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z.B. 29/01/2022
26.01.2022

ANIMAL SPIRIT-Jahresrückblick 2021

Viel konnten wir letztes Jahr – trotz der immer schwieriger werdenden äußeren Umstände durch die Corona-Krise – wieder für die Tiere erreichen. Aber ohne die Hilfe vieler TierfreundInnen im In- und Ausland wäre unsere Tierschutzarbeit einfach nicht möglich. Im Jahresbericht, der heute auch mit der Post verschickt wird, können Sie nachlesen, was wir im letzten Jahr alles mit diesen Spenden erreichen konnten.

Und wir möchten Sie darüber informieren, was wir 2022 alles vorhaben: An erster Stelle steht natürlich die Versorgung der rund 600 Tiere auf unseren drei Gnadenhöfen. Die Fohlenrettungs-Aktion im Herbst möchten wir jedenfalls fortsetzen, ebenso wie Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit zum Tierschutz. Und schließlich wollen wir auch die Streunerhunde und -katzen unserer Partnerprojekte in Sri Lanka bzw. Brasilien sowie die Tiere am Wüstengnadenhof in Ägypten nicht einfach ihrem Schicksal überlassen.

Damit wir dieses umfangreiche Arbeitsprogramm auch umsetzen können, werden wir wieder Ihre Unterstützung brauchen. Deshalb bitte ich Sie ganz herzlich: Unterstützen Sie uns auch dieses Jahr wieder! Herzlichen Dank.

Nachträglich wünsche ich nochmals das Beste für 2022,

Ihr Dr. Franz-Joseph Plank, Obmann

26.01.2022

EU: Lahmer Abschlußbericht zu Tiertransporten

provieh.de: Das EU-Parlament hat am 20.1.22 den Abschlußbericht des Untersuchungsausschusses zu den Gesetzesverstößen bei Tiertransporten angenommen. In der zugehörigen Aufforderung des Parlamentes an die Kommission fehlen allerdings zentrale Aspekte zum Schutz der Tiere bei Transporten: So dürfen weiterhin Lebendtierexporte in Hochrisikostaaten stattfinden, auch eine generelle zeitliche Beschränkung von Transporten wurde nicht angenommen. Ein Mindesttransportalter von 28 Tagen für Kälber sowie eine Beschränkung von Transporten hochträchtiger Tiere auf vier Stunden sind nur winzige Schritte für den Tierschutz. 

„Der Bericht des Untersuchungsausschusses zeigt deutlich: Lebendtierexporte werden zum Teil illegal durchgeführt, tierschonend sind sie jedoch selbst bei Einhaltung aller aktuellen Gesetze nicht. Die Forderungen aus dem Ausschuß waren zwar nicht weitreichend genug, gingen grundsätzlich aber in die richtige Richtung. Was das Parlament jetzt jedoch daraus gemacht hat, ist wirklich bitter!“ so Patrick Müller PROVIEH. 

18 Monate lang hatte der „Untersuchungsausschuß im Zusammenhang mit dem Schutz von Tieren beim Transport“ des Europäischen Parlamentes getagt, dabei ExpertInnen aus Behörden, von NGOs und der Wirtschaft aus vielen Ländern gehört und Berichte ausgewertet sowie Reisen zu verschiedenen neuralgischen Punkten im Zusammenhang mit Lebendtierexporten unternommen. Der Bericht liefert zunächst eine sehr gute Analyse der bestehenden Probleme. So wird darin von „systematischen Gesetzesverstößen“ beim Transport lebender Tiere gesprochen. In dem Bericht wird weiterhin festgestellt, daß bestehende Gesetze in verschiedenen EU-Staaten sehr unterschiedlich und dabei häufig völlig unzureichend umgesetzt werden. Heute hat das Parlament über den Ausschußbericht sowie eine daraus hervorgehende Empfehlung an die Kommission abgestimmt. 

Die nun vom Parlament in Teilen angenommene Ausschußempfehlung sieht vor, die Transportzeit für Schlachttiere auf acht Stunden zu begrenzen. Diese Einschränkung ist jedoch für die meisten transportierten Tiere unwirksam, da sie als „Zuchttiere“ deklariert werden. Für diese wird es auch keine weiteren zeitlichen Beschränkungen geben, sie dürfen weiterhin bis zu 29 Stunden ohne Abladen und damit ohne echte Ruhepause transportiert werden. Der Ausschuß forderte darüber hinaus, Kälber erst ab einem Alter von 35 Tagen und hochträchtige Kühe gar nicht mehr zu transportieren. Hier hat sich das Parlament nicht zu einer Zustimmung im Sinne des Tierschutzes durchringen können, sondern die fachliche Ausarbeitung des Ausschusses abgeschwächt. So sollen hochträchtige Kühe weiterhin bis zu vier Stunden transportiert werden, Kälber bereits ab dem 28. Lebenstag. 

„Der Beschluß des EU-Parlaments ist leider sehr dürftig. Acht Stunden beim Transport müssen für alle Tiere das absolute Maximum sein, tragende oder nicht abgesetzte Tiere dürfen überhaupt nicht transportiert werden. Selbst die grausamen Lebendtierexporte in Hochrisikostaaten werden nicht gestoppt. Statt lebender Tiere sollten primär Fleisch, Sperma oder Embryonen transportiert werden. Und diese Regeln müssen endlich auch in allen Mitgliedsstaaten der EU wirksam umgesetzt werden!“ so Patrick Müller abschließend. 

26.01.2022

PETITION: Ocean Care fordert Ende der Delphin-Massaker auf den Färöer-Inseln

oceancare.org: Stoppt die Tötung von Walen und Delphinen auf den Färöer-Inseln!

Am 12. September 2021 verloren auf den Färöer-Inseln mehr als 1.428 Weißseitendelphine und Dutzende Jungtiere in einer einzigen Massentötung ihr Leben. Es war dies die größte Delphinjagd in der Geschichte des Archipels und vielleicht sogar weltweit die größte Zahl an Delphinen, die jemals in einer einzigen Jagd getötet wurden. Dies geschah in europäischen Gewässern, vor den Toren der Europäischen Union, wo diese Meeressäuger den höchsten Schutzstatus haben und vorsätzliche Tötungen verboten sind. Damit haben die Färöerer eine Grenze überschritten, die wir nicht akzeptieren können.

Gemeinsam fordern wir ein Ende der Treibjagd!

Adressat: EU-Kommission und Regierungen der EU-Mitgliedstaaten

Ich bin erschüttert über die Massentötung von Delphinen auf den Färöern am 12. September dieses Jahres und über die immer noch stattfindenden Treibjagden in europäischen Gewässern. Ich rufe die Europäische Kommission und die Regierungen der EU-Mitgliedstaaten dazu auf, in Gespräche mit der autonomen Region Färöer und mit dem EU-Mitglied Dänemark einzutreten und darauf zu drängen, daß die Treibjagden, auch bekannt als „grindadrap“, beendet werden. Diese Jagden untergraben alle Bemühungen um den Schutz von Walen und Delphinen in europäischen Gewässern und können nicht einfach im Namen der „Tradition“ gerechtfertigt werden.

OceanCare fordert

* Offizielle Verurteilung dieser Jagd und Aufnahme bilateraler und internationaler Verhandlungen mit dem Ziel, die Wal- und Delphinjagd ein für allemal zu beenden.

* Gemeinsame diplomatische Note von EU-Regierungen für ein sofortiges Ende der Treibjagden.

* Positive Anreize und nötigenfalls Druck durch Dänemark, damit die Färöer die Tötung von Walen und Delphinen einstellen, die ansonsten die Agenda 2030 und die EU-Biodiversitätsstrategie unterminieren würden.

* Initiative der EU-Staaten, die Mitglieder der Internationalen Walfangkommission sind, für ein Moratorium auf die Wal- und Delphinjagd in europäischen Gewässern bei der kommenden Vertragsstaatenkonferenz IWC68.

HIER gehts zur Petition

26.01.2022

Zwei berührend/lustige Tier-Videos zum Abschluß:

1. eine berührende, lebenslange Hunde-Wildschweinferkel-Freundschaft

2. ein Video von einem Boxerhund zum Schmunzeln

20.01.2022

Gnadenhof Engelberg: „Natürlich darf der Herbert zu uns“

Gnadenhofleiterin Marion schreibt: „Das Telefon läutet, am Apparat ist eine Dame, die um Aufnahme eines kleinen Schafbocks bittet. Herbert, so heißt er, sei eine Handaufzucht. Er wurde von seiner Mama nicht angenommen und deshalb liebevoll von der Mutter des Schafzüchters aufgezogen. Der Schafzüchter möchte gesundheitsbedingt mit der Tierhaltung aufhören und nun werden geeignete Plätze für alle Tiere gesucht. Herbert hatte das Glück, daß er wegen seines Sonderstatus – Handaufzucht und kastriert – auf einen Lebensplatz sollte. Herbert ist ein sehr zutraulicher dunkelbrauner Schafbock und er genießt sein Leben in unserer doch bereits sehr großen Schafherde (siehe Foto).

Traurig stimmt mich bei diesen Tierübernahmen immer nur, daß die restlichen Böcklein allesamt ein schreckliches Schicksal erwartet. Herbert hatte großes Glück, daß er von seiner Mama nicht angenommen wurde und so den Vorteil einer Sonderaufzucht und dadurch einen Lebensplatz erhalten hat. Aber warum wird immer noch wie wild gezüchtet? Wer ißt schon kleine Lämmchen? Und warum züchten wir für den Export? Können wir die Pflege der Almen nicht ohne Tierzucht und damit unweigerlich folgender Tierquälerei und Massentötungen bewerkstelligen? Muß denn jährlich unbedingt nachgezüchtet werden und das, obwohl wir nicht wissen, wohin mit den vielen Lämmern – außer zu den türkischen Schächtern oder auf tagelange Transporte bis nach Afrika?

Wenn sie unbedingt als „Landschaftspfleger“ benötigt werden, muß ja nicht jedes Jahr Nachwuchs produziert werden. Vielleicht wäre es zukünftig besser, unseren Bauern die Subventionen nur für die Landschaftspflege auszuzahlen, ohne die damit verbundene Tierhaltung. Wenn sie ihr unnötiges „Hobby“ Tierzucht unbedingt betreiben wollen, sollen sie es auch aus der eigenen Tasche finanzieren - keine Steuergelder für die mit Quälerei und Tötung verbundene Tierzucht. Es würde den Tieren viel Leid erspart bleiben, Ressourcen sparen und die Umwelt schonen.“

20.01.2022

Tierschutz – Überarbeitung der EU-Vorschriften: Ihre Meinung zu Tierschutz ist gefragt!

ec.europa.eu/info: Die aktuelle Tierschutzgesetzgebung wird derzeit von der Europäischen Kommission gründlich überprüft und soll bis 2023 überarbeitet werden. Um die öffentliche Meinung zu den verschiedenen Themen zu eruieren, wurde eine öffentliche Befragung gestartet.

Seit über einem Jahrzehnt hat es in der EU keine nennenswerten Fortschritte in Sachen Tierwohl gegeben, die über die Regelungen hinausgehen, die um die Jahrtausendwende beschlossen wurden. Die Tierschutzvorschriften sind inzwischen stark veraltet sowie unvollständig und werden den Bedürfnissen von Milliarden empfindungsfähiger Lebewesen, die in der EU zur Lebensmittelgewinnung gehalten, ausgebeutet und getötet werden, nicht gerecht.

Die Europäische Kommission hat sich nun kürzlich dazu verpflichtet, die existierenden Gesetze zum Tierwohl im Jahr 2022 zu prüfen und bis 2023 zu überarbeiten. Die Kommission hat nun eine öffentliche Anhörung gestartet und fragt die Bevölkerung, was sie über das Tierwohl denkt und welche Gesetze überarbeitet werden müssen. Als jemand, der sich um Tiere sorgt, haben Sie die Chance, mit Ihrer Stimme einen Beitrag zur Zukunft des Tierwohls zu leisten. Der Fragebogen der Kommission selbst ist recht komplex und kann etwas verwirrend sein.

Wenn Sie nicht sicher sind, wie Sie antworten sollen, hilft ein Leitfaden der HSI, der auch unsere Vision für die Zukunft der sogenannten “Nutztiere” in Europa darstellt. Und HIER noch ein Erklärungs-Video von AnimalEquality.

Die öffentliche Konsultation wird nur bis zum 21. Januar 2022 (also morgen!) geöffnet sein. Bitte machen Sie mit! Vielen Dank.

HIER geht es zu Befragung

20.01.2022

Perverser geht’s bald nimmer: Kühe in der Türkei tragen jetzt VR-Brillen

wildbeimwild.com: Ein türkischer Landwirt schickt seine Kühe auf die virtuelle Weide. Die danken es ihm angeblich mit mehr Milch. Tierschützer sehen die VR-Brillen dennoch kritisch.

Was einst als lustiger Werbespot in der Schweiz begann, ist nun offenbar Realität geworden: Kühe bekommen in umgeschnallten Virtual-Reality-Brillen saftige grüne Wiesen vorgespielt und sollen damit zu einer besseren Milchproduktion angeregt werden. Die Dystopie der Appenzeller Werbung aus dem Jahr 2017 wurde zwei Jahre später zunächst in Rußland in die Tat umgesetzt. Aktuell experimentiert aber offenbar auch ein türkischer Bauer damit.

Weiden, die niemals leergefressen sind, immer grün, immer saftig. Das ist eine Welt, die Izzet Kocak seinen Kühen bietet – allerdings als Simulation. Denn der türkische Landwirt trickst seine Kühe aus. Mit Virtual-Reality-Brillen gaukelt er ihnen vor, daß sie nicht in der Tierfabrik stehen, sondern unter freiem Himmel. Dazu gibt es Musik von Beethoven und Mozart auf die Ohren. Den Tieren scheint das zu gefallen – sie geben angeblich literweise mehr Milch. [...]

Keine Alternative zur echten Wiese

In Rußland hatte das Landwirtschaftsministerium VR-Brillen schon vor rund zwei Jahren an Kühen getestet. Das Ministerium berief sich damals auf Studien, die gezeigt hätten, daß Kühe, wenn sie sich wohl fühlen, die Atmosphäre ruhig und positiv ist, mehr und auch bessere Milch produzieren. Und tatsächlich berichtete das russische Ministerium, daß die emotionale Stimmung der Herde in den Test-Betrieben angestiegen sei. Auch die VR-Brillen, die Kocak nutzt, stammen aus Rußland.

Tierschützer stehen dem Konzept aber kritisch gegenüber. Die Methode dürfe nicht bedeuten, daß man Tiere in Käfige einsperre, warnte der Chef der türkischen Tierrechtsgruppe Haytap, Ahmet Kemal Senpolat. Das sei „Folter“ und eine Verletzung der Tierrechte.

20.01.2022

Petition: Tierbordelle gehören verboten!

change.org: Die größte Anzahl an Zoophilen kommt aus Deutschland, Schweden, Großbritannien und den Niederlanden in organisierten Reisegruppen nach Serbien. In Indonesien werden Orang-Utan-Mütter getötet, um ihre Kinder in Tierbordellen zu mißbrauchen. Mir fehlen die Worte, so etwas Krankes darf nicht als selbstverständlich angesehen werden! Bitte helft mir gemeinsam gegen diese Tierquälerei/sexuellen Mißbrauch zu kämpfen, schaut nicht weg, ich hoffe es existieren noch "menschliche" Menschen da draußen, die eine Stimme für die Tiere haben, um sie zu beschützen, weil sie sich selber nicht wehren können! Bitte teilt diese Petition!

Alle Tiere auf dieser Welt haben das gleiche Recht wie du und ich, hier in Frieden zu leben.

„Es ist die Anonymität der Tieropfer die uns taub macht für ihre Schreie.“ (Luise Rinser)

12.01.2022

Für Annabelle beginnt ein neues Leben!

Wie im letzten Newsletter berichtet, mußten wir ja zu Beginn des Neues Jahres am Gnadenhof Hendlberg von unserer geliebten Jersey-Kuh „Annemarie“ Abschied nehmen: sie konnte einfach nicht mehr aufstehen und auch tagelange intensive Therapieversuche haben nicht gefruchtet. Somit blieb unsere etwas kleinwüchsige Jungkuh „Annabelle“ alleine zurück und man sah und hörte ihr ihre große Trauer an. So entschlossen wir uns, sie so bald als möglich – also bereits am folgenden Tag – auf unseren anderen Gnadenhof Esternberg in OÖ zu bringen, wo wir ja eine größere Herde geretteter („ausgedienter“) Kühe versorgen.

So fuhren also unsere MitarbeiterInnen Peter und Tanja am 5. Jänner mit dem großen Pferdehänger die 3 Stunden nach OÖ. Die Fahrt hat Annabelle – dank einer großen Ladung Heu an Bord – sehr gut überstanden. In diesem Video https://youtu.be/rjumtEblCbM sieht man, daß Annabelle in Esternberg gleich gut aufgenommen wurde und sich offensichtlich in ihrer neuen Familie sehr wohl fühlt. Hier, auf unserem größten der drei Gnadenhöfe, hat sie auch am meisten Platz – mit 20 ha sind nicht nur große Weideflächen, sondern auch immer genügend Futter vorhanden…

Wir wünschen Annabelle auf ihrem neuen Lebensabschnitt viel Glück und Freude!

12.01.2022

Schweine als Ersatzteillager für Menschen - BVT kritisiert neue Dimension tierischer Ausbeutung

Bundesverband Tierschutz e.V., Berlin, 12.01.2022: Medienberichten zufolge ist es in den USA erstmalig gelungen, ein genetisch modifiziertes Schweineherz einem Menschen zu implantieren. Das Herz habe, so die Klinik in Baltimore, seit drei Tagen die Arbeit aufgenommen und sei bisher vom Immunsystem nicht abgestoßen worden. Dem Patienten gehe es gut. „Durch die Bereitstellung genetisch manipulierter Spenderorgane von Tieren ist die Tür zur gezielten Ausbeutung von Tieren noch weiter aufgestoßen worden“, sorgt sich Dr. Jörg Styrie, Geschäftsführer des Bundesverband Tierschutz e.V. (BVT).

Bisher scheiterten Experimente zur Übertragung von tierischen Organen auf den Menschen vor allem daran, daß sie vom humanen Organismus abgestoßen wurden. Der Körper wehrt sich heftig gegen derartige Implantate und verweigert die Annahme des fremden Gewebes. Mit der gentechnischen Veränderung des Schweineherzens scheint es nunmehr erstmalig gelungen zu sein, diese natürlich vorgegebene Schranke zu durchbrechen. Ob tatsächlich eine Heilung des Patienten möglich ist, wird die Zeit zeigen.

Der BVT kritisiert grundsätzlich die genetische Manipulation des Erbgutes von Tieren. „Jetzt besteht zudem die Gefahr, daß Tiere zukünftig in großem Stil zu lebenden Organbanken mißbraucht werden“, befürchtet der BVT-Geschäftsführer.

„Wir sollten akzeptieren, daß es naturgegebene, physiologische Unterschiede zwischen den Spezies gibt. Und wir sollten nicht Schöpfer spielen, indem wir diese Grenzen einzig zu unseren augenscheinlichen Vorteilen verschieben. Die bisherige Ausbeutung von Tieren ist bereits unverantwortlich. Nun auch noch Tiere als Organbanken für den Mensch zu mißbrauchen, ist ethisch verwerflich“, sagt Dr. Jörg Styrie.

Bereits in den 80er Jahren war die Xenotransplantation der Hoffnungsträger der Humanmedizin. Mehrfach wurden Herzen, Lungen und Nieren von Tieren auf den Menschen übertragen. Die Ergebnisse waren niederschmetternd; die Patienten überlebten nur wenige Tage.   

12.01.2022

Schaffen wir die Jagd auf Füchse in Wien ab!

Tierschutz Austria unterstützt Initiative des Naturfotografen Leopold Kanzler, Behandlung im Wiener Petitionsausschuß am 17. Jänner 2022

(OTS) - Die Jagd auf Füchse bringt sinnloses Tierleid. Der mehrfach ausgezeichnete Floridsdorfer Naturfotograf Leopold Kanzler möchte diesem Leid ein Ende setzen und startete eine Petition zur Abschaffung der Jagd auf Füchse in Wien. Tierschutz Austria unterstützt nun die Initiative. Am 17. Jänner 2022 wird das Thema nun im Wiener Petitionsausschuß behandelt. Der Abschuß einer Fuchsfamilie in Wien Strebersdorf im Sommer 2021 sorgte für Empörung in der Bevölkerung und auf Facebook: „Geboren am 15. März 2021 am Marchfeldkanal in Wien – Gemeinsam mit seiner Mutter gestorben am 22. Juni 2021 – grundlos abgeschossen von einem Jäger auf Wiener Stadtgebiet“, schrieb Leopold Kanzler.

Am 17. Jänner 2022 wird nun sein Anliegen zur Abschaffung der Jagd auf Füchse in Wien im Wiener Gemeinderatsausschuß für Petitionen und Bürgerinitiativen (Petitionsausschuß) behandelt (LGBl. 2/2013 idgF). Die dafür erforderlichen 500 Unterschriften konnten nicht zuletzt mit Unterstützung von Tierschutz Austria rasch gesammelt und weit überschritten werden.

Ein Relikt aus längst vergangenen Zeiten

Die Jagd auf den Fuchs ist ein Relikt aus längst vergangenen Zeiten und wird in manchen Wiener Gemeindejagdgebieten durch Hobbyjäger zur vermeintlichen ‚Optimierung der Niederwildstrecken‘ nach wie vor praktiziert. Jährlich werden in Wien zwischen 150 und 200 Füchse erlegt oder in Fallen gefangen und danach getötet! In vielen Teilen der Bundeshauptstadt ruht die Jagd jedoch; Prater, Donauinsel, Zentral­friedhof, Lobau, Lainzer Tiergarten, Augarten, Schönbrunn und alle anderen große Parks sind ein Beispiel, daß eine Bestandsregulierung der Füchse nicht erforderlich ist. Dort leben Füchse frei von jeglichem jagdlichen Nachstellen und es gibt weder eine Überpopulation noch sind Tierseuchen ausgebrochen.

Der Fuchs als Gesundheitspolizist im Ökosystem

Der Fuchs hat im Ökosystem die unentbehrliche Rolle des „Gesundheitspolizisten“, indem er schwache und kranke Tiere beseitigt und damit eine wichtige Rolle in der natürlichen Auslese spielt. Darüber hinaus ernährt er sich überwiegend von Mäusen und Ratten und verhindert dadurch eine Überpopulation dieser Nagetiere.

Tollwut seit 2008 in Österreich ausgerottet

Die Bedeutung des Fuchses als Überträger von Tierkrankheiten wird überschätzt. Die Tollwut gilt in Österreich laut WHO seit 2008 als ausgerottet.  Die Mär, daß Infektionen mit dem Fuchsbandwurm zumeist durch mit Fuchskot verunreinigte Waldbeeren geschieht, hält sich bis heute hartnäckig – obgleich dies in keinem einzigen Fall nachgewiesen werden konnte. Die Beeren sind, falls überhaupt, in einem ganz geringen Ausmaß kontaminiert, sondern vor allem der Waldboden. Doch wie wahrscheinlich ist eine Infektion überhaupt? Am Fuchsbandwurm erkranken in ganz Europa jährlich rund 200 Personen. Das Risiko, sich zu infizieren, entspricht statistisch etwa der Wahrscheinlichkeit, vom Blitz getroffen zu werden. Will man dieses Risiko weiter minimieren, bieten sich Entwurmungsmaßnahmen im Siedlungsraum an. Im Landkreis Starnberg, südwestlich von München, gelang es etwa, die Infektionsrate der Füchse von fast 40 auf rund ein Prozent zu senken, indem man mit einem Entwurmungsmedikament präparierte Köder auslegte.

Fuchsjagd in anderen Ländern verboten

In mehreren Kantonen der Schweiz sowie in ganz Luxemburg ist die Jagd auf Füchse komplett verboten. Seitdem ist weder die Fuchspopulation gewachsen, noch haben Wildtierkrankheiten zugenommen. Gleichzeitig hat sich zwischen 2014 und 2020 der Prozentsatz der mit Fuchsbandwurm befallenen Tiere halbiert. Auch das Argument, die Jagd auf Füchse helfe bedrohten Tierarten, stimmt nicht, wie Studien zeigen. Es gebe keine wissenschaftlichen Beweise dafür, so Umweltministerin Carole Dieschbourg aus Luxemburg, daß das Fuchsjagdverbot für den Rückgang gewisser Vogelarten, insbesondere bei den Wiesen- und Bodenbrütern, verantwortlich sei. Im Schweizer Kanton Genf hat die Artenvielfalt sogar zugenommen – besonders bei den Wasservögeln. Auch im Nationalpark Bayerischer Wald werden Füchse seit Jahrzehnten nicht gejagt. Die Folge: Sie haben dort weniger Nachwuchs als in angrenzenden Landkreisen.

"Die Jagd auf Füchse bringt nur sinnloses Tierleid und ist aus ethischen Gründen abzulehnen.", konstatiert Tierschutz Austria Präsidentin Madeleine Petrovic und bekräftigt ihre Solidarität mit der Petition.

12.01.2022

Petition: Katastrophe im brandenburgischen Nationalpark Unteres Odertal bei Schwedt - Bitte dringend unterschreiben!

Change.org: durch die zu tausenden eingepferchten Wildtiere bahnt sich eine unermeßliche Katastrophe an, wenn der Wasserpegel der Oder steigt. Es sieht so aus, daß es dieses Jahr Frühjahrshochwasser gibt. Die vielen Wildtiere ertrinken oder verenden dann qualvoll vor Schwäche.
Ein weiteres Problem ist, daß die toten Tiere während des Hochwassers nicht geborgen werden können, somit dürfte diese Situation zu einer nationalen potentiellen Gefahrenquelle der ASP Seuchenverbreitung zu Wasser, Luft und Land werden.

Ursache:
Durch die Errichtung der beiden ASP Zäune im Nationalpark Unteres Odertal sind die Lebensräume und Territorien der hier lebenden Tiere in erheblichem Maße zerschnitten worden. Katastrophale Auswirkungen hat dies insbesondere im Bereich der Überflutungspolder zwischen Stützkow und Friedrichsthal. In diesem Bereich sitzen die Tiere in einer Falle und können bei steigenden Wasserständen auf Grund der Zäune die Auenbereiche nicht mehr verlassen – sie müssen nach einem langen Todeskampf jämmerlich ertrinken oder rennen so lange in den Zaun, bis sie den schweren Verletzungen erliegen. Das kleinere, eisbedingte Hochwasser über den Jahreswechsel war nur der Vorbote für das, was bei den regelmäßigen, deutlich höheren Flutungen im Frühjahr im Zusammenhang mit der Schneeschmelze zu erwarten ist: Ein massenhaftes, qualvolles Sterben von Rehen, Hirschen und Wildschweinen, aber auch kleineren Tieren wie Mardern oder Waschbären.

Forderung und sinnvolle Lösung:
Deshalb fordern wir die Landrätin des Landkreises Uckermark, Frau Karina Dörk, und die für den Seuchenschutz verantwortliche Ministerin für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg, Frau Ursula Nonnemacher, auf,  die sofortige Versetzung des ersten, parallel zum Winterdeich errichteten Zauns (in der Kartenanlage die grüne Linie) zwischen Stützkow und Friedrichsthal (auf einer Länge von ca. 22 km) nach Westen auf die in der Karte eingetragene blaue Trasse zu veranlassen. Damit haben die Tiere die Möglichkeit, bei Hochwässern die Aue zu verlassen und höherliegende, sichere Bereiche aufzusuchen. Das bereits verwendete Zaunmaterial kann weiter verwendet werden und gleichzeitig gibt es weiterhin einen wirksamen Schutz gegen das Einwandern ASP infizierter Wildschweine.

04.01.2022

Das Neue Jahr beginnt mit einem traurigen Nachruf:

Am Gnadenhof Hendlberg ist „längstgediente“ Kuh, das Jersey-Rind „Annemarie“ verstorben. Annemarie war seit 2009 quasi die Seele des Hofes, der Liebling sämtlicher MitarbeiterInnen und Besucher, immer zum Kuscheln aufgelegt und hat mit ihren dunklen schönen Augen alle bezaubert.

Annemarie kam im August 2009 zu uns auf den Hof, als sie schon ein etwas größeres Kalb war und von dem Platz in Maria Enzersdorf wegmußte. Da wir damals noch kein anderes Rind am Hof hatten, wuchs sie zusammen mit den – am Hof geborenen – Zicklein Viktor und Tina auf, mit denen sie zeitlebens eine Familie bildete. Auch die damals noch lebende Eselstute Paulina – vom Viehmarkt in Maishofen gerettet - gehörte zu dieser innigen Gemeinschaft. Zuletzt war ihre stete Partnerin die etwas kleingewachsene Kuh „Annabelle“, die seit gestern, wo wir Annemarie einschläfern mußten, sehr trauert. Daher werden wir sie morgen bereits auf unseren anderen Hof nach Esternberg (OÖ) bringen, wo eine große Kuh-Familie auf sie wartet…

Obwohl Annemarie hier immer wohlbehütet war, hat sie doch einige nicht ganz ungefährliche „Abenteuer“ durchleben müssen: Einmal ist sie – beim Neubau unserer Heuhalle – von deren Rohbau-Dach gestürzt (keiner weiß, wie sie da raufgekommen ist), blieb aber zum Glück unverletzt. Einmal ist sie am Eis im Hof ausgerutscht, hat sich ihre Hinterbeine gegrätscht, aber hat auch das gut überstanden. Und einmal hat sie es geschafft, in der Nacht in die Futterkammer einzubrechen, hat sich dabei völlig überfressen, war schwer übersäuert und wir haben es nur mit täglichen Infusionen und Magenspülungen geschafft, sie wieder gesund zu bekommen. Bei sehr gutem Appetit war sie aber auch danach immer…

Annemarie war die gutmütigste und neugierigste Kuh, die man sich vorstellen kann. Wer je bei uns am Hendlberg zu Besuch war, ist an ihr nicht vorbeigekommen: Kuhdame Annemarie, stets zur Stelle, wenn sich Tierfreunde am Hof eingefunden haben. Mit ihrer sanften, gutmütigen Art hat sie die Besucherherzen gleich erobert, jede Tasche wurde auf freßbare Mitbringsel kontrolliert. Mit ihren Ziegenfreunden Viktor und Tina war sie das Begrüßungskomitee, nicht nur für Besucher, sondern auch für alle neu angekommenen Tiere. Diese wurden einer gründlichen Inspektion unterzogen und herzlich von Annemarie aufgenommen. Zwar war sie manchmal etwas stur, aber nie bösartig, geschweige denn daß sie je gestoßen oder ausgeschlagen hätte.

Die schönsten Augen vom Hendlberg haben sich für immer geschlossen – Farewell, Annemarie!

Dr. Franz-Joseph Plank, Obmann ANIMAL SPIRIT

04.01.2022

Jagd-Perversionen: Eine sich wiederholende Geschichte, die nicht nur vielen Tierfreunden, sondern auch bereits mehrmals Tierschutz-Hunden unserer Gnadenhöfe widerfahren ist:

"Falco" erschossen – Jäger stellte sich

oe24.at: Der Krimi um den vermißten Winzer-Hund „Falco“ ist gelöst – ein Jäger gestand, ihn abgeschossen zu haben.

Nachdem der Appenzeller Sennenhund „Falco“ des bekannten Weingutes Baumgartner in Untermarkersdorf (NÖ) eines Nachts auf seinem Routineweg zwischen Betriebsstandort und Wohnhaus für immer verschwand, entdeckten seine Besitzer beim Sportplatz einen großen Blutfleck – und Schleifspuren in ein angrenzendes Feld. Von einem Kadaver fehlte aber jede Spur.

Die Winzerfamilie ahnte sofort, daß der Rüde abgeknallt worden war, zumal am nächsten Tag ein Jäger vorbeikam und ungefragt behauptete: „Ich war das nicht!“ Als daraufhin die Rederei im Ort losging, ließ er eine neue Version die Runde machen, nämlich daß an besagter Stelle Wildbret vom Auto getropft wäre. Eine DNA-Untersuchung des Blutes an der Veterinäruni in Wien ergab aber, daß es von einem Hund stammt.

"Will nicht in Haft, zahle 200 Euro für neuen Hund"

Um zu beweisen, daß es ihr „Falco“ war, der hier getötet wurde, läuft derzeit noch eine DNA-Untersuchung anhand von Haaren aus der Hundebürste des vermißten Sennenhundes. Als der verdächtige Waidmann das in der Zeitung las und dabei auch erfuhr, daß die Polizei weiter akribisch ermittelt und daß ein mutwilliger Abschuß sogar mit Haft bedroht ist (§ 222 StGB, Tierquälerei), tauchte er begleitet vom Bezirksjagdleiter erneut beim Winzerhof auf:

Diesmal rückte er mit der Wahrheit heraus. Und gestand, ohne ein Motiv zu nennen, den 7-jährigen ­Rüden und Liebling der Familie Baumgartner abgeschossen zu haben. Worte der Entschuldigung kamen ihm dabei nicht über die Lippen, nur das Angebot, „200 Euro für einen neuen Hund“ zu zahlen, weil er „nicht ins Gefängnis“ wolle. Eine Strafanzeige, und die läuft schon mal, schafft man so aber nicht aus der Welt…

04.01.2022

Europäische Parlament stimmt über Tiertransporte ab – Offener Brief

www.tierschutznetzwerk-kraefte-buendeln.de: In wenigen Tagen steht die wichtige Abstimmung zum Abschlußbericht und zu den Empfehlungen des Untersuchungsausschusses im Zusammenhang mit dem Schutz von Tieren beim Transport (ANIT) im Plenum des Europäischen Parlaments bevor. Das Ergebnis der Abstimmung wird zukunftsweisend sein und von hoher Bedeutung für Europa, vor allem auch in ethischer Hinsicht.

Die aus dem Abschlußbericht resultierenden Empfehlungen sind aus unserer Sicht unzureichend und nicht akzeptabel. Mit beigefügtem Offenen Brief (s. unten) haben wir die Mitglieder des Europäischen Parlaments aufgefordert, sich nicht mit den ANIT-Empfehlungen zu begnügen, sondern Lebendtiertransporten in Hochrisiko-Staaten ihre Zustimmung zu verweigern.

Offener Brief, Januar 2022: Verbot von Lebendtiertransporten in Hochrisiko-Staaten

Sehr geehrte Mitglieder des Europäischen Parlaments,
wir, die Unterzeichner aus dem Tierschutznetzwerk Kräfte bündeln, möchten nachdrücklich Stellung nehmen zu den Empfehlungen des Untersuchungsausschusses im Zusammenhang mit dem Schutz von Tieren beim Transport (ANIT) an das EU-Parlament…. Es ist für uns und viele BürgerInnen nicht nachvollziehbar und in hohem Maße irritierend, daß sich sowohl der Bericht des Untersuchungsausschusses als auch die Vorschläge für die Empfehlungen des EU-Parlaments grundsätzlich für eine Fortführung von Langstrecken-Tiertransporten in Drittstaaten außerhalb der EU aussprechen. Seit vielen Jahren bescheinigen zahlreiche Dokumentationen unvorstellbares Leiden der Tiere durch grauenhafte Zustände auf den Routen sowie durch brutalen Umgang mit den Tieren auf den tage-, oft wochen- und nicht selten 7.000 Kilometer langen Transporten auf dem Land- und dem Wasserweg. Obwohl ausgewiesene Experten sachlich und fachlich kompetent vor dem ANIT-Ausschuß darüber berichtet haben, spiegelt sich die Entsetzlichkeit dieser Transporte in dem Bericht und den Vorschlägen für die Empfehlungen nur ungenügend wider.
[…]
Es wird stets betont, daß die EU eine Wertegemeinschaft sei. Dies bedeutet auch, die Schwächsten zu schützen und nicht für Partikularinteressen auszubeuten, um damit den höchstmöglichen Profit zu erzielen. Angesichts dessen, was Tiere auf diesen Transporten erleiden und was sie in Ländern wie Ägypten, Algerien, Armenien, Aserbaidschan, Irak, Iran, Jemen, Jordanien, Kasachstan, Kirgistan, Libanon, Libyen, Marokko, Mongolei, Rußland, Syrien, Tadschikistan, Türkei, Tunesien, Turkmenistan und Usbekistan erwartet, ist der Begriff „Wertegemeinschaft“ nur eine leere Floskel.

Um diesem Begriff gerecht zu werden, müssen wir dem Tier als Mitgeschöpf eine Würde zubilligen und ihm mit Respekt begegnen. Tiere dürfen nicht länger als beliebige Ware betrachtet und behandelt, oft sogar mißhandelt werden. Der Deutsche Ethikrat formuliert in seiner Stellungnahme: „Die beschriebene tierethische Kritik entspricht der Beobachtung, daß, unbeschadet der rechtlichen Zulässigkeit, die heute praktizierte industrielle Zucht, Haltung, Schlachtung und Verwertung von Nutztieren mit dem überwiegenden gesellschaftlichen Moral- und Gerechtigkeitsempfinden nicht übereinstimmt.“

Hinsichtlich einer weiteren Abstimmung im EU-Parlament im Januar appellieren wir mit größtem Nachdruck an die Verantwortung eines jeden Abgeordneten im EU-Parlament, sich ernsthaft für einen anderen Umgang mit Tieren einzusetzen. Die Fakten liegen allesamt auf dem Tisch, der ANIT-Ausschuß hat sich 18 Monate lang von kompetenten und hoch qualifizierten Fachleuten berichten lassen – es gibt keinen Erkenntnismangel, und es besteht somit kein vernünftiger Grund, Lebendtiertransporte in Drittländer weiter aufrecht zu erhalten. Die einzig logische und ethisch vertretbare Schlußfolgerung ist ein generelles Verbot, sowohl hinsichtlich Schlachttieren als auch durch Umwidmung als Zuchttiere deklarierten Tieren. Es ist ein Leichtes, diese durch Fleischtransporte bzw. durch den Einsatz von Tiefgefriersperma zu ersetzen.

Lesen Sie den ganzen Offenen Brief HIER

04.01.2022

Silvester-Knallerei und Alternativen:

Auch wenn heuer zu Silvester wieder Abertausende Heim- und Wildtiere durch die sinnlose, teure und umweltverpestende Knallerei in Todesangst versetzt und sicher auch viele dabei umgekommen sind, so gibt es doch Hoffnung, daß diese zunehmend von gewissen Städten und Gemeinde verboten wird (auch wenn es an der notwendigen Kontrolle noch mangelt). Noch wichtiger wäre ein allgemeines Verkaufsverbot dieser gefährlichen Feuerwerkskörper!

Hier ein wunderschönes Video, wie eine alternatives „Feuerwerk der Natur“ aussehen könnte!

Wir wünschen damit nochmals Alles Gute und Schöne für 2022!

23.12.2021

Liebe FreundInnen und UnterstützerInnen von ANIMAL SPIRIT,

ein zweites Mal geht ein ziemlich schwieriges und herausforderndes Jahr für uns alle zu Ende und Weihnachten – das „Fest der Liebe und des Friedens“ - steht wieder vor der Tür. Unseren rund 600 Gnadenhoftieren auf den 3 Höfen Hendlberg, Esternberg und Engelberg geht es jedenfalls gut, sie dürfen tatsächlich in Frieden bis zu ihrem natürlichen Lebensende bei uns leben. Erst heute kamen die letzten Schafe von unserer Sommerweide in Laaben zurück auf den Hendlberg, wo sie jetzt wieder alle zusammen die nächsten Monate im verschneiten Winterquartier verbringen dürfen (siehe Foto).

Leider bedeutet dieses Fest für die anderen sog. „Nutz“-Tiere, die nicht das Glück haben, auf einem Gnadenhof zu leben, in den meisten Fällen wenig Frieden, sondern zusätzliches Leid - nach langer Zeit in finsterer Intensivtierhaltung geht es ab in den Transporter und dann in einen Horror-Schlachthof -, um als „Festtagsbraten“ für eine übersättigte Menschheit herhalten zu müssen. Corona hat die Situation eher noch verschlimmert, auch für die Haustiere, die in den Lockdowns als „Kuschel- und Sozialersatz“ herhalten mußten, um danach oft achtlos entsorgt zu werden.

Immerhin zwei positive Tierschutz-Nachrichten gibt es am Ende des 2. Corona-Jahres zu vermelden: Wie der KURIER berichtet, wird unser Nachbarland Italien ab kommendem Jahr die grausame Pelztierzucht verbieten und bis zum 30. Juni 2022 sollen die letzten fünf Nerzfarmen im Land geschlossen werden (in Österreich geschah das bereits im Jahr 1998, maßgeblich auch durch meine damalige Initiative)! Und es gibt mehrere Initiativen zum Verbot von den für alle Tiere schrecklichen Feuerwerken zu Silvester, so z.B. in Salzburg oder Villach und die Supermarktkette SPAR verkauft seit heuer gar keine Feuerwerkskörper mehr, siehe oesterreich.orf.at!

Und sehr positiv ist natürlich auch die Unterstützung durch viele unserer treuen SpenderInnen, die unsere Arbeit an den drei Gnadenhöfen mit den 600 geretteten Tieren, aber auch unsere sonstigen Tierschutz-Projekte im In- und Ausland (v.a. die Fohlenfreikäufe, Gabys Gnadenhof, Eselhilfe in Hurghada oder Streunerhunde in Sri Lanka, etc.) erst ermöglicht hat! Näheres dazu erfahren Sie in unserem Jahresrückblick Ende Januar. Vielen herzlichen Dank für Ihre Unterstützung – Sie lassen uns trotz aller Widrigkeiten optimistisch und hoffnungsvoll in die Zukunft blicken!

Ihnen allen wünschen wir vom mittlerweile 30-köpfigen ANIMAL SPIRIT-Team ein besinnliches und friedliches Weihnachtsfest im Kreise Ihrer Lieben, sowie ein hoffentlich besseres, bewußteres und lichtvolles Neues Jahr!

Dr. Franz-Joseph Plank, Obmann ANIMAL SPIRIT

 

16.12.2021

Zu Weihnachten noch 2 gerettete Esel

Anita vom Gnadenhof Esternberg schreibt: „Gerade noch rechtzeitig vor dem Heiligen Abend konnten die Eselmama Ruby und ihr Eselmädchen Maya die Reise auf einen wunderbaren Lebensplatz in Bayern antreten. Die beiden Eselchen wurden von der unermüdlichen Gaby Teichmann aus Maishofen vor dem grausamen Schicksal bewahrt, in Italien im Schlachthof zu landen (in Italien gilt Pferde- und Eselfleisch leider immer noch als Delikatesse).

Wir von ANIMAL SPIRIT-Esternberg haben uns natürlich gerne bereit erklärt, den Transport der beiden Esel ins benachbarte Bayern zu übernehmen. Letzte Woche transportierten wir also Ruby und Maya auf ihren Platz bei einer Tierliebhaberin in Bayern, die selbst einen kleinen Gnadenhof mit Pferden, Eseln, Hunden und vielen Katzen betreibt und den Mitgeschöpfen ein artgerechtes Leben ermöglicht. Neugierig und aufgeregt begrüßten die Neuankömmlinge die beiden anderen Esel, Franz und Saphira, die schon auf dem Hof wohnen. Ruby und ihre Tochter haben sofort gespürt, daß sie hier willkommen sind und danken es mit Zuneigung und Vertrauen.

Gleichzeitig möchten wir aber für den privaten Gnadenhof von Gaby Teichmann in Maishofen nochmals um Unterstützung bitten, weil sie ganz dringend Heu für ihre vielen Pferde, Esel, Ziegen und Schafe zukaufen muß, um über die harten Wintermonate zu kommen. Hier nochmals ihre Kontonummer, IBAN: AT51 2040 4006 0056 4260. Vielen Dank!

16.12.2021

Tönnies-Skandal auch auf Gerichtsebene

wildbeimwild.com: Verdeckte Recherchen zeigen Mietwucher, Einschüchterung und Ausbeutung im System von Fleisch-Milliardär Clemens Tönnies. Deutschlands größte Schlachtfabrik steht wie kaum ein anderer Betrieb für miserable Lohn- und Lebensbedingungen.

Am 14.12.2021 wurde die SAT1-Sendung „Inside Tönnies“ ausgestrahlt (hier der link zur Sendung, leider nur nach Anmeldung möglich https://www.sat1.at/tv/sat-1-investigativ/video/11-inside-toennies-ganze...). Dort wurden noch immer anhaltende, schockierende Mißstände im Schlachtbetrieb Tönnies gezeigt. Der Großbetrieb ist seit jeher darauf bedacht, nichts nach außen dringen zu lassen: Vor mittlerweile siebeneinhalb Jahren reichte PETA-Senior Dr. Edmund Haferbeck ein Auskunftsersuchen beim Landkreis Gütersloh ein. Dr. Haferbeck forderte damals Dokumente über die Verwurfsstatistik, mögliche anhängige gerichtliche oder ordnungsrechtliche Verfahren, Fehlbetäubungen sowie etwaige Gesetzesverstöße an. Der Landkreis erklärte sich dazu bereit, die Informationen nach dem Landespresse- und Verbraucherschutzgesetz herauszugeben, wurde aber im letzten Moment von Tönnies gestoppt. 

Die dagegen eingereichte Klage vor dem Verwaltungsgericht Minden hatte Erfolg: Mit Urteil vom 28.7.2016 – das Urteil kann von Herrn Dr. Haferbeck angefordert werden – verpflichtete das Gericht den vom Streithelfer Tönnies flankierten Kreis Gütersloh, die Informationen herauszugeben. Die dann eingelegten Rechtsmittel verzögern das Verfahren seit nunmehr 5 Jahren. 

Die Firma Tönnies, so läßt sich aus deren juristischem Versteckspiel schließen, hat offensichtlich Vieles zu verbergen, das über das dort ohnehin angewandte grausame Betäuben von Schweinen mit CO2 hinausgeht.

„Mit immer neuen Tricks und Halbwahrheiten in seinen juristischen Einlassungen an das nordrhein-westfälische Oberverwaltungsgericht schafft es der Tönnies-Clan, eine Umsetzung des Urteils vom Verwaltungsgericht Minden wieder und wieder zu verhindern“, so Dr. Edmund Haferbeck, Senior-Mitarbeiter im Bereich Special Projects bei PETA. „Die gerichtliche ‚Abwehrschlacht‘ wird eher durch Tönnies als Streithelfer als durch den eigentlich verklagten Kreis Gütersloh geführt. Die ist nur ein weiterer der vielen Skandale rund um den Massenschlachtbetrieb. Tierquälerei und sklavenähnliche Arbeitsbedingungen sind dort wie in der Fleischwirtschaft insgesamt Teil des Systems.

16.12.2021

Studie: Europäische Fleisch- und Milchkonzerne stoßen immer mehr Treibhausgase aus

de.finance.yahoo.com: Die 35 größten Fleisch- und Milchkonzerne in Europa stoßen laut einer Studie immer mehr Treibhausgase aus. Im Jahr 2018 machten sie fast sieben Prozent der gesamten Emissionen der EU aus, wie es in einer am Montag veröffentlichten Studie des Instituts für Landwirtschafts- und Handelspolitik (IATP) heißt. Es wirft den Konzernen vor, den Beitrag der Branche zum Klimawandel zu "verschleiern" statt Emissionen zu reduzieren.

Für die Studie nahm das IATP die 20 größten Fleisch- und Milchkonzerne genauer unter die Lupe. Aus Deutschland gehören Tönnies, Deutsches Milchkontor DMK, Westfleisch und die Müller Gruppe dazu. Insgesamt verursachten die 20 größten Konzerne in Europa im Jahr 2020 knapp 244 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente - dies entsprach mehr als einem Viertel der Treibhausgasemissionen Deutschlands.

Emissionstreibend wirkt laut Studie vor allem die weltweit steigende Nachfrage nach Fleisch- und Milchprodukten: Die Exporte stiegen laut der Studie zwischen 2005 und 2018 teils deutlich an. Bei Geflügelfleisch betrug der Zuwachs 93 Prozent, bei Schweinefleisch 58 Prozent und bei Milchprodukten 45 Prozent. Die rückläufige Binnennachfrage in der EU wirke sich daher nur begrenzt auf die Senkung der Emissionen aus.

Nur zehn der 20 Unternehmen hätten Klimaziele verkündet, einige wenige hätten Klimaneutralitätspläne vorgelegt - aus Deutschland ist laut der Studie keines darunter. Lediglich vier der untersuchten Konzerne haben demnach die Emissionen entlang der gesamten Lieferkette im Blick. Zu einer Reduktion der Viehbestände erklärte sich keines der untersuchten Unternehmen bereit - dort entstehen laut IATP jedoch 90 Prozent der Emissionen.

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