Wir suchen pferdeliebe Menschen, die “Schlacht”fohlen ein Zuhause schenken

Wir von ANIMAL SPIRIT retten seit 24 Jahren jeden Herbst unzählige Fohlen, die ansonsten mit hoher Wahrscheinlichkeit zum Schlachter gehen würden.
In Österreich werden viele Fohlen – v.a. Haflinger und Noriker – nach dem Almbetrieb im Herbst auf Fohlenauktionen versteigert und danach für “Rösslfleisch” geschlachtet. Fohlenauktionen sind Versteigerungen von ca. nur vier bis acht Monate alten Fohlen! Bevor Fohlen überhaupt bei Auktionen antreten dürfen, gibt es Vorauswahlen. Kriterien sind dabei z.B. die Bewegungsqualität, die Abstammung, die Farbe und das Exterieur. Viele Fohlen werden bereits bei diesen Vorauswahlen aussortiert und haben somit eine ungewisse Zukunft vor sich.
Wir dürfen Haflinger-Fohlen, die bei Vorauswahlen bereits ausgeschieden sind und gar nicht erst bei Auktionen antreten dürfen, freikaufen und an liebevolle Privatpersonen vermitteln. Sie sind kerngesund und haben lediglich kleine “Schönheitsfehler”, wodurch sie von der Zucht ausgeschlossen wurden.
Wir suchen daher tierliebe und pferdeerfahrene Menschen, die einem oder mehreren freigekauften Fohlen einen guten Lebensplatz bieten können. Wer so einen artgerechten Platz anzubieten hat, bitte eine Nachricht an tanja@animal-spirit.at.
Warum sind Fohlenauktionen so problematisch?
Viele der Fohlen, die bei den Vorauswahlen ausscheiden und auch jene, die bei den Auktionen keinen guten Preis erhalten, landen häufig beim Schlachter. Aber auch den Zuchtstuten, die nicht mehr tragend werden, droht die Schlachtung. Auf unserem Gnadenhöfen leben auch ehemalige Zuchtstuten, die hätten geschlachtet werden sollen.
Einige wenige Hengst-Fohlen werden zu teuren Preisen verkauft oder als Zuchthengste gekört. Der Großteil der übrig gebliebenen Fohlen kann nur hoffen, daß Privatleute oder Tierschützer wie wir sie kaufen. Für die vielen Züchter rentiert es sich nicht, die Fohlen zu behalten und aufzuziehen, wenn sie nicht als Zuchtpferde infrage kommen. Deshalb werden sehr viele Fohlen gerade im Herbst nach den Auktionen verkauft.
Wir sind sehr dankbar für jede Unterstützung. Allein im letzten Jahr gaben wir 55.000 Euro für Transportkosten unserer Fohlen aus. Seit Jahren decken ÜbernehmerInnen die Transportkosten über einen Pauschalpreis ab. Doch durch die anhaltenden Teuerungen und steigenden Spritpreise reichen diese “Einnahmen” nicht mehr aus – die Transportkosten reißen ein immer größeres Loch in unser Budget. Zusätzlich kaufen wir regelmäßig ältere – meist unvermittelbare – Zuchtstuten frei, die keine Fohlen mehr austragen können, und bieten ihnen auf unseren Gnadenhöfen ein würdevolles Zuhause.
Sterndi, der Titelblattstar, wurde bereits gerettet und befindet sich auf einem wunderschönen Privatplatz in Sicherheit.


