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z.B. 13/06/2021
05.05.2021

Schweine auf "qualitätsgesichertem" Betrieb mit Hammer erschlagen

animalequality.de: Animal Equality UK hat entsetzliches Filmmaterial über Tierleid veröffentlicht, das auf einem “P&G Sleigh”-Schweinebetrieb in Aberdeenshire, Schottland, gefilmt wurde. Die ErmittlerInnen filmten sehr beunruhigende Szenen sowie eine Reihe von schwerwiegenden Rechtsverstößen auf dem Betrieb, der sich im Besitz des hochrangigen Vorstandsmitglieds von "Quality Meat Scotland", Philip Sleigh, befindet. Die in diesem Betrieb geborenen Schweine sind für die Schlachtung in einem nahe gelegenen Schlachthof bestimmt, der vom Fleischriesen “Pilgrim's Pride” beauftragt wurde und wiederum Lidl, Tesco, Marks & Spencer und viele andere große Restaurants und Einzelhändler beliefert.

Die Aufnahmen der Undercover-Recherche zeigen (siehe das VideoSzenen, die ebensogut in einem österr. oder deutschen Schweinezuchtbetrieb hätten gedreht werden können):

● weibliche Zuchtschweine, die wiederholt künstlich besamt werden und gezwungen sind, ihre Ferkel in so kleinen Käfigen zu gebären und zu säugen, daß sie sich nicht einmal umdrehen können
● Ferkel, denen routinemäßig die Schwänze mit einer heißen Klinge und die Zähne mit einer Zange abgeschnitten werden, ohne jegliche Betäubung oder Schmerzlinderung
● Ferkel, die direkt auf dem Gelände getötet werden, weil sie als zu klein oder zu schwach eingestuft werden
● Tiere, auf die mit einem Hammer eingeschlagen wird
● Schweine, die gegen den harten, betonierten Boden geschlagen werden
● Mutterschweine, die an Verletzungen der Schamlippen und schweren Prolapsen leiden, bei denen die Gebärmutter oder innere Organe aus dem Körper herausragen
● ein Schwein mit einem extrem schweren Gebärmuttervorfall, das gezwungen wird, über eineinhalb Minuten zu stehen und zu laufen, bevor es getötet wurde
● Schweine, die unter erbärmlichen, dunklen Bedingungen gehalten werden
● Schweine, die in mit Wasser und Fäkalien überfluteten Buchten leben, ohne Zugang zu trockener Einstreu

Die Gleichgültigkeit, mit der die ArbeiterInnen agierten, ist schockierend. Ein Mitarbeiter behauptete, daß die Verwendung eines Hammers zum Töten eines Schweins "so gut wie jede Kugel" sei. Die ErmittlerInnen filmten Schweine, die auch nach mehreren Schlägen auf den Kopf noch Anzeichen von Bewußtsein zeigten, wie Keuchen und Zappeln. Ein Ferkel zeigte über vier Minuten lang weitere Lebenszeichen, nachdem der erste Hammerschlag es getroffen hatte. Die ArbeiterInnen bezeichneten einen Raum, in dem kranke und untergewichtige Schweine untergebracht waren, als "schwarzes Loch".

Nach zwei Monaten in diesem Betrieb werden die Jungschweine in einen Mastbereich gebracht, wo sie weitere drei Monate bleiben. Die Schweine werden dann zum Schlachthof "Quality Pork Limited" geschickt – dem größten Schlachthof für Schweinefleisch in Schottland –, wo sie mit Kohlendioxid vergast und anschließend geschlachtet und zerlegt werden, um schließlich unter dem Label "speziell ausgewähltes Schweinefleisch" verkauft zu werden. Der Schlachthof arbeitet im Auftrag von “Pilgrim's Pride”, der rund ein Viertel des britischen Schweinefleischs liefert und mehrheitlich vom berüchtigten Agrarriesen JBS kontrolliert wird – dem größten Fleischkonzern der Welt.

Animal Equality hat Beschwerdebriefe an die zuständigen Behörden geschickt mit der Forderung, sofort mit der vollen Härte des Gesetzes gegen diese Einrichtung vorzugehen.


05.05.2021

Biomasse der Wildtiere

wildbeimwild.com: Als Biomasse wird die Stoffmasse von Lebewesen oder deren Körperteile bezeichnet.

Die Biomasse aller Nutztiere (wie Rinder, Pferde, Schweine, Hühner etc.) wird mit einem Wert von 65 % berechnet. Dazu kommt noch die Menschheit mit 32 %. Dem gegenüber steht die Biomasse aller Wildtiere (vom Elefanten bis zur Haselmaus) mit nur 3 %. Das bedeutet, der Mensch und seine meist unter tierquälerischen Umständen gezüchteten Nutztiere stehen gegenüber allen auf den Kontinenten befindlichen Wildtieren im Verhältnis 97 % zu 3 %! Eine Unverhältnismäßigkeit sondergleichen, die uns zu denken geben sollte.

Die Ernährung einer wachsenden Weltbevölkerung und der gleichzeitige Erhalt, also ohne neue Rodungen der Wälder, sind möglich – wenn die Menschen weniger Fleisch konsumieren würden. Je mehr Fleisch der Mensch ißt, desto schwieriger der Erhalt von Waldflächen und Habitate der Wildtiere. Wenn man sich jedoch den Luxus gönnt, die Tiere von Ackerbauprodukten zu ernähren, die der Mensch selbst auch essen könnte, geht der Vorteil der Viehwirtschaft verloren und die Zerstörung der Erde unweigerlich voran. Was die Anbauintensität angeht, berechneten Forscher in einer Studie, daß bei einer vorwiegend vegetarischen oder veganen Lebensweise eine Versorgung der wachsenden Weltbevölkerung auch mit extensiveren Formen der Landwirtschaft, wie etwa dem Biolandbau, möglich sei, ohne die Waldflächen anzutasten.

Viehzüchter produzieren massig Tierbestände. Gleichzeitig sinkt die Zahl der wilden Säugetiere. Das Ergebnis: Über 90 % aller Säugetiere leben, um geschlachtet zu werden! Über 80 Prozent aller Lebewesen auf der Erde sind Pflanzen, gefolgt von Bakterien mit 12 Prozent und Pilzen mit 2 Prozent. Tiere und Menschen machen etwa 0,5 Prozent aus, wobei etwa 50 % Gliederfüßer sind – also Insekten, Spinnentiere oder Tausendfüßler.

Die europäische Landwirtschaft ist zudem extrem übersubventioniert und hat gefährliche industrielle Ausmaße angenommen. Diese Form von Landwirtschaft ist der Artenfeind Nr. 1, nach der Sekte «Die Hobby-Jäger».

Es wird bei weitem mehr produziert, als von den Konsumenten abgenommen werden kann. Jeder Dritte Laib Brot landet im Müll. Auf ähnliche Weise geht ein Drittel der weltweit produzierten Nahrungsmittel verloren. … Auf dem Acker beginnt bereits die Verschwendung. Kartoffeln, Möhren oder Kohl bleiben zentnerweise auf den Äckern liegen. Genommen wird nur, was den Standards der Handelsklassen entspricht. Bis zu 50 % werden da im schlimmsten Fall aussortiert.


05.05.2021

10 Gründe, warum Sie (auch) keine Lachse essen sollten

Peta.de: Unsere schuppigen Freunde mit Flossen sehen vielleicht nicht aus wie wir, sind uns aber ähnlicher, als wir vielleicht denken. Viele Fische verfügen über ein Langzeitgedächtnis, führen ein komplexes Sozialleben und haben kognitive Fähigkeiten. Manche Arten verwenden Werkzeuge, viele kommunizieren über verschiedenste Laute, andere bleiben bei ihren Freunden oder Partnern, wenn diese in Gefahr sind. Lachse erinnern sich an die chemische Zusammensetzung des Wassers, wenn sie auf ihrer Wanderroute flußabwärts ins Meer schwimmen. Jahre später finden sie den Weg zurück zu ihrer Geburtsstätte, indem sie dem Geruch folgen. Diese erstaunlichen Tiere haben es nicht verdient, daß wir sie quälen und töten, sondern sind unsere Bewunderung, Sympathie und Rücksichtnahme wert.

Hier finden Sie die 10 wichtigsten Gründe gegen den Konsum von Lachsen:

1. Kluge Tiere

Die Wissenschaftlerin Dr. Theresa Burt de Perera von der Oxford University fand bereits vor vielen Jahren heraus, daß manche Fische schneller lernen als Hunde. Andere geben ihr Wissen an ihren Nachwuchs weiter, verfügen über ein Langzeitgedächtnis und können verschiedene menschliche Gesichter erkennen. Sie sammeln Informationen, indem sie Artgenossen belauschen. Einige Arten nutzen sogar Werkzeuge – eine Fähigkeit, die noch vor einigen Jahren als dem Menschen vorbehalten galt. Und genau wie die Hunde und Katzen, mit denen wir unser Zuhause teilen, haben auch Fische Freude daran, zu spielen, Neues zu entdecken und Zeit mit Freunden zu verbringen.

2. Chemikalien und Plastik im Fischfleisch

Das Fleisch von Fischen weist teils hohe Belastungen mit Chemikalien auf, darunter Arsen, Quecksilber, polychlorierte Biphenyle (PCB), DDT, Dioxine und Blei. Mikroplastikpartikel reichern sich über die Nahrungskette in Fischfleisch an. Antioxidantien hingegen, die für den Schutz unserer Zellen wichtig sind, findet sich in Fischfleisch deutlich weniger als in Obst und Gemüse.

3. Tierqualfarmen

Ein Großteil des konsumierten Lachsfleisches wird in sogenannten Aquakulturfarmen produziert. In dieser Haltungsform in Küstengewässern werden Hunderttausende Fische in Netzkäfigen gehalten – eine Qual für die eingesperrten Tiere. Zudem dezimiert die Aquakultur auch freilebende Lachspopulationen, denn Rückstände von Chemikalien, Nahrung und Medikamenten aus diesen Farmen fließen ins offene Meer. Daneben gelangen auch Parasiten aus den Farmen in den Ozean. Und die Aquakultur hat weitere verheerende Auswirkungen: Lachse in Aquakulturfarmen werden mit Mehl und Öl ernährt, die aus dem Fleisch von „Wildfischen“ hergestellt werden. Damit verstärkt die Aquakultur das Problem der Überfischung.

4. Gefahr durch Lachsläuse

Aufgrund der Enge auf Lachsfarmen breiten sich nicht nur Krankheiten, sondern auch Parasiten sehr schnell aus, darunter Krebstiere, die als „Seeläuse“ bezeichnet werden. Diese Parasiten beißen Fleischstücke aus dem Fischkörper heraus, was für die befallenen Lachse teils tödliche Folgen hat. Die drangvolle Enge ihrer Gefangenschaft, artwidrige Lebensumstände und der Befall mit Parasiten führt bei Lachsen in der Aquakultur häufig zu Verhaltensstörungen und gegenseitigen Verletzungen.

5. Lachse im Akkord betäubt und getötet

Wenn die Lachse ein Gewicht von 4-5 Kilogramm erreicht haben, werden sie mit Schiffen von den Netzkäfigen zu Schlachthallen transportiert, wo sie maschinell oder von Hand im Akkord betäubt und getötet werden. Ihr kurzes miserables Leben nimmt in dieser sterilen Umgebung ein trauriges Ende.

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28.04.2021

Ohne Tierversuche kein (Corona)-Impfstoff?

www.hallo-augsburg.de: Am vergangenen Samstag, den 24. April, war Tag des Versuchstiers. Zeit, darüber nachzudenken, warum Tierversuche gemacht werden und ob wir darauf verzichten könnten.

2019 wurden laut Tierschutzbund 2.902.348 Tiere für wissenschaftliche Zwecke eingesetzt. Hauptsächlich Mäuse, Fische und Ratten, aber auch Kaninchen, Hunde, Affen und Katzen. Es ist ein trauriges Thema und dennoch eines, womit man sich beschäftigen sollte. Weil Tierversuche im Verborgenen passieren und wir als VerbraucherInnen, PatientInnen und KonsumentInnen nichts von alledem mitbekommen, vergessen wir oft, daß sie eigentlich existieren.

Das Thema Tierversuche kam allerdings in letzter Zeit häufiger zur Sprache, und zwar in Zusammenhang mit dem Corona-Impfstoff. Der Verein „Ärzte gegen Tierversuche e.V.“ veröffentlichte hierzu einen umfassenden Artikel auf ihrer Webseite und veranstaltete eine Videokonferenz mit ExpertInnen aus der Medizin und Biologie, um Fragen zu Tierversuchen für Corona-Impfstoffe zu beantworten. Seit vielen Jahren plädiert der Verein für eine tierversuchsfreie Medizin und Forschung. Ihrer Meinung nach ist die Durchführung von Tierversuchen überflüssig und überholt.

Tierversuche sind Pflicht

In Deutschland (und Österreich) gibt es eine ganze Reihe von Gesetzen, die Tierversuche vorsieht, darunter das Arzneimittelgesetz, das Chemikaliengesetz oder das Pflanzenschutzgesetz. Auch die Verordnung über Medizinprodukte fordert, daß Medizin – bevor sie an Menschen getestet wird – Tierversuche durchlaufen muß.

Sind Tierversuche eine veraltete Praxis?

Der Verein „Ärzte gegen Tierversuche“ argumentiert, das Testen an Tieren sei nicht notwendig, wenn vermehrt in-vitro-Verfahren eingesetzt und an Zell- und Gewebekulturen geforscht werden würde. Daß Tierversuche immer noch so gängig wären, sei unter anderem dem steigenden Zeitdruck bei der Medizinproduktion geschuldet.

Tierversuche bei der Herstellung der Corona-Impfstoffe

Wie vorgeschrieben, wurden auch bei der Herstellung der Corona-Impfstoffe, Tierversuche durchgeführt. Allerdings vergleichsweise wenige, so der Verein „Ärzte gegen Tierversuche". Das sei dem Umstand geschuldet, daß sie in möglichst kurzer Zeit auf dem Markt sollten. Es seien viele der sonst üblichen Tierversuche im Falle der Corona-Impfstoffe übersprungen worden, berichtet Dr. Dilyana Filipova auf der Webseite von „Ärzte gegen Tierversuche“. Trotzdem sei etwa der Impfstoff von Biontech an Ratten, Mäusen und in einer späteren Phase an Rhesusaffen getestet worden. Teilweise liefen sie parallel zu den ersten Tests an Menschen. Für die Gegner der Tierversuche habe dies unterstrichen, wie unnötig Tierversuche seien.

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28.04.2021

Keine Jagd ohne vernünftigen Grund

wildbeimwild.com: In Deutschland ist der Tierschutz als Staatsziel im Grundgesetz verankert. Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen.

Die Jagd an sich stellt keinen vernünftigen Grund zum Töten von Tieren im Sinne des Tierschutzgesetzes dar! Vielmehr bedarf es für die Bejagung eines jeden Tieres eines vernünftigen Grundes.

Und obwohl es keinen vernünftigen Grund gibt Füchse zu töten, seltene Vogelarten zu jagen oder gar Haustiere zu erschießen, geschieht dies Tag für Tag. Jedes Jahr werden rund 400.000 Füchse, 2 Millionen Vögel und etwa 200.000 bis 300.000 Hauskatzen von Hobby-Jägern erschossen und anschließend als Abfall weggeworfen. Schätzungsweise einige Hundert Hunde werden pro Jahr im Rahmen des Jagdschutzes getötet.

Für die Besitzer ist das ein Trauma, insbesondere Kinder leiden massiv unter dem Verlust ihres „besten Freundes“. Trotzdem ist der Abschuß von Haustieren in den meisten Bundesländern erlaubt.

Es diene dem „Schutz des Wildes“ ebenso wie z.B. auch vor Wilderei, führt die einschlägige Regelung im Bundesjagdgesetz zum so genannten Jagdschutz aus.

Doch stimmt das auch? Geht von Haustieren tatsächlich eine Gefahr für das Wild aus? Dieser Frage ist die Rechtsanwältin Christina Patt von der Deutschen juristischen Gesellschaft für Tierschutzrecht e.V. – kurz DJGT – nachgegangen. Sie kommt gemeinsam mit ihrer Co-Autorin Rechtsanwältin Ellen Apitz in ihrer umfassenden Untersuchung zum Ergebnis, daß der Abschuß von Haustieren unverhältnismäßig und rechtswidrig ist….

Ein weiterer Kritikpunkt in der Stellungnahme ist, daß nirgends genau definiert ist, wann ein Hund oder eine Katze als „wildernd“ zu bezeichnen ist. Davon wird oftmals schon pauschal ausgegangen, sobald sich eine Katze 300 m vom nächsten bewohnten Gebäude bewegt. Die niedersächsische Landwirtschaftsministerin Otte-Kinast plant sogar, jede Katze, die sich mehr als 300 m vom nächsten Wohnhaus befindet, grundsätzlich als „wildernd“ zu bezeichnen – egal, ob sie es tut oder nicht.

Hier geht’s zur Petition „Keine Jagd ohne vernünftigen Grund“


20.04.2021

ANIMAL SPIRIT befreit schwer verletzten Bussard vom Angelhaken

Verantwortungslose Fischer lassen ihren gefährlichen Müll einfach liegen

OTS, 19.4.2021: Letztes Wochenende wurde der Verein ANIMAL SPIRIT von einer Spaziergängerin informiert, daß bei Pyrawang im Bezirk Schärding, OÖ, ein Raubvogel auf einem Baum festhängen würde. Sofort fuhr Frau Marion Reisinger vom Gnadenhof Engelberg (Engelhartszell) mit einem Kollegen dorthin und sah da tatsächlich einen schwer verletzten Bussard in dieser mißlichen Lage hängen, der sich panisch, aber bereits sehr geschwächt, zu befreien versuchte.

Marion Reisinger berichtet von ihrem dramatischen Tierrettungs-Einsatz: „Am Ort des Geschehens, nahe der Donau, konnten wir den verletzten und sehr geschwächten Bussard aus seiner mißlichen Lage befreien. Schuld an dem Unglück war eine Angelschnur mit Haken, in der sich der Bussard verfangen hatte. Ich fuhr mit dem sehr schwachen Raubvogel dann 70 km in die Tierklinik Sattledt und habe ihn zur weiteren Versorgung dort gelassen. Seine Chancen zu überleben und wieder ein selbständiger Wildvogel zu werden, stehen laut Auskunft des Tierarztes zwar schlecht, aber er wird es wahrscheinlich – flugunfähig – überleben!“

Appell an den Fischeiverband

Hier stellt sich die dringende Frage, die wir auch an den Landesfischereiverband OÖ gestellt haben: Wieso können die Angler und Fischer den so gefährlichen Müll nicht wieder mitnehmen und ordnungsgemäß entsorgen? Die Angelschnur, in welcher dieser Vogel verheddert war, ist ja nicht die einzige. Es liegt immer wieder Müll an den Angelplätzen herum, zwar manchmal schön in Plastiksäcken verschnürt, diese gehören jedoch auch nicht in unsere Natur – die Angler sollen ihren Müll wieder mit nach Hause nehmen. Wieso verstehen diese Naturnutzer und letztlich Natur-Ausbeuter eigentlich nicht, daß die Natur, in der sie sich bewegen, eine sehr verletzliche ist?

Marion Reisinger appelliert an den OÖ Fischereiverband: „Die Fischer sollten vielleicht weniger gegen Wildtiere wie Gänsesäger und Fischotter wettern und sich lieber etwas mehr im Naturschutz engagieren. Ich hoffe sehr, daß der Fischereiverband seine Mitglieder endlich auf seiner Webseite darauf hinweist, daß derartig rücksichtsloses Verhalten für andere Lebewesen tödlich enden kann und somit schwere Tierquälerei bedeutet und daß die Natur, in der sie sich bewegen, eine schützenswerte ist.“

Siehe auch den Bericht in der heutigen Kronenzeitung

PS: Der Bussard wurde heute in die Greifvogelstation Linz überstellt, wo er sich weiter erholen kann. Ob er allerdings jemals wieder wird fliegen können, ist dzt. noch ungewiß!


20.04.2021

Neuseeland verbietet Lebendtierexporte

www.proplanta.de: Nach einer Übergangszeit von zwei Jahren wird Neuseeland den Lebendexport von Nutztieren per Schiff ab 2023 komplett verbieten.

„Im Mittelpunkt unserer Entscheidung steht die Wahrung des Rufs Neuseelands als Nation für hohe Tierschutzstandards. Wir müssen in einer Welt, in der der Tierschutz zunehmend unter die Lupe genommen wird, immer einen Schritt voraus sein“, erklärte Landwirtschaftsminister Damien O’Connor am Mittwoch (14.4.). Nach dem Untergang des Tiertransportschiffes „Gulf Livestock 1“ auf dem Weg nach China im September 2020, bei dem rund 5.800 Kühe und 41 Besatzungsmitglieder ums Leben kamen, wurde eine Überprüfung der Lebendausfuhr eingeleitet, deren Ergebnis nun das Auslaufen dieses Transports ist. Betroffen davon sind die Exporte von Färsen und Nutzkühen, die vor allem nach China geliefert werden. Die Lebendausfuhr von Schafen, Ziegen und Schlachtrindern ist bereits untersagt.

Nutz- und Zuchttiere könnten zwar noch auf dem Luftweg transportiert werden, doch rechnet sich das in der Regel nicht. O’Connor betonte, daß in den letzten Jahren Tierschutzverbesserungen beim Seetransport erreicht worden seien, doch blieben die langen Reisezeiten und die mangelnde Kontrolle des Tierwohls im Zielland ein Problem. Neuseeland habe die Möglichkeit, den Handel mit Genetik und Sperma anzukurbeln.

„Diese Entscheidung wird einige Landwirte, Exporteure und Importeure hart treffen“, räumte der Minister ein. Doch machten die Lebendexporte nur 0,2 % der neuseeländischen Agrarexporterlöse aus. Der seit 2015 laufende Export von Kühen war im vergangenen Jahr auf einen Höchststand von 113.000 Tieren gestiegen und brachte dem nationalen Bauernverband zufolge Ausfuhrerlöse von 250 Mio. NZ $ (148 Mio. Euro). In China müssen sich die Importeure von Kühen zum Zwecke des Herdenaufbaus mittelfristig um neue Lieferanten bemühen. Laut Angaben des dortigen Zolls wurden 2020 gut 100.000 Tiere aus Neuseeland eingeführt; das entsprach einem Anteil von 38 % aller eingeführten Zuchtrinder. ...

Tierschutzverbände begrüßten die Entscheidung der Regierung. „Dies ist ein bedeutender Moment in unserer Geschichte, dem andere Regierungen auf der ganzen Welt, einschließlich Australien, folgen müssen", erklärte die Direktorin World Animal Protection in Neuseeland, Simone Clarke. … Die Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“ in Deutschland sprach von einem Meilenstein für den Tierschutz in Neuseeland. Sie forderte die Verantwortlichen in der Europäischen Union auf, diesem Beispiel zu folgen und Tiertransporte in Drittstaaten per Schiff ebenfalls zu verbieten. Es gebe genügend Nachweise über eklatante Tierschutzverstöße und Mißstände auf diesen Transporten.


20.04.2021

Überfischte und verschmutzte Meere

prowildlife.de: Unser Planet ist blau: Mehr als 70 Prozent der Erdoberfläche ist mit Wasser bedeckt, 97 Prozent davon sind Salzwasser. Auch wenn die Weltmeere und die Ressourcen darin unendlich erscheinen, zeigt der seit Jahrzehnten andauernde Raubbau dramatische Folgen: Ein Drittel der weltweiten Fischbestände sind bereits überfischt, marine Ökosysteme kollabieren vielerorts, Plastikmüll vergiftet Meeresbewohner oder läßt sie qualvoll verhungern.

Fatale Folgen der Überfischung

Weltweit werden jährlich etwa 179 Millionen Tonnen Fisch und Meeresfrüchte angelandet, die Hälfte davon noch immer als Wildfang aus dem Meer. Vor allem im Mittelmeer, dem Schwarzen Meer und im gesamten Atlantik ist laut einer Studie der Welternährungsorganisation FAO die Überfischung am dramatischsten. Wirtschaftlich wertvolle Arten wie Sägerochen oder Makohai werden systematisch in die Ausrottung getrieben. Einige Fischereimethoden haben zudem horrende Beifangquoten – der ungewünschte mitgefangene Fisch wird entweder wieder über Bord geworfen (mit einem Großteil der Fische bereits erstickt, zerdrückt oder schwer verletzt) oder zu Fischmehl verarbeitet. Somit wird oft nicht nur die gewünschte Art überfischt, sondern das ganze Ökosystem stark beschädigt.

Desaströse Subventionspolitik fördert Überfischung

Fast zwei Drittel der weltweit auf mehr als 22 Milliarden Euro geschätzten Subventionen für die Fischerei fördern Maßnahmen, die die Fangkapazitäten weiter erhöhen und so die Überfischung der Meere noch weiter befeuern. Hierzu gehören u.a. Förderungen von Hochleistungs-Fischtrawlern und industriellen Fischernetzen, aber auch Kraftstoff-Zuschüsse, die auch das Fischen in weit entfernten Gewässern erlauben. Lokale Küstenfischer in Entwicklungsländern können mit diesen Techniken nicht mithalten und gehen leer aus.

Jagd auf Haie

Haie und die nahverwandten Rochen haben eine Schlüsselrolle im Ökosystem Meer, die meisten großen Haiarten stehen an der Spitze der Nahrungspyramide und sie sind ein Indikator für die Gesundheit der Meere. Dennoch werden sie erbarmungslos verfolgt – als vermeintlicher Menschenkiller, aber auch vor allem, weil Haiflossen und Rochenreusen in der asiatischen Küche und Medizin sehr begehrt sind. In den letzten 50 Jahren hat sich die Haifischerei nahezu verzwanzigfacht, mit katastrophalen Folgen für die Bestände: Die Bestände der Hai- und Rochenarten auf hoher See sind seither um 71 Prozent zurückgegangen.

Vermüllte Meere

Bis zu 80 Prozent des Meeresmülls wird heute vom Land eingetragen und die Menge steigt rasant: Aktuell beträgt der Eintrag von Plastik in die Meere geschätzte 4-13 Mio. Tonnen jährlich; das entspricht einer LKW-Ladung pro Minute. Und binnen der nächsten Jahre könnte sich das noch verzehnfachen. Über die gesamte Nahrungskette der Ozeane läßt sich Plastik inzwischen nachweisen und reichert sich in den Organismen an.

Bilder von verhungerten Seevögeln, Delfinen oder Meeresschildkröten, deren Mägen randvoll mit Plastikmüll waren, schockieren – doch sie zeigen nur den Gipfel des Eisbergs. Die EU ist nach China der zweitgrößte Plastikproduzent. Zwar hat die EU ab 2021 bestimmte Einwegplastikartikel verboten und die Auflagen für ihre Plastikmüllexporte verschärft. Aber letztlich reicht dies nicht aus. Es bleibt inakzeptabel, daß die Verantwortung für den hier produzierten Müll abgeschoben wird. Reduce – Reuse – Recycle muß die Reihenfolge sein, also 1) weniger Plastik verwenden 2) wiederverwenden und dann erst 3) Recycling als letzte Option.


20.04.2021

Petition an die WHO zur Schließung aller Lebendtiermärkte – jetzt unterschreiben!

PETA.de: Solange Lebendtiermärkte geöffnet bleiben und dort jedes beliebige Tier verkauft wird, werden intelligente und empfindsame Lebewesen weiterhin leiden und Menschen einem enormen Risiko ausgesetzt sein. Bitte fordern Sie die WHO auf, die Schließung aller weltweiten Lebendtiermärkte zu fordern!

Der erste Dominostein ist gefallen! Seit Beginn der Pandemie drängt PETA die WHO, die Schließung von Lebendtiermärkten zu fordern. Nun ist es endlich soweit: Die WHO folgt unseren Forderungen und fordert alle Länder als Notfallmaßnahme auf, den Verkauf von wild lebenden Säugetieren auf Lebensmittelmärkten auszusetzen, da Wildtiere eine der Hauptursachen für Infektionskrankheiten sind.

Der aktuelle Schritt der WHO ist ein guter Anfang, trägt jedoch nicht dazu bei, den Verkauf von Fröschen, Schlangen, Hühnern und anderen Tieren zu beenden. Auch das Einsperren und Töten dieser Tiere auf unhygienischen Lebendtiermärkten trägt zur Verbreitung von Krankheiten bei. Solange Lebendtiermärkte geöffnet bleiben und dort jedes beliebige Tier verkauft wird, werden intelligente und empfindsame Lebewesen weiterhin leiden und Menschen einem enormen Risiko ausgesetzt sein.

Was ist ein „wet market“?

Als „wet Markets“ werden Märkte bezeichnet, auf denen Tiere der unterschiedlichsten Spezies teilweise lebend verkauft und geschlachtet werden. Viele der Tiere, die auf solchen öffentlichen Märkten in Käfigen zusammengepfercht werden, sind gestreßt, verletzt und krank – die perfekte Brutstätte für Krankheiten. Unter solch katastrophalen Hygienebedingungen können Viren von einer Tierart zur anderen und weiter zu Menschen übertragen werden, die in Kontakt mit diesen Tieren kommen.

HIER gehts zur Petition


14.04.2021

Horrorbetrieb in OÖ, Teil 2: ANIMAL SPIRIT rettet weitere 8 halbverhungerte Pferde.

Im letzten Newsletter vor einer Woche haben wir erstmals über einen schlimmen Pferdebetrieb im Bezirk Wels-Land, OÖ, und unserer Rettung der ersten neun Pferde von dort berichtet. Letzten Samstag waren wir dann mit einer befreundeten Pferdetierärztin in Begleitung von Familienmitgliedern vor Ort. Dabei konnten wir erstmals auch die Stallungen und den Innenhof besichtigen. Wir mußten uns wieder leise verhalten, da der Besitzer des Hofes - bekannt als äußerst aggressiv und cholerisch - nach seinem Krankenhausaufenthalt wieder zu Kräften gekommen ist und den „Terror am Hof des Schreckens“ weiter betreibt. Aber was wir dann dort drinnen gesehen haben, verschlug uns buchstäblich den Atem!

Furchtbare Bilder haben sich uns geboten

ANIMAL SPIRIT-Mitarbeiterin Marion (Gnadenhof Engelberg) berichtet vom Hof in Fernreith: „Verletzte, magere, lahmende Pferde - es stehen dort Pferde, die über Jahre hinweg nicht aus dem finsteren Stall (siehe Bilder!) herausgekommen sind. Der Zustand der Hufe ist entsprechend schlecht. Pferde mit Beinverletzungen, die nicht mehr korrigierbar sind, abgemagerte trächtige Stuten, gemeinsam mit Hengsten. Der Futterzustand der Pferde ist zum Großteil sehr schlecht, die Heu-Rundballen zumeist alt und verschimmelt. Eine Box muß erst ausgeschaufelt werden, damit wir den dort untergebrachten Hengst aus dem meterhohen Mist befreien können.

Gestern (13. April) fand eine Besprechung auf der BH mit der Amtstierärztin und einer Juristin statt. Dabei wurde – endlich - beschlossen, daß die restlichen 5 Stuten sofort befreit werden dürfen. Drei davon sind hochträchtig. Es besteht die Gefahr, daß sie - wie bereits mehrmals passiert - von den Hengsten zu Tode gejagt werden. Die Befreiung heute findet unter Polizeischutz statt. Ich frage mich, weshalb der amtsbekannte Wüstling, der auch bereits Beamte mit dem Erschießen bedroht hat, noch immer einen Waffenschein und Waffen besitzt. Wirklich wohl fühle ich mich nicht dabei. Wir müssen aber hinfahren, um dem jahrzehntelangen Leiden der Tiere dort endlich ein Ende zu bereiten!

Man fragt sich, warum die Behörde nicht viel früher reagiert hat? Gewußt haben sie es schon jahrelang, den ehemaligen Amtstierarzt habe ich persönlich, sowie mehrere andere besorgte Tierfreunde auch bereits vor Jahren darauf aufmerksam gemacht, daß in diesem Hof noch Pferde in äußerst schlechter Haltung eingesperrt sind."

Heute dürfen wir – unter Polizeischutz und offiziell – wieder 8 Pferde (5 tlw. trächtige Stuten und 3 Hengste) befreien und mitnehmen; 3 davon konnten wir direkt auf gute Plätze vermitteln, eine trächtige Stute und ihr älteres Hengst-Fohlen kommen vorläufig auf den Gnadenhof Engelberg, 3 weitere auf einen vorübergehenden Einstellplatz. Wir hoffen, daß wir für diesen Pferdehalter endlich ein Tierhalteverbot erreichen und wir für – auch die verbleibenden ca. 15 Hengste, die hoffentlich auch bald kastriert werden dürfen - einen schönen Lebensplatz finden werden. InteressentInnen dafür wenden sich bitte direkt an engelberg@animal-spirit.at.


14.04.2021

Unterstützen Sie das EU-weite „Ende der Käfighaltung“

1,4 Millionen BürgerInnen haben die Europäische Bürgerinitiative „End the Cage Age“ unterstützt und fordern ein Verbot der Käfighaltung für über 300 Millionen Sauen, Kälber, Hennen, Gänse, Enten, Wachteln und Kaninchen. Jetzt muß sich aber auch noch das EU-Parlament gegen ein Verbot der Käfighaltung aussprechen! Morgen, am 15. April stellt sich diese Bürgerinitiative (deutsch: "Beendigung des Käfig-Zeitalters") dem EU-Parlament vor. Dort braucht sie die Unterstützung der Abgeordneten – und Sie können diese für die Initiative gewinnen. Dies ist nämlich die erste EU-BürgerInneninitiative für „Nutztiere“, welche mehr als eine Million Unterschriften erreicht hat. Die EU-Abgeordneten dürfen ihre Augen nicht davor verschließen. Wir hoffen, daß auch sie sich für ein käfigfreies Europa aussprechen!“
 

Schreiben Sie den Europaabgeordneten

 

Doch damit ist die Initiative noch nicht am Ziel: Das Ergebnis der morgigen Anhörung vor dem EU-Parlament wird die finale Entscheidung der EU-Kommission maßgeblich beeinflussen. Im Idealfall wird sie einen Gesetzgebungsprozeß für ein europaweites Verbot der Käfighaltung auf den Weg bringen. Doch unsere Gegner, zum Beispiel aus der „Nutztier“-Industrie, werden Einwände und Zweifel unter den Abgeordneten streuen.

Deshalb braucht „End the Cage Age“ noch Ihre Überzeugungskraft. Die Initiative hat eine E-Mail für Sie vorbereitet. Sie müssen sie nur noch abschicken (vergessen Sie nicht, am Ende Ihren Namen zu ergänzen).

Schreiben Sie den Mitgliedern des Europäischen Parlaments und bitten Sie sie, „End the Cage Age“ zu unterstützen. Machen Sie klar, daß Käfighaltung unmenschlich ist und beendet werden muß. Und zeigen Sie, wie viele Menschen hinter dieser Forderung stehen.

Mehr Informationen und eine Alternative bei Problemen mit der E-Mail-Vorlage finden Sie u.a. auf der Seite der Albert Schweitzer-Stiftung.


14.04.2021

Dieser Artikel hilft besser zu verstehen, warum ANIMAL SPIRIT jedes Jahr u.a. mehrere Dutzend „Schlachtfohlen“ freikauft und vermittelt:

Mein bester Freund – Das Schlachtpferd (von Bettina Schneider)

guteskarmatogoblog.wordpress.com: Es hat viele Gründe, warum ich einen weiten Bogen um das Thema „Pferde“ mache. Das passiert nicht, weil ich Pferde nicht mag. Ganz im Gegenteil, diese sensiblen, sanftmütigen und wunderschönen Tiere sind ein großes Geschenk der Natur für diesen Planeten. Ich meide dieses Thema meist, weil es schmerzt, mit anzusehen, wie diese Tiere benutzt, mißbraucht und verkannt werden. Am Ende, wenn sie alt, krank oder von Mißbrauch gezeichnet sind, wird ihnen oft sogar ein würdiges Sterben verwehrt. Letztes Jahr landeten allein in Deutschland, 4100 „geliebte“ Pferde in einem Schlachthaus.

Pferde kamen nicht auf die Welt, um als Kriegshelfer, Lastenträger, Blut- oder Urinlieferant, Kleinmädchen-Bespaßer oder Sportgerät ihr Dasein zu fristen. Sie lieben, wie wir alle, die Freiheit, … ihr artgerechtes Leben fände in einer Herde statt, auf einer Weide und nicht in Boxen, auf Turnierplätzen, vor Kutschen oder in Viehtransportern, die quer durch Europa gekarrt werden.

Der „beste Freund des Menschen“ bezahlt seit Menschengedenken diese Freundschaft mit seinem Leben, seiner Würde und seiner Freiheit und das ungleich mehr, als das Hunde oder Katzen tun. Es macht mich traurig. Daher schreibe ich nicht über Pferde. Andere tun es. Ein Beispiel:

„Seit Jahrtausenden benutzen die Menschen Gebisse (Trensen), um das Pferd gefügig zu machen. Dies funktioniert über Schmerzen, die das Gebiß verursacht. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Eigentlich gibt es keinen Grund, ein Gebiß zu benutzen – außer man will das Pferd durch den Schmerz kontrollieren…“

Die Liste der durch Gebisse verursachten gesundheitlichen Probleme ist lang, und sie ist unabhängig von der Zügelführung und von dem, der die Zügel führt: Gebisse verursachen allein durch ihre Präsenz und den punktuellen Druck auf die in den Schleimhäuten liegenden Nervenenden Schmerzen an Unterkiefer und Zahnfleisch. Wenn Ihr Zahnarzt einmal den Nerv ohne Betäubung getroffen hat, dann haben Sie eine Vorstellung davon, wie sich ein Gebiß für das Pferd anfühlt. Es entwickeln sich Entzündungen, die sich auf größere Bereiche des Gesichts und des Kopfes ausbreiten können. Das Pferd wird durch diesen Schmerz kontrolliert….“ (https://www.feinehilfen.com/reiten-mit…/comment-page-2/)

Vielleicht, wenn ich mutig genug bin, schreibe ich irgendwann einmal etwas mehr über ihr „Ende“, von Pferden auf Pferdetransporten und in Schlachthöfen. Das Ende einer Freundschaft, die oftmals nie eine war, sondern einzig Mißbrauch! Hier gibt es einen interessanten Artikel dazu: Mein bester Freund, das Schlachtpferd

…“Pferde, die zur Fleischproduktion bestimmt sind, erhalten im Krankheitsfall nur bestimmte, zugelassene Medikamente. Damit soll eine Verunreinigung des Fleisches verhindert und die spätere Fleischqualität sichergestellt werden. Im Falle eines Unfalls kann das zum Beispiel bedeuten, daß auf Schmerzmittel verzichtet und das Tier ohne Weiteres zum Pferdemetzger transportiert wird.“…

In der EU werden die meisten Pferde formell als „Nutztiere“ zur Fleischerzeugung gehalten! Der Eintrag wird im „Equidenpaß“ des Tieres deklariert und hat fürs Pferd oft schwerwiegende Folgen. Auch in sehr vielen Reitvereinen sind die geliebten Reitpferde formell nicht mehr als Fleischlieferanten. Fragen Sie doch mal nach!“ …“

Zum Schluß möchte ich euch noch dieses Video ans Herz legen. Ich fand es verstörend!


14.04.2021

Die Botschaft des Waldes

www.rubikon.news: Umweltzerstörung bedeutet vor allem Selbstzerstörung — durch die Rückkehr zur Natur werden wir wieder vollständiger.

In der Weltsicht der meisten Menschen, die ihnen von außen eingeflößt wird, stehen die Dinge auf dem Kopf. Denn der Mensch erscheint in ihr als ein von der Natur abgetrenntes und unabhängiges Wesen. Nichts und niemand kann seiner rücksichtslosen Umweltzerstörung somit Einhalt gebieten, am wenigsten die Natur selbst. Dabei sieht die Wirklichkeit eigentlich ganz anders aus. Die Natur ist belebt und beseelt. Sie ist nichts, was außerhalb von uns existieren würde, wie der Begriff „Umwelt“ suggeriert. Die enge Gemeinschaft mit dem nichtmenschlichen Leben ist in unserem kollektiven Unbewußten verankert. Daß wir sie teilweise verlassen und gar die Wurzeln gekappt haben, die uns nähren, ist Ursache für viele Krankheitssymptome individueller wie kollektiver Natur. Dies ist aber kein Grund, die Hoffnung zu verlieren, denn es gibt für uns alle den Weg der Umkehr. Dieser würde helfen, eine Gesellschaft im Einklang mit uns selbst und unserer Umgebung zu begründen.

Wir sind Teil des Waldes

Menschen sind wie jede Spezies der Erde Teil des Ökosystems, in dem sie leben. Manche Menschen sind ein Teil der Wüste, manche gehören zur Steppe, andere wohnen an der Küste oder sogar auf dem Wasser und wieder andere sind Teil des Waldes. So leben die meisten Europäer seit Jahrtausenden in Rodungsinseln im „Waldmeer“ oder sogar direkt im Wald, daher sind wir untrennbar mit dem Wald verknüpft.

Der Wald war früher einmal die Lebensgrundlage unserer Vorfahren. Er beschenkte sie mit Beeren, Wildgemüse, Pilzen und Nüssen, Holz und Wild sowie mit Futter für das Vieh. Der Wald ist aber auch Heiler, da ein Aufenthalt im Wald nachweislich sehr gesund für Körper und Seele ist und bei einer Krankheit den Selbstheilungsprozeß stark intensivieren kann. Die heilende und immunisierende Wirkung von Waldluft ist in vielen Fällen chemischen Medikamenten überlegen.

Und dann wären da noch die zahllosen Heilkräuter, die es im Wald zu sammeln gibt und mit denen sich, entsprechendes Wissen vorausgesetzt, zahlreiche Krankheiten heilen oder verhindern lassen. Der Wald bietet daher zugleich einen wichtigen Schutz vor vielen Krankheiten und hilft bei deren effektiver und sanfter Heilung. Nicht zuletzt, weil in uns dank unserer kollektiven Erinnerung das Leben im Wald weiterlebt, fühlen wir uns dort glücklich und geborgen.


07.04.2021

Streunerhunde leiden noch mehr seit Corona…

…so auch in Sri Lanka, wo sowohl Menschen als auch Tiere mit den Auswirkungen der Corona-Krise schwer zu kämpfen haben. Wie in Österreich bleiben auch dort die Touristen aus, Lokale sind zu, Märkte eingeschränkt und die Preise für Grundnahrungsmittel sind steil in die Höhe geschossen. Am 4. April war zwar Welt-Streunertag, aber das nützte wohl weder den Hunden in Sri Lanka noch in anderen Ländern…

Denn das alles erschwert die Arbeit der „Dog Care Clinic“. Unsere Projektpartner vor Ort brauchen zur Versorgung der Streuner laufend Medikamente und die sind jetzt sehr teuer. Außerdem müssen täglich hunderte Hunde gefüttert werden: An die 200 Dauergäste in der Klinik und dazu noch ganz viele Straßenhunde, die derzeit kaum Fressen finden. Ohne Touristen keine Leckerbissen für die Streuner und keine Besucherspenden in der „Dog Care Clinic“.

Aber das Team arbeitet trotz aller Schwierigkeiten engagiert weiter und hat gerade ein besonders schönes Projekt eröffnet. Einen speziellen Bereich für körperlich beeinträchtigte Hunde. Hier sieht man, wie glücklich so ein behütetes Wesen sein kann. Aber auch älteren Menschen in Sri Lanka wird mit einem eigenen Hundeprojekt geholfen. Lesen Sie dazu unsere Informationen in der Aussendung, die soeben zur Post gegangen ist und HIER online eingesehen werden kann. Bitte unterstützen Sie die Arbeit für die Straßenhunde mit einer Spende. Herzlichen Dank!

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. Franz-Joseph Plank, Obmann


07.04.2021

Botswana erteilte hunderte Lizenzen für Elefanten-Jagd

t-online.de (dpa): Für die umstrittene Jagd auf Elefanten hat Botswanas Regierung hunderte Lizenzen erteilt.

Kabelo Senyatso, der Direktor der Nationalpark-Behörde, bestätigte, daß zum Auftakt der vom 6. April bis zum 21. September dauernden Jagdsaison der Abschuß von insgesamt 287 Dickhäutern genehmigt worden sei. "Die Jagdsaison hat heute Morgen begonnen und verläuft wie geplant", sagte er.

Sie war im Vorjahr wegen der Corona-Restriktionen in dem südafrikanischen Safari-Paradies vorübergehend verschoben worden.

"Wir haben bereits Kunden vor Ort - einige davon kommen aus den USA und anderen Ländern", sagte die Sprecherin des nationalen Verbands für Wildtier-Produkte (BWPA), Debbie Peake, der Deutschen Presse-Agentur. Die Einreise in das Land sei relativ unkompliziert. "Wir hatten einige Jahren ein (Jagd-)Moratorium und sind froh, wieder im Geschäft zu sein - es kommt ja auch den Gemeinden und der nationalen Wirtschaft zugute", betonte sie…


07.04.2021

Hier noch 2 Videos:
ein super-nettes von einer Katzenrettung durch einen Fahrrad-Weltenbummler

Und eines – weniger nett – von der gestrigen Sendung auf SWR-Betrifft über die
Produktion von Billigfleisch in Brasilien: "Billiges Fleisch - Wer bezahlt für die kleinen Preise?“
"Die Deutschen genießen billiges Fleisch - selten haben sie weniger Geld für Lebensmittel ausgegeben. Um zu verstehen, unter welchen Bedingungen Rindfleisch in Südamerika produziert wird, fährt das "betrifft"-Team nach Brasilien. Das Land, in dem mehr Rinder als Menschen leben, ist einer der größten Fleisch-Produzenten auf dem internationalen Markt. Grundlage für den Erfolg ist billiges Weideland. Aber während für die Bäuerinnen und Bauern in der EU strenge Umweltstandards gelten, wird in Brasilien nach wie vor billiges Fleisch auf Kosten von Menschen, Tieren und der Umwelt erzeugt - Regenwald wird abgebrannt und wertvolle Feuchtgebiete zerstört."


31.03.2021

Noch eine Tier-Katastrophe am Mittelmeer

Nach der „Not-Tötung“ sämtlicher ca. 2.700 Rinder, die mehr als 3 Monate im Mittelmeer herumgeirrt sind (weil sie kein Land in einen Hafen lassen wollte) – ohne ausreichende Fütterung und Tränkung, im eigenen Kot - aus Seuchenangst wegen angeblicher „Blauzungenkrankheit“. Eine Tierseuche, die für den Menschen übrigens völlig ungefährlich ist. Ein menschlicher Irrsinn, Folge des immer gleichen Prinzips der reinen Gewinnmaximierung auf Kosten von Aber-Millionen unschuldiger „Nutz“-Tiere.

Nun gleich danach die nächste Tier-Katastrophe um und rund ums Mittelmeer, die sich erst gestern langsam aufzulösen begann: Bis gestern nachmittag war der gesamte Suezkanal – das „Nadelöhr“ für 12% des weltweiten Handelsverkehrs – durch den Riesenfrachter „Ever Given“ blockiert (siehe dazu auch das aufschlußeiche Video von Gerhard Wisnewski: Operation FUCK OFF: Angriff auf die Weltwirtschaft!).

"Katastrophe" im Suezkanal: 130.000 Schafe sitzen auf Frachtern fest

n-tv.de: Während Experten auf Gerät und die geeigneten Bedingungen warten, um die festgefahrene "Ever Given" aus dem sandigen Schlamm zu ziehen, sorgen sich Tierschützer um lebende Fracht. Auf rumänischen Frachtern sind 130.000 Schafe verladen. Es drohe "eine maritime Katastrophe", erklärt Animals International.

Wegen der Blockade des Suezkanals durch das feststeckende Containerschiff "Ever Given" stecken derzeit auch elf rumänische Frachter mit lebenden Tieren an Bord fest - nach Angaben von Tierschützern handelt es sich um 130.000 Schafe. … Sollte die Blockade des Kanals durch das feststeckende Schiff der taiwanesischen Reederei Evergreen anhalten, müßten weitere Schritte überlegt werden, erklärten die Veterinärbehörden. Eine Möglichkeit sei dann, die rumänischen Frachter umzuleiten und die Tiere in anderen als den geplanten Ankunftshäfen zu entladen.

Tierschützer fürchten den Tod der Schafe an Bord der Schiffe. "Die Situation ist sehr bedrohlich", erklärte die Organisation Animals International. Es drohe eine "maritime Katastrophe für lebende Tiere in noch nie dagewesenem Ausmaß". Rumänien müsse den Export lebender Tiere umgehend einstellen und stattdessen auf Fleischexporte umschwenken, forderte die Organisation.

Siehe auch 130.000 Schafe in Not: Tiertransporte per Schiff müssen sofort eingestellt werden!

Sowie: Bis zu 130.000 Schafe stecken im Suezkanal fest


31.03.2021

Die Hunde-Auffangstation SREMSKA MITROVICA benötigt Unterstützung!

Mitrovica liegt in Serbien, in der Provinz Vojvodina, ca. 70 km westlich von Belgrad. Wir leiten diesen Hilfsaufruf dieses großen Hundeheims hiermit weiter:

„In Serbien herrschen bekanntlich höchst unwürdige Zustände betreffend Tierschutz, wo arme Straßenhunde ihr Leben fristen und absolut lebensbedrohlich dahin vegetieren. Aus diesen Gründen entschloß sich 2017 Frau Marta Gornik, gemeinsam mit dem IBT (Bund der Tierversuchsgegner), ein Tierheim zu errichten.

Dafür wurde ein adäquater Platz, nämlich eine aufgelassene Hundezuchtstätte, ausfindig gemacht, die vom IBT erworben werden konnte und heute bis zu 360 gerettete Hunde beherbergt! Der Ausbruch der Corona-Krise hat nun die Situation nochmals erheblich erschwert, weil auch weniger Hunde ins Ausland vermittelt werden können. Auch ist dzt. die Fahrt ins Tierheim von Österreich aus kaum möglich.

Die Vermittlung dieser armen Geschöpfe nach Österreich, Deutschland und der Schweiz, kostet viel Geld, weshalb wir um Ihre dringliche Unterstützung bitten. Unsere monatlichen Kosten – u.a. für Futter, Tierarzt, Mitarbeiter und Reparaturen - belaufen sich auf ca. 10.000,- €!"

Weitere Infos unter gornik.m6@gmail.com

Spenden erbeten an Raiffeisenbank Staß-Spielfeld
IBAN: AT093842000005038302, BIC RZSTAT2G420
Marta Gornik, „Hilfe für das Tierheim Sremska Mitrovica“


24.03.2021

Illegales Schächten in Nordrhein-Westfalen

Nicht nur in Laaben, NÖ, wird wöchentlich illegal geschächtet, wie ANIMAL SPIRIT bereits vor 7 Monaten aufgedeckt hat (und bislang von den zuständigen Behörden offenbar ungeahndet geblieben ist), sondern auch in Deutschland, wie folgender Bericht zeigt:

tagesschau.de: In einem Betrieb in Nordrhein-Westfalen sollen Hunderte Tiere ohne Betäubung geschlachtet worden sein. Dies geht aus Aufnahmen von Tierschützern hervor.

In einem Schlachthof in Nordrhein-Westfalen sollen Mitarbeiter Tiere illegal geschächtet haben. Aufgrund dieses Verdachts haben die Behörden eine Razzia durchgeführt und den Betrieb in Selm am Donnerstag geschlossen. Die Vorgänge in dem Schlachthof sind durch Videos und Bilder dokumentiert. Die Aufnahmen aus den vergangenen drei Wochen wurden dem Verein "Soko Tierschutz" zugespielt. Der hat Strafanzeige gestellt und das Material an die zuständigen Behörden weitergegeben.

Dem ARD-Magazin FAKT liegen die Aufnahmen exklusiv vor. Darauf ist etwa zu sehen, wie ein Rind aus der Betäubungsbox kommt - ohne betäubt zu sein. Es folgt ein minutenlanger Todeskampf. "Totale Panik, totale Angst und das Tier wird langsam von der Seilwinde hochgezogen", beschreibt der Chef der Soko Tierschutz, Friedrich Mülln die Szene. "Man sieht, es ist bei vollem Bewußtsein. Es atmet, es strampelt." Dann wird das Tier von den Schlachtern noch einmal fixiert. Diese Vorgänge hätten die Tierschützer knapp 200 Mal in den vergangenen Wochen gesehen. Es seien fast 200 Schlachtungen dokumentiert worden.

"Die Tiere werden bei vollem Bewußtsein abgestochen. Das Tier brüllt. Die Schlachter tun dies mit einer absoluten Routine", sagt Mülln. So geschehe es jeden Tag mit zehn bis 20 Schafen und drei bis vier Kühen. Es seien Zustände, die so in Deutschland bislang noch nicht dokumentiert worden seien.

Schächten nur mit Ausnahme-Genehmigung erlaubt

Schächten ist das Töten von Tieren ohne Betäubung. Das ist in Deutschland grundsätzlich verboten. Für Ausnahme-Genehmigungen aus religiösen Gründen müssen Antragsteller hohe Hürden überwinden. Das Vorgehen in diesem Betrieb ist "komplett illegal", sagt Amtsveterinär Kai Braunmiller. Er habe sich kundig gemacht und herausgefunden, daß der Schlachthof keine Genehmigung dafür hat. "Das ist an Dreistigkeit nicht zu übertreffen. Es wäre an der Zeit, das juristisch entsprechend zu ahnden, und daß die Verantwortlichen dafür ins Gefängnis gehen."

Hätte es den Behörden auffallen müssen?

Es ist ein Vorgehen, das laut den Tierschützern zumindest den Behörden hätte auffallen müssen. "Katastrophale Bedingungen und irgendwie scheint es keiner zu bemerken", schimpft Friedrich Mülln. Bei den Rindern haben die Schlachter nach der Schächtung den Tieren noch einen Bolzenschuß verpaßt - offenbar zur Verschleierung. Doch es hat auch Tierkörper ohne Schuß gegeben. "Auf den ganzen Bildern ist kein einziger Veterinär zu sehen. Niemand, der die Betäubung kontrolliert, niemand der sich fragt, warum die Tiere da hängen und kein Loch im Kopf haben."

Tierschützer widersprechen Ministerium

Die Tierschützer widersprechen den Aussagen des Ministeriums und erklären, daß im Schlachthof in den vergangenen drei Wochen 189 Tiere getötet worden seien - davon nur vier mit Betäubung. Der Rest sei geschächtet worden. Die Behörden sollen nun auch aufklären, ob es das Hauptgeschäft des Betriebes gewesen ist.

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Siehe auch ots.at: Systematisches Schächten aufgedeckt - Deutscher Schlachthof quält Tiere zu Tode / NRW-Behörden versagen beim Tierschutz