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D: Jagd gegen Wölfe

03.03.2021

Jäger wollen Rückkehr des Wolfes rückgängig machen!

www.animal-public.de: Seit 14 Jahren leben in Niedersachsen (Nord-Deutschland) wieder Wölfe. Mittlerweile sind es 35 Rudel und zwei Wolfspaare. Eine Gefahr für den Menschen stellen diese Tiere nicht dar. Wölfe sind von Natur aus eher vorsichtig und haben eine natürliche Scheu vor dem Menschen. So auch nachzulesen auf der Internetseite des niedersächsischen Umweltministeriums.

Trotzdem will Niedersachsen Regierung aus SPD und CDU den Wolf zum Abschuß freigeben. Ein entsprechender Entschließungsantrag, der unter anderem die Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht vorsieht, wurde jetzt vom Landtag angenommen, obwohl das Bundesumweltministerium zuvor gewarnt hatte, daß dies verfassungsrechtlich bedenklich sei.

Zudem soll das niedersächsische Umweltministerium aktuell die Tötung von fünf Wölfen genehmigt haben. Bestätigen oder dementieren will das Ministerium dies nicht und verhindert damit eine gerichtliche Überprüfung. Nicht ohne Grund! Erst vor 14 Tagen meldete Niedersachsen Umweltminister denn Vollzug einer erteilten Abschußgenehmigung für einen Wolfsrüden, dem aufgrund genetischer Untersuchungen verschiedene Nutztierrisse zugeordnet wurden. Erschossen wurde allerdings eine Fähe, von der nicht bekannt ist, ob sie jemals ein Nutztier gerissen hat. Auf Distanz und in dunkler Nacht ist eine solche Verwechslung kaum zu vermeiden. Vermeidbar gewesen wären hingegen die meisten Nutztierrisse in Niedersachsen, denn in fast 90% der Fälle gab es keine geeigneten Herdenschutzmaßnahmen.

animal public fordert eine Wolfspolitik, deren Ziel ein Leben mit dem Wolf und nicht seine Dezimierung ist. Dazu gehört die Förderung des Herdenschutzes ebenso wie eine Einbeziehung von Tierschützern, Naturschützern und Tierhaltern.

Mehr Infos unter www.animal-public.de

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