

Die Preise für viele Dinge des täglichen Bedarfs sind um bis zu 150 Prozent gestiegen, nicht nur bei uns, sondern offenbar weltweit! Nach Corona ging es nahtlos in die Ukraine-Krise über, was die Situation noch mehr verschärft hat. Aber nicht nur in der Ukraine leiden Menschen und Tiere (hier können wir logistisch nicht viel beitragen, wir unterstützen nur andere Tierschützer, die dort hinfahren), sondern auch nach wie vor in anderen Ländern. So ist dzt. auch der Betrieb der Dog Care Clinic in Sri Lanka in Gefahr: Medikamente, Futter für hunderte Tiere, Diesel, Benzin, Gas – all das wird täglich gebraucht, ist aber irrsinnig teuer und oftmals überhaupt nur sehr schwer zu bekommen.

Dabei hat das Team von Marina Möbius alle Hände voll zu tun. Der Andrang mit Besitzertieren ist größer geworden. Auch gibt es wieder neue Streuner, weil immer mehr Rassehunde ausgesetzt werden (siehe Berichte im aktuellen Folder, der diese Woche an unsere Mitglieder verschickt wird). Ich habe versprochen, daß ich unsere SpenderInnen um Hilfe fragen werde. Bitte lesen Sie im Folder, wie die Lage ist. Und spenden Sie bitte für ein Streunerpaket, damit sich die Situation wieder ein bißchen entspannt. Herzlichen Dank!

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. Franz-Joseph Plank, Obmann


23.03.2022

Jäger erschießt geschützten Seeadler – GPS-Chip überführt ihn

deine-tierwelt.de: Ein 81-jähriger Jäger aus Sachsen-Anhalt erschoß einen streng geschützten Seeadler, nahm ihn mit nach Hause und entsorgte ihn später. Was er nicht wußte: Der Vogel war mit einem GPS-Chip ausgestattet. So konnten Tierschützer die Tat des Mannes genau verfolgen.

Seeadler sind in Deutschland (und Österreich) geschützt und werden vielerorts von Tierschützern und Vogelexperten ganzjährig überwacht. So auch ein Exemplar aus Sachsen-Anhalt. Das Tier war mit einem GPS-Chip ausgestattet, der in regelmäßigen Abständen den Aufenthaltsort des Vogels an die Tierschützer sendet. Vor wenigen Tagen bewegte sich der Seeadler aber plötzlich merkwürdig.

Bei der Durchsicht der Daten fiel den Mitarbeitern des Vogelschutzprojekts „Life Eurokite“ auf, daß sich einer ihrer Schützlinge plötzlich in einem Wohnhaus bei Salzwedel befinden sollte. Sie überprüften die Adresse und fanden heraus, daß es sich dabei um das Haus des dortigen Jagdpächters handelte, der den Vogel offenbar abgeschossen hatte.

Mitarbeiter der Naturschutzbehörde konfrontierten den Mann mit den Vorwürfen. Und der 81-Jährige gestand, daß er den geschützten Seeadler mit seinem Jagdgewehr erlegt und mitgenommen habe, berichtet der Verein „Komitee gegen den Vogelmord“.

Jäger wollte illegalen Seeadler-Abschuß verschleiern

Bevor die Naturschützer ihn überführten, hatte der Mann aber offenbar selbst gemerkt, daß der Vogel einen GPS-Chip trug, der ihn der illegalen Tat überführen könnte. Er band den Chip deshalb offenbar an ein Stück Holz und warf es in einen kleinen Fluß. Den Kadaver entsorgte er ebenfalls. Die Naturschützer konnten den Chip mithilfe der gesendeten Daten aber ausfindig machen und auch den Kadaver fanden sie im Fluß.

Eine Untersuchung ergab nun ganz klar, daß der Seeadler mit einem Gewehr erschossen wurde. Ein Röntgenbild zeigt das Projektil in seinem Körper. Die Tierfreunde erstatteten Anzeige gegen den Jäger wegen des Verstoßes gegen das Bundesnaturschutzgesetz, das Tierschutzgesetz und das Bundesjagdgesetz. Ihm könnten fünf Jahre Haft, der Entzug des Jagdscheins und eine hohe Geldstrafe drohen. Warum er den geschützten Vogel erschoß, ist nicht klar.


23.03.2022

Proteste gegen Windräder aus Tier- und Artenschutzgründen:

Adler bremsen die Windpläne im Pongau

krone.at: Die Windrad-Pläne am Windsfeld in Flachau rufen Landesumweltanwältin Gishild Schaufler auf den Plan! Nachdem die ersten Ergebnisse der Windmessung publik wurden, zeigt sie sich wenig begeistert von den Plänen. „Wir stehen dem Projekt extrem kritisch gegenüber aus artenschutzrechtlicher Sicht“, sagt Schaufler.

Die Pläne für Salzburgs ersten Windpark stoßen bei Landesumweltanwältin Gishild Schaufler auf keine Begeisterung. Auch nach den ersten Ergebnissen der Windmessung findet sie wenig Gefallen an dem Projekt. „Wir stehen dem aus artenschutzrechtlicher Sicht extrem kritisch gegenüber“, sagt Schaufler. Denn hoch über dem Nordportal des Tauerntunnels sind etwa auch das Alpenschneehuhn, Birkhuhn und Steinadler daheim. Zudem ist dort auch ein so genanntes Ausbreitungsgebiet von Bartgeiern.

Zudem ein Manko: „Es gibt keine Zufahrt. Es müßte eine Straße gebaut werden. Das ist von Flachau aus ein Problem“, sagt Schaufler. Sie sei nicht gegen Windkraft. Im alpinen Bereich sei sie aber problematisch. „Ich habe bereits vorab davor gewarnt, in das Projekt zu investieren“, so die Anwältin. Auch ein Gespräch mit den Chefs der Windsfeld GmbH am Mittwoch hat ihre Einschätzung nicht geändert – bei dem Treffen wurden Untersuchungsergebnisse präsentiert. Die Projektwerber bereiten gerade die Umweltverträglichkeitsprüfung vor. „Die Problem, vor denen wir gewarnt haben, bestehen weiterhin“, so Schaufler.

Der Widerstand gegen weitere Windrad-Projekte aus Tier- und Artenschutzgründen steigt zusehends, v.a. auch in Deutschland, siehe u.a. auf ndr.de: Uhu-Brutplatz nicht beachtet, Windrad-Streit vor Gericht


17.03.2022

Studie: Viele Rinder leiden in deutschen Ställen

oldenburger-onlinezeitung.de: Mehr als jede neunte Kuh, die in einer Tierkörperbeseitigungsanlage entsorgt wird, hat mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit beträchtliche Schmerzen, Leiden oder Schäden erlitten. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU), über die der „Spiegel“ berichtet.

Die Untersuchung zeigt demnach, wie krank und verletzt deutsche Rinder sind, die nicht mehr geschlachtet werden können. Für die Studie wurden ein Jahr lang 750 Rinder in einer bayerischen Tierkörperbeseitigungsanlage untersucht. Bei jedem vierten Tier lag die Vermutung nahe, daß die Rinder wahrscheinlich schmerzvoll verendet oder beträchtlich verletzt waren, aber aus Kapazitätsgründen konnten nicht alle Rinder weiter untersucht werden. Zu den schlimmsten Verletzungen zählten handflächengroße Wunden, teilweise offen liegende Knochen, Geschwüre an den Klauen und entzündete Gelenke.

In Deutschland wurden allein im vergangenen Jahr rund 590.000 Kühe in Tierkörperbeseitigungsanlagen entsorgt, weil sie verenden oder infolge einer Verletzung oder Krankheit notgetötet oder eingeschläfert werden mußten. Gesetzlich ist es nicht vorgeschrieben, diese Tiere auf mögliche Tierschutzverstöße hin zu untersuchen. Vor fünf Jahren zeigte bereits eine Studie der Tierärztlichen Hochschule Hannover, daß jedes achte Schwein, das in einer Tierkörperbeseitigungsanlage entsorgt wird, wohl vor seinem Tod erheblich gelitten hat. Der Bundesrat forderte die Bundesregierung auf, ein Gesetz zu schaffen.

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Anmerkung: Wie oft muß eigentlich noch nachgewiesen werden, wie schrecklich die Tierausbeutung in der „Nutztier“-Industrie für Fleisch, Milch und Eier ist?