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Der Wahnsinn der Zuchtlachs-"Produktion"

02.07.2014

Aktuelles Magazin "Mysteries": Dieser Lachs gehört boykottiert: Für ein Kilo antibiotikaverseuchten Salm läßt der norwegische Branchenführer Marine Harvest bis zu acht Kilo Meeresgetier verfüttern und fischt dazu Chiles Küstengebiete tot! In riesigen Unterwasserkäfigen siechen Abertausende von Lachsen qualvoll dahin. Jeder vierte Zuchtlachs dieser Welt stammt von Marine Harvest. Unter übelsten Umständen züchtet und mästet das norwegische Milliardenunternehmen den Salm zu großen Teilen vor den Küsten von Chile. In rücksichtsloser Massentierhaltung, die kaum einer wahrnimmt. Weil sie weit weg und unbemerkt von uns stattfindet – unter Wasser, in entlegenen Fjorden. Als „Größten Massentierhalter der Welt“ brandmarken Kritiker den skandinavischen Nahrungs- und Reedereikonzern. Rund 100 Millionen Zuchtlachse pro Jahr (!) läßt Marine Harvest allein in Chile und Norwegen produzieren. Zusammengepfercht in engsten Käfigbecken. Als Jungfische werden die Lachse mit Medikamenten, Farbstoffen und Kraftfutter vollgepumpt. Damit sie möglichst schnell zu möglichst rot gefärbten Filets verarbeitet werden können. 800 Gramm Antibiotika pro Tonne In Norwegen dürfen Lachszüchter gerade mal ein Gramm Antibiotika pro Tonne Fisch verabreichen. In Chile kippt Marine Harvest bis zu 800 Gramm Antibiotika pro Tonne in die Zuchtnetze. Anders könnten die infizierten Tiere in den völlig überfüllten und verdreckten Behältern der dortigen Meeresbuchten gar nicht überleben. Dennoch rafft die qualvolle Mast-Tortur und der damit verbundene Sauerstoffmangel Abertausende Flossenträger jährlich dahin. „Marine Harvest praktiziert bei uns in Chile alles, was ihnen in Norwegen nicht erlaubt ist“, prangert Juan Carlos Cardenas an. Der Chilene ist Tiermediziner und als Direktor der Umweltgruppe „Ecoceanos“ profunder Kenner der örtlichen Fischerei- und Fischzuchtbranche. Auch Korruption sei dabei mit im Spiel. Skandalöse Zustände in der Lachszucht von "Marine Harvest" hat bereits 2010 der renommierte deutsche Journalist Wilfried Huismann in seiner TV-Dokumentation "Lachsfieber" aufgedeckt. Dazu auch ein passender Artikel im STANDARD: Das unterschätzte Gefühlsleben der Fische: Sind Fische tatsächlich so kalt und gefühllos, wie der Volksmund behauptet? Ein Biologe präsentiert überraschende Erkenntnisse über Intelligenz und Schmerzempfinden der Tiere.

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