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z.B. 28/11/2021
26.11.2021

Gnadenhof Hendlberg: Annemarie und Annabelle wieder zuhause

Der Herbst neigt sich dem Ende zu und heute hat am Hendlberg auch schon mit den ersten Schneeflocken der Winter Einzug gehalten. Daher haben wir unsere beiden Hendlberger Rinder, Annemarie und Annabelle, vor 2 Tagen von der wunderschönen Sommerweide in Laaben (siehe 2. Foto, dort waren sie seit Mai auf einer riesigen Weide, gemeinsam mit den Schafen und Lamas) zurück auf den Gnadenhof Hendlberg gebracht, wo sie nun einen festen Stall haben.

War gestern noch schöner Sonnenschein (siehe 3. Foto), so ist heute tatsächlich schon tiefer Winter, immerhin liegen wir hier ja auf knapp 700 Metern Seehöhe. Aber entgegen der landläufigen Meinung vieler Menschen macht den Tieren der Schnee und auch die Kälte nichts, im Gegenteil: sie lieben es. Das Einzige was sie dabei brauchen ist natürlich gutes Futter (sämtliche Heuraufen sind bei uns immer gut gefüllt) und einen zugfreien, trockenen Unterstand bzw. Stall.

Bis zum nächsten Frühjahr werden uns die beiden Süßen, die es als ganz wenige unter den fast 700.000 „Schlacht“-Rindern, die JÄHRLICH allein in Österreich für Gulasch und Schnitzel getötet werden (siehe auch aktueller PETA-Bericht „Wie werden Rinder für Fleisch & Milch gehalten?“), geschafft haben, dem Schlachtermesser zu entkommen, am Hendlberg beglücken. Und hier dürfen sie bis zu ihrem natürlichen Ende in Frieden und Freiheit leben!

26.11.2021

Passende Weihnachtsgeschenke gesucht?

1. Lustige Stofftiere im ANIMAL SPIRIT-shop

Auch heuer gibt es sie wieder: die handgemachten, vielseitigen und be-rührenden Stofftiere in unserem Online-shop. Bestellungen können auch an eva@animal-spirit.at gesandt werden.

2. Neues Kinderbuch "Johanna entdeckt das Geheimnis echter Freundschaft"

Tierschützerin Isabella Wagner bat uns, ihr entzückendes neues Kinderbuch vorzustellen – vielleicht ein passendes Weihnachtsgeschenk?: „Es ist ein Herzensprojekt von mir, vor allem weil ich schon jahrelang in der Praxis mit Kindern & Pferden arbeite und erleben durfte, was für tolle Freundschaften entstehen können, wenn Kinder statt mit "ich will reiten" mit "Hallo wer bist du und was brauchst du, bzw. was gefällt dir?" einem Pferd begegnen. In den meisten Kinderbüchern wird dargestellt, daß Pferde einfach zum Reiten da sind. Daß es aber viele Pferde gibt, die das gar nicht mögen, oder daß es Wege gibt, mit Pferden zu sein und auch zu Reiten ohne Dominanz, Durchsetzen und Kontrolle, können sich die meisten gar nicht vorstellen. Um dieses Wissen bereits kleinen Kindern zu vermitteln, habe ich zusammen mit einer Freundin (Elena Anders) dieses Buch herausgebracht.

Zielgruppe: Kinder von ca. 4-8 Jahren

Inhalt: Johanna träumt davon, auf dem Pferderücken schnell durch Wälder und über Wiesen zu galoppieren. Doch ohne eigenes Pferd - wie soll das gehen? In der Reitschule macht sie schlechte Erfahrungen. Letztendlich findet sie ihren eigenen Weg und entdeckt dabei, was das Zusammensein mit diesen Tieren so besonders macht. Eine Geschichte über Johanna, das Pony Bliss und die Herausforderungen echter Freundschaft.

Bestellungen mit Widmung sind direkt bei mir möglich: wagner.isabella@gmx.at. Ohne Widmung kann man es auch sonst überall bestellen (Books On Demand, Amazon, etc.). Hier habe ich alle Bestelllinks angeführt: https://www.isabella-wagner.at/kinderbuch/

 Vielen Dank und herzliche Grüße aus dem Ennstal, Isabella

26.11.2021

Naturschutzbund und Umweltdachverband reichen Beschwerde gegen Tiroler Wolfs-Abschußbescheid ein

Voraussetzungen für einen Abschuß sind EU-rechtswidrig – verpaßte Chance für bewährte Schutzmaßnahmen – Herdenschutz muß besser aufgestellt werden!

OTS.at: Heute läuft die Beschwerdefrist zum Tiroler Bescheid ab, der Wolf „118MATK“ zum Abschuß freigeben soll. Naturschutzbund Österreich und Umweltdachverband reichen aufgrund fehlender Voraussetzungen Beschwerde ein.

Wolf steht unter strengem Schutz

Den Aufzeichnungen aus der jüngeren artenschutzrechtlichen Geschichte Tirols zufolge würde mit dieser Ausnahmegenehmigung erstmals ein Wolf in Tirol zum Abschuß freigegeben. Der Wolf (Canis lupus) ist nach Europäischem Artenschutzrecht (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie) eine streng geschützte Tierart. Dennoch kann unter bestimmten Voraussetzungen auch ein geschütztes Tier wie der Wolf zum Abschuß freigegeben werden.

So muß für eine Ausnahme vom Schutzstatus unter anderem ein spezifisches Problem mit dem Abschuß gelöst werden können, gelindere Mittel nachweislich ausgeschlossen und der Erhaltungszustand des Wolfes nicht gefährdet werden. Alle drei Voraussetzungen werden von Naturschutzbund und Umweltdachverband als nicht erfüllt angesehen. „Die grundsätzliche Möglichkeit eines Abschusses wird von uns nicht in Frage gestellt – sie darf allerdings nur im tatsächlichen Ausnahmefall zum Einsatz kommen. Ein Wolf kann nicht zwischen erlaubter Beute wie einem Reh und unerlaubter Beute wie einem Schaf unterscheiden. Die Wahrscheinlichkeit auf ungeschützte Schafe zu treffen, ist für einen Wolf in Tirol ziemlich hoch – eine spezielle Verhaltensänderung nicht erforderlich“, betont Lucas Ende, Artenschutzkoordinator beim Naturschutzbund. Daher wäre durch den Abschuß dieses Wolfes die Gefahr von Übergriffen durch andere, zuwandernde Wölfe nicht abgewendet.

Behirtung gehört zur traditionellen Form der Weidetierhaltung

„Pilotprojekte mit Behirtung auf Tiroler Almen hatten mittels Einsatz von Nachtpferchen heuer keine Verluste durch Wölfe zu verzeichnen. Diese traditionelle Form der Weidetierhaltung wurde jedoch für die betroffenen Almen nicht in Erwägung gezogen“ gibt Gerald Pfiffinger, Geschäftsführer des Umweltdachverbandes, zu bedenken. „Herdenschutz stellt die wichtigste Maßnahme für ein konfliktarmes Zusammenleben mit Wölfen dar. Daher muß in Österreich – wie in vielen anderen Ländern auch – Herdenschutz proaktiv angegangen werden. Der Abschuß kann nur letztes Mittel sein“, so Pfiffinger.

Gebot der Stunde: Herdenschutz

Die Beweidung der Almen mit Schafen und Ziegen ist alpines Kulturgut, der Wolf eine geschützte Art, für die Tirol Verantwortung trägt. Alpwirtschaft und Artenschutz schließen einander nicht aus. Daher appellieren die beiden Verbände an die Tiroler Landesregierung, den bereits erfolgreich eingeschlagenen Weg mit verbesserter Beratung und finanzieller Unterstützung für Herdenschutzmaßnahmen weiter zu intensivieren. Eine Koexistenz ist möglich, wenn umsichtige und langfristige Lösungswege geboten werden, die Mensch und Natur gerecht werden.

26.11.2021

Tierschutz Austria startet Petition gegen privates Silvesterfeuerwerk #silvesterohneangst

"Jegliche Belastung für Mensch, Tier und Umwelt beenden - privates Feuerwerk endlich verbieten!"

OTS.at: „Eine Novellierung des Pyrotechnikgesetzes steht im Regierungsabkommen. Wir fragen daher: Wann endlich? Die Bundesregierung muß endlich, wie angekündigt, das Pyrotechnik Gesetz novellieren und privates Feuerwerk verbieten.", so die Präsidentin des Wiener Tierschutzvereins (Tierschutz Austria), der das Tierschutzhaus in Vösendorf betreibt.

„Um den Rufen nach Tradition nachzukommen, wäre ein professionelles Feuerwerk nur zu speziellen Anlässen wie Silvester oder anderen Jubiläen, durchgeführt von Fachleuten an einem passenden Platz fern von Orten, wo sich empfindsame Lebewesen aufhalten, ein sinnvoller Kompromiß. Dieses dauert dann auch nicht Stunden oder gar Tage wie privater Knallerterror“, so Petrovic.

Im Tierschutzhaus Vösendorf läßt sich das immense Tierleid jedes Jahr auf traurige Weise beobachten: „Zum Jahreswechsel und bereits die Wochen davor stehen unsere Schützlinge unter Dauerstreß. In etlichen Fällen dauert es Monate, kostet viel Mühe, Geld und Trainings-Stunden, bis die Angst- und Panikattacken wieder nachlassen. Auch Trainingsfortschritte bei unseren Hunden, die sie sich ein ganzes Jahr lang erarbeitet haben, werden in einer Nacht zerstört“, so Petrovic. Das ist auch heuer wieder zu erwarten.

Zudem hat die Tierschutzorganisation eine Petition gestartet, um Unterstützerinnen und Unterstützer für das Anliegen zu gewinnen.

Zur Petitionsseite: www.tierschutz-austria.at/silvester-ohne-angst

18.11.2021

Die Tiere in Hurghada brauchen wieder unsere Hilfe!

Heute geht unsere neue Aussendung über die Esel und Streunerhunde in Hurghada/Ägypten zur Post - HIER kann es schon angeschaut werden. Unser Partnerverein „Bluemoon“ kümmert sich so gut es unter den derzeitigen Umständen geht um die geretteten Esel und die vielen vielen Streuner:

Traffica ist eine Hündin, die auf den Straßen von Hurghada lebt. Sie hat Glück, denn in ihrem Viertel sind die Menschen freundlich zu streunenden Hunden und Katzen. Trotzdem ging es Traffica in den letzten Monaten immer schlechter. Denn die Streuner wurden mehr und die Möglichkeiten, an Fressen zu kommen, seltener. Die Hündin wurde immer schwächer. Dabei hat Traffica auch selbst noch zur Vermehrung des Problems beigetragen. Mit acht süßen Welpen, für die sie plötzlich sorgen mußte.

Die Streuner in Hurghada werden mehr, weil immer mehr unkastrierte Tiere unterwegs sind. Seit der Tourismus und die Spenden beim Tierheim Bluemoon praktisch ausgefallen sind, können Monique Carrera und ihr Team längst nicht so viel kastrieren und impfen, wie es notwendig wäre. Wir müssen daher dringend helfen, damit die Lage nicht eskaliert. Denn wenn die Hunde und Katzen überhandnehmen, werden sie getötet.

Traffica und ihre Jungen wurden von Monique gerettet. Lesen Sie bitte ihre Geschichte in unserer beiliegenden Information. Und spenden Sie bitte gleich für ein Streunerpaket. Jedes einzelne wird wirklich dringend gebraucht.

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. Franz-Joseph Plank, Obmann ANIMAL SPIRIT

18.11.2021

Schul-Besuch am Gnadenhof Hendlberg

Letzte Woche bekam unser Gnadenhof wieder einmal Besuch von einer Schulklasse, diesmal war es die „Integrative Lernwerkstatt Brigittenau“ (Integrationsklasse) aus Wien. Viele von den Kindern waren wohl noch nie auf einem Bauernhof, geschweige denn auf einem Gnadenhof, wo ja Tiere, auch sog. „Nutz“-Tiere, einfach so leben dürfen, wie es ihrer Art entspricht. Und: selbstverständlich niemals geschlachtet und danach aufgegessen werden, egal ob Rind, Schwein, Schaf, Ziege, Lama, Hund, Kaninchen, Pony oder Esel.

Alle Kinder und Jugendlichen waren begeistert, einige anfangs vielleicht noch etwas unsicher, trauten sich dann aber alle, die sanften, friedlichen und großteils zutraulichen Tiere zu streicheln. Tierpflegerin Denise hat die Gruppe ausführlich über einzelnen Tierarten und ihre Vorlieben und Besonderheiten informiert – eine Schulstunde der besonderen Art. Und die Kinder konnten sich den ganzen Tag corona- und maskenfrei in der herbstlichen Natur bewegen – auch das ist schon eine Besonderheit in Zeiten wie diesen…

Wer einen (kostenlosen) Besuch auf einem unserer Höfe in NÖ oder OÖ plant, bitte an eva@animal-spirit.at oder 02774-29330 wenden!

18.11.2021

Sperlinge, Stare, Lerchen 600 Millionen Brutvögel in der EU verschwunden

spiegel.de: Es sind nicht die spektakulären Großvögel, die fehlen, sondern die kleineren Arten: Sperlinge, Finken. Einer Studie zufolge sind seit 1980 Hunderte Millionen Brutpaare verlorengegangen. Ursachen: unklar. (Anm.: Aber es scheint ziemlich offensichtlich, daß sie mit der allgemeinen Umweltverschmutzung, Licht- und Lärmbelästigung, Zerstörung der natürlichen Lebensräume, flächendeckende 5G-Ausrollung - also militärische Hochfrequenz-Mikrowellenstrahlung - oder toxischen Chemtrails zusammenhängen).

In der Europäischen Union sind laut einer Studie in fast 40 Jahren rund 600 Millionen Brutvögel verschwunden. »Es handelt sich dabei aber kaum um imposante Großvögel, sondern um die vielen unscheinbaren Finken, Sperlinge und Lerchen, die unsere Wiesen und Felder lebendig machen«, so Leif Miller, Geschäftsführer des Naturschutzbundes (NABU).

Wissenschaftler der britischen Vogelschutzorganisation RSPB, des internationalen Dachverbands des NABU BirdLife International und der Tschechischen Gesellschaft für Ornithologie haben Daten von 378 der 445 in der EU heimischen Vogelarten im Zeitraum 1980 bis 2017 ausgewertet. Die vollständige Studie können Sie hier nachlesen: Dramatic declines in EU and UK Birds

Besonders betroffen ist der Haussperling mit einem Rückgang von 247 Millionen Individuen, gefolgt von der Schafstelze mit 97 Millionen, dem Star mit 75 Millionen und der Feldlerche mit 68 Millionen Individuen.

Vor allem zu den Spatzen, die sowohl im städtischen als auch im ländlichen Raum Rückgänge verzeichneten, sei bereits viel über die Ursachen geforscht worden. Es gebe aber noch keine gesicherten Erkenntnisse, berichtet Hauptautorin Fiona Burns. Möglicherweise spielten Luftverschmutzung und ein reduziertes Nahrungsangebot eine Rolle.

18.11.2021

Fake-Patentansprüche auf Lachs und Forellen gestrichen

oekonews.at: Politik muß Mißbrauch des Patentrechts einen endgültigen Riegel vorschieben

Teilerfolg gegen Patente auf Leben: Soeben hat das Europäische Patentamt (EPA) in München Patentansprüche auf Fische gestrichen. Im Patent EP1965658 werden Rechte auf Lachse und Forellen beansprucht, bloß weil sie mit bestimmten Futtermitteln gefüttert werden. Das Futter soll die Zusammensetzung der Fettsäuren in den Muskeln der Fische und damit die Fleischqualität beeinflussen. Das EPA schloß sich der Auffassung des Bündnisses „No Patents on Seeds“, dem auch ARCHE NOAH angehört, an und entschied, daß die so gefütterten Fische nicht erfinderisch sind. Damit ist allerdings nicht ausgeschlossen, daß ähnliche Patente in naher Zukunft wieder erteilt werden. „Mit unserem Einspruch haben wir einen wichtigen Teilerfolg erreicht. Jetzt muß die Politik handeln, nur so können wir gemeinsam Fake-Patente auf Schnitzel und Fischfilets verhindern“, sagt Dagmar Urban, Leiterin des Bereichs Politik bei ARCHE NOAH.

Das umstrittene Patent wurde im Oktober 2018 für die australische Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation (CSIRO) erteilt. ARCHE NOAH hat 2019 gemeinsam mit „No Patents on Seeds“ und über 30 Organisationen Einspruch erhoben, unterstützt von rund 5.000 Einzelpersonen. Das europäische Patentrecht verbietet grundsätzlich Patente auf Tierrassen und konventionell gezüchtete Tiere und Pflanzen. Das Europäische Patentamt erteilt aber immer wieder Patente, die dieses Verbot umgehen. Daher fordert das Bündnis jetzt grundlegende Korrekturen im Patentrecht: „Das Grundproblem bleibt bestehen: Mit der Erteilung von Patenten auf Gerste und Bier, Buschmelonen oder Salat hat das Europäische Patentamt dem Mißbrauch des Patentrechts Tür und Tor geöffnet“, sagt Dagmar Urban von ARCHE NOAH.

„Die zuständige Ministerin Leonore Gewessler muß gemeinsam mit ihren AmtskollegInnen endlich das Verbot von Patenten auf herkömmliche Tiere und Pflanzen durchsetzen. Es darf nicht von Einsprüchen von Organisationen wie ARCHE NOAH abhängen, ob Konzerne immer mehr Kontrolle über unsere Lebensmittel erlangen“, so Urban abschließend.

Siehe auch ARCHE NOAH-Aussendung auf OTS.at

10.11.2021

Nori-Fohlen Selina ist zurück und bereit zur Vermittlung

In einem unserer letzten Newsletter über die heurigen Fohlenfreikäufe in Maishofen haben wir darüber berichtet, wie uns einer der Vieh-Händler ein Fohlen verkauft hat (leider ohne es uns vorher gezeigt zu haben bzw. nur irreführende Fotos geschickt hat), welches eine Arthrose und deswegen eine Fehlstellung am anderen Bein hatte. Zum Glück war es doch keine Fohlenlähme, aber so konnten wir das arme kleine Wesen unmöglich nach N-Deutschland schicken, und haben es daher vorläufig selbst am Hof Engelberg aufgenommen. Heute wurde es nach einer Operation durch einen Orthopädie-Tierarzt wieder zurückgebracht und Marion vom Engelberg schreibt dazu:

„Das Stutfohlen Selina wurde aufgrund ihres schlechten gesundheitlichen Zustands von uns mit nach Hause genommen und nicht wie geplant nach Deutschland transportiert. Die erste Diagnose war Verdacht auf Fohlenlähmung, das stellte sich aber als Irrtum heraus. Ihr Karpalgelenk vorne war stark angeschwollen, das linke Bein hatte eine massive Fehlstellung, außerdem hatte Selina Fieber. Wir haben sie zur Abklärung sofort in eine Spezial-Pferdeklinik gebracht. Das Fohlen hat, wegen einer unbehandelten massiven Fußverletzung am anderen Bein eine Fehlstellung, die durch die vermehrte Belastung entstand. Selina bekam nun operativ eine Klammer gesetzt damit die Wachstumsfuge nicht sofort schließt und auch eine leichte Korrektur der Fehlstellung wurde vorgenommen. Das verletzte, nicht behandelte Karpalgelenk hat leider bereits arthrotische Veränderungen. Selina ist trotz allem ein gut gelauntes Wesen, welches in Noriker-Manier durch alle Weidezäune in der Tierklinik durchmarschiert und sich ihre Koppelfreunde aussucht. Das läßt hoffen, daß aus ihr mal wieder ein ganz normales Fohlen und Pferd wird…“.

Wenn alles verheilt ist, suchen wir für Selina einen guten Lebensplatz. Infos bei Marion R. und (+43) 0676-705 93 53 oder engelberg@animal-spirit.at.

10.11.2021

Tierschutz Austria fordert Verbot importierter Gänse und bessere Kennzeichnung

OTS.at: „Der Großteil der zu Martini verspeisten Gänse kommt aus dem Ausland und nicht aus artgerechter, sondern tierquälerischer Produktion.“

Am morgigen 11. November wird dem heiligen Martin gedacht. Zu dieser Tradition rund um Martini gehört leider auch das Verspeisen des Martinigansl. „Der Großteil der zu Martini verspeisten Gänse kommt aus dem Ausland und nicht aus artgerechter, sondern tierquälerischer Produktion.“, informiert Tierschutz Austria Präsidentin MMag. Dr. Madeleine Petrovic. Die größten Importländer seien etwa Ungarn und Polen. Länder, in denen die Stopfmast (Ungarn) und das Rupfen von Gänsen bei lebendigem Leibe (Ungarn und Polen) legal ist. „Der Streß, den die Tiere dabei erleiden müssen, landet auf den österreichischen Tellern.“, appelliert sie.

„Auch die Gänsestopfleber, deren Erzeugung in Österreich verboten ist, findet über den Import weiterhin den Weg zu uns. Konkret heißt das: Das Stopfen von Gänsen zur Erzeugung der Stopfleber ist in Österreich laut Tierschutzgesetz verboten, der Handel und Import jedoch nicht.“, informiert Petrovic. Man fordere aus diesem Grund ein Verbot des Imports, Handels und Verkaufs von tierischen Produkten, deren Erzeugung in Österreich verboten ist.

"Wir brauchen zudem rasch eine Kennzeichnung von tierischen Lebensmitteln nach der Herkunft UND nach den Haltungsbedingungen. Dabei könnte man sich an der bewährten Kennzeichnung von Hühnereiern orientieren: 0 - 1 - 2 - 3 ist bekannt und bewährt", schlägt Petrovic vor.

"Den Anfang sollte man mit der BIO-Gastronomie machen. Die BIO-Wirtinnen und BIO-Wirte fordern seit langem eine verpflichtende Kennzeichnung nach Haltungssystemen der Tiere. Dort gibt es seit langem auch strenge Kontrollen, es entsteht somit kein zusätzlicher Aufwand. Es wäre unverständlich jetzt nicht zu handeln", so die Präsidentin von Tierschutz Austria.

10.11.2021

Video!

Hier mal was Erfreuliches:

Beim traditionellen, aber dafür umso grausameren Stierkampf in Spanien hat ein Jungbulle einem Helfer-Matador buchstäblich die Hose ausgezogen –

siehe Kurzvideo

 

 

03.11.2021

Happy End für Haflinger Aros

Marion vom Gnadenhof Engelberg schreibt: „Aus Kärnten erreichte uns ein Hilferuf von Pferdefreunden, in der Nachbarschaft stehe seit längerem ein Haflinger bei einem älteren Bauern einsam in einer Box, der nie auf die Weide kommt, weil er mit dem jungen Haflinger überfordert sei. Sie hatten den betagten Landwirt mehrmals gebeten, das Pferd abzugeben, weil die Haltung dort alles andere als pferdegerecht war. Endlich - nach zwei Jahren - war er endlich bereit dazu, die Tierfreunde setzten sich sofort mit ANIMAL SPIRIT in Verbindung, ob wir den Hafi nicht freikaufen könnten. Weil sie aber befürchteten, daß es sich der Mann wieder anders überlegt, mußte die Gunst der Stunde genutzt werden und wir haben gleich zugesagt und die 2000,- € (!) überwiesen. Das Paar hat den Wallach vorübergehend zu sich nach Hause gebracht. Die Freude, endlich Artgenossen zu sehen, war groß. Ein paar Tage später fuhr ich mit meinem Kollegen nach Kärnten, um den Haflinger – wir haben ihn „Aros“ getauft - zu uns zu holen.

Bei der Heimfahrt hat allerdings unser recht betagter Pickup auf der Autobahn plötzlich sein Geist aufgegeben. Wir konnten in Salzburg die Autobahn gerade noch rechtzeitig verlassen und kamen genau vor dem Ortsschild Neu Anif zum Stehen. Obwohl der Haflinger in seinem Leben noch nie länger Hänger gefahren ist und schon beim Verladen sehr ruhig und bedacht war, ist er ruhig im Hänger stehen geblieben und das trotz einer stark befahrenen Straße. Da wir als Verein Mitglied beim ÖAMTC sind, bat ich diesen telefonisch um Unterstützung. Dort teilte man mir mit: Das Zugfahrzeug sei abgesichert, um den Pferdehänger müßten wir uns selbst kümmern. Auf meine Nachfrage, wie sie sich das vorstellen und ob ich den Hänger mit dem Pferd am Straßenrand stehen lassen soll, erklärten mir die „gelben Engel“, daß es ihnen furchtbar leid täte, aber in ganz Salzburg sei kein Zugfahrzeug aufzutreiben. Sie würden den Pickup abholen, aber den Anhänger leider nicht…

In meiner Verzweiflung wendete ich mich an den ARBÖ, weil ich privat dort Mitglied bin. Dort bemühte man sich sofort um eine Lösung und schickte gleich ein Abschleppfahrzeug los, damit wir mit dem Pferd von der stark befahrenen Straße schnellstens wegkommen. In der Zwischenzeit habe ich den ÖAMTC abbestellt und auch ein Pferdetransportunternehmen aus der Gegend gefunden. Dieses war nur ein paar Minuten später vor Ort, hat unseren Anhänger samt Haflinger übernommen und ihn bei sich zuhause in eine Box gestellt und versorgt. Vielen Dank an die Firma Michael Hager aus Seekirchen am Wallersee, www.kreuzerhof-seekirchen.com. Er war der Retter in der Not. Der ÄRBÖ lud unseren Pickup auf und brachte meinen Kollegen und mich nach Hause. Mittlerweile ist auch das Pferd dank Michael Hager gut bei uns am Engelberg angekommen. Und – Happy End - Aros hat mittlerweile auch schon seinen neuen Lebensplatz in OÖ gefunden!“

03.11.2021

Nach Olympia-Eklat um Annika Schleu – Reiten soll aus dem Programm fliegen!

welt.de: Die Bilder der von Weinkrämpfen geschüttelten Deutschen Annika Schleu bei Olympia gingen um die Welt. Die Fünfkämpferin kam mit ihrem Pferd beim Springreiten nicht klar. Eine Tierwohl-Debatte entbrannte. Nun reagiert laut einem Medienbericht der Weltverband.  

Der Weltverband des Modernen Fünfkampfes hat einem Bericht zufolge beschlossen, die Teildisziplin Reiten künftig durch Radsport zu ersetzen. Diese Regeländerung will der britische „Guardian“ aus mehreren Quellen erfahren haben, wie die Zeitung am Dienstag schrieb. Die Entscheidung soll eine Reaktion auf den Reit-Eklat um die Deutsche Annika Schleu bei den Olympischen Spielen in Tokio sein.

Schleu war zusammen mit Bundestrainerin Kim Raisner für ihr umstrittenes Verhalten beim Reiten heftig kritisiert worden. Beiden wurde Tierquälerei vorgeworfen, nachdem Schleu mit der Gerte versucht hatte, das ihr zugeloste Pferd unter Kontrolle zu bringen. Raisner verpaßte dem Tier zudem einen Schlag mit der Faust.

03.11.2021

Dr. Fauci finanzierte Experimente, bei denen die Stimmbänder von Welpen abgeschnitten wurden, um sie zum Schweigen zu bringen

uncutnews.ch: Mitglieder des Kongresses verlangen Antworten von Dr. Anthony Fauci, dem medizinischen und Corona-Berater des Weißen Hauses, nachdem bekannt wurde, daß seine Behörde Experimente finanziert hat, bei denen Beagle-Welpen die Stimmbänder durchtrennt wurden, um ihre Schreie zum Schweigen zu bringen. Außerdem sperrten Forscher Beagles über Nacht in der Wüste in Käfige, um sie als Köder für Sandfliegen zu verwenden. Im Rahmen der Forschung wurden Welpen mit Medikamenten behandelt und ihre Köpfe in Netzkäfige gesperrt, die mit hungrigen Sandfliegen gefüllt waren, um sie mit krankheitsverursachenden Parasiten zu infizieren.

„Wir sind sehr besorgt über Berichte über teure, grausame und unnötige, vom Steuerzahler finanzierte Experimente an Hunden, die vom National Institute of Allergy and Infectious Diseases (NIAID) in Auftrag gegeben wurden“, schreiben 24 republikanische und demokratische Gesetzgeber am Donnerstag in einem Brief an Fauci. In dem Brief wird darauf hingewiesen, daß Fauci als Direktor des NIAID 1,68 Millionen Dollar an Steuergeldern für die Finanzierung medizinischer Tests an mindestens 44 Beagle-Welpen in den Jahren 2018 und 2019 angewiesen hatte.

Eine Rechnung, die an das NIAID geschickt wurde, enthielt einen Einzelposten für eine „Cordektomie“, ein Verfahren, bei dem die Stimmbänder der Tiere durchtrennt wurden, „um sie am Bellen, Heulen oder Weinen zu hindern“, heißt es in dem Schreiben. „Dieses grausame Verfahren, das mit wenigen Ausnahmen von der American Veterinary Medical Association und anderen abgelehnt wird, scheint durchgeführt worden zu sein, damit die Experimentatoren die schmerzhaften Schreie der Beagle-Welpen nicht hören müssen. Dies ist ein verwerflicher Mißbrauch von Steuergeldern.“

Sie verlangten zu erfahren, wie viele solcher Tests das NIAID seit 2018 finanziert hat und wie viel Geld dafür ausgegeben wurde. Die Vertreter baten Fauci auch zu erklären, warum er weiterhin Tests an Hunden in Auftrag gegeben hat, obwohl diese nicht erforderlich sind, und was seine Behörde getan hat, um Alternativen ohne Tiere zu finden. Außerdem baten sie um nähere Angaben zu den Kortektomien, z. B. zu den Kosten und den Gründen für das unnötige Verfahren, sowie um Informationen darüber, ob die Hunde nach Abschluß der Tests zur Adoption freigegeben wurden.

Die Tests an Beagles wurden im August aufgedeckt, als eine gemeinnützige Gruppe namens White Coat Waste Project (WCW) im Rahmen des Freedom of Information Act Dokumente über die Experimente erhielt. Die Gruppe behauptete, daß Fauci die Finanzierung von „verschwenderischen und brutalen“ Beagle-Experimenten in Labors in Tunesien, Kalifornien und Georgia geleitet hat. Auch am Hauptsitz des National Institute of Health (NIH), der Muttergesellschaft des NIAID, wurden solche Forschungen durchgeführt.

Die WCW bezeichnete die Kontroverse als „BeagleGate“ und erklärte, bei den von den USA finanzierten Forschungen im tunesischen Labor seien Welpen unter Drogen gesetzt und ihre Köpfe in Netzkäfige gesperrt worden, die mit hungrigen Sandfliegen gefüllt waren, um sie mit krankheitsverursachenden Parasiten zu infizieren. Die Forscher sperrten auch Beagles über Nacht in Käfige in der Wüste, um sie als Köder zu benutzen, der Sandfliegen anlockt.

Ziel war es, ein experimentelles Medikament an den kranken Beagles zu testen. Die Hunde waren sechs bis acht Monate alt und wurden nach Abschluß der Tests alle getötet und seziert, so WCW. Bei der vom NIAID unterstützten Forschung an der Universität von Georgia wurden den Beagles experimentelle Impfstoffe injiziert und sie mit Parasiten infiziert, so die Gruppe.

Lesen Sie den ganzen Artikel HIER

Siehe auch Kommentar: Oberster Corona-Einpeitscher der USA Fauci soll vor Gericht! Tierschützer und Menschenrechtler sollten es gemeinsam anstreben

03.11.2021

Heute Abend im ORF: WELTjournal +: „Milliardenschwer – das System Milch“

OTS.at: 3. November 2021, um 23:05 Uhr in ORF 2: Dokumentation „Milliardenschwer – das System Milch“.

Fast auf jeder Milchpackung sieht man das Bild glücklicher Kühe, doch die Wirklichkeit sieht anders aus: Vom romantisch verklärten Bild der idyllischen Milchviehwirtschaft ist nicht mehr viel übrig, die Milchproduktion ist heute eine milliardenschwere Industrie mit hochgezüchteten Turbo-Kühen und automatisierten Arbeitsprozessen. Der Südtiroler Filmemacher Andreas Pichler wirft im „WELTjournal +“ einen Blick hinter die Kulissen der Milchproduktion. Er trifft Landwirte, Industrielle, WissenschafterInnen und Lobbyisten und zeigt, welche weitreichenden Folgen das große Geschäft mit der Milch hat – auf die Tiere, auf die Umwelt und auf uns Menschen selbst.

21.10.2021

Letzte Versteigerung Maishofen: Nochmal 16 Fohlen freigekauft!

Es ist geschafft: die heurigen Fohlenauktionen sind Geschichte, wir konnten vorgestern Dienstag noch einmal 16 Fohlen (12 Noriker und 4 Haflinger) freikaufen und haben somit in diesem Herbst 48 Fohlenleben gerettet. Damit haben wir auch die magische Zahl von 1.000 geretteten Tieren in den letzten 19 Jahren geschafft!

So viele Fohlen und auch ältere Stuten - bis zu 14 Jahren – haben wir bislang noch selten gesehen – über 170! Und auch noch nie waren so viele Menschen in Maishofen, überall Drängerei und Warteschlangen, verschärft durch "Corona"-Kontrollen. Immerhin konnte auch ein weitere, mit uns kooperierende Tierschutz-Organisation aus Deutschland – 4 Hufe im Glück - insgesamt 28 Tiere freikaufen, darunter 2 trächtige Stuten! Die 4 Haflingerfohlen hatten wir am selben Tag noch aus Tirol abgeholt. Sämtliche Fohlen sind nun bereits gut auf ihren neuen Lebensplätzen in Österreich und Deutschland angekommen und sind sehr zufrieden...

Allerdings mit einer Ausnahme: Das Stutfohlen Selina, welches wir bereits im Vorfeld einem leider unseriösen Händler um stolze 1.600,- € abgekauft hatten (ohne es vorher gesehen zu haben, aber mit seiner Versicherung, daß es gesund sei), und dessen Übergabe bei der Auktion vereinbart war, war so schlecht auf den Beinen, daß wir ihr nicht die lange Reise nach N-Deutschland zumuten konnten und wollten. Stattdessen mußten wir einem anderen Händler – bereits nach der Versteigerung – ein weiteres Stutfohlen abkaufen, damit die designierte Übernehmerin nicht leer ausgehen mußte. Und Selina haben wir dafür mittlerweile auf unseren Gnadenhof Engelberg in OÖ gebracht, wo es sich erst einmal erholen darf.
Die erste Diagnose des Tierarztes: vermutlich eine verschleppte Fohlenlähme – eine schwere bakterielle Infektion der Gelenke. Dazu kommt noch eine Fehlstellung des linken vorderen Fesselgelenks – siehe Foto. Auch wenn wir diesen miesen Pferdehändler auf Rückgaberecht verklagen könnten, so wollen wir doch die arme Selina nicht dem dann sehr wahrscheinlichen Schicksal des Schlachtens überlassen. Wir wollen ihr vielmehr so gut es geht ein normales Leben ermöglichen – auch wenn das noch mit einigen Kosten verbunden sein wird… (wer uns dabei helfen will, kann das HIER tun).

21.10.2021

Jäger erschießt aus Versehen zwei Pferde

n-tv.de: Erst vor 2 Wochen haben wir einen Bericht über verschiedene Jagd-„Unfälle“ gebracht, nun hat in Süd-Deutschland ein offensichtlich „blinder“ Jäger wieder 2 Pferde „versehentlich“ ermordet:

Baden-Württemberg: Ein Jäger hat im Main-Tauber-Kreis aus Versehen zwei Pferde erschossen. Der Mann habe nachts ein Feld bei Wertheim vor Wildschaden durch Wildschweine schützen wollen, teilte ein Sprecher der Polizei am Montag mit.

Dabei habe der Mann vermutlich zwei Pferde, die sich neben dem Feld auf einer Koppel befanden, mit Wildschweinen verwechselt und auf diese geschossen. Die beiden Tiere verendeten aufgrund ihrer Verletzungen. Die Ermittlungen zu dem Vorfall, der sich bereits in der Nacht zu Dienstag vergangener Woche ereignete, dauern noch an.

21.10.2021

2 Petitionen an die EU-Kommission:

1. Stoppt das Ermorden der Streuner in der EU

jedertag.org: Fünfzehn Millionen Haustiere sollen es sein, die jedes Jahr mißhandelt, vernachlässigt oder ausgesetzt werden. Werden sie eingefangen, leben sie den Rest ihres Lebens in Heimen oder werden durch die Behörden getötet.

Wir fordern ein internationales Tierschutzgesetz zum ethischen Umgang mit streunenden Hunden und Katzen in allen Mitgliedsstaaten der EU.

PS: Mißhandelt, vernachlässigt und ausgesetzt: Die Tiere können nichts dafür. Helfen wir Ihnen! Geben wir den Tieren unsere Stimme

Ergeht an die EU Kommission, Rue de la Loi 170, B-1049 Bruxelles Belgique

2. Wissenschaft ohne Tierleid:

HSI: Wir alle wollen sichere Produkte, eine Umwelt ohne Giftstoffe und daß die Forschung Heilmittel für Krebs und andere schwerwiegende Krankheiten entwickelt. Doch der einzige Weg das zu erreichen besteht darin, unzuverlässige Forschung unter Einsatz von Mäusen, Affen, Kaninchen und anderen Tieren zu verhindern und Unternehmen nicht mehr zu Tierversuchen zu zwingen, wenn zuverlässigere tierleidfreie Technologien zur Verfügung stehen.

Das Europäische Parlament hat zu einem EU-weiten Maßnahmenplan für den Ausstieg aus Tierversuchen für die Forschung aufgerufen. Uns steht nur ein begrenzter Zeitraum zur Verfügung, um die Europäische Kommission zu überzeugen, einen starken und ehrgeizigen Plan zur Umsetzung politischer Versprechen in wirkliche Veränderungen für Tiere zu erarbeiten.

 

21.10.2021

Istanbuler Straßenhund Boji Pendler auf vier Pfoten

tagesschau.de: Hier noch eine nette Hundegeschichte zu Abschluß:

Boji ist ein Straßenhund. Und Boji liebt den Istanbuler ÖPNV: Liebend gerne nimmt er zwischen den anderen Fahrgästen Platz in Trams und Fähren, Tausende Fotos von ihm kursieren im Netz. Die Stadt verfolgt seine Wege per GPS.

Boji bellt nicht, Boji beißt nicht. Der große schlanke Hund mit dem beigen Kurzhaarfell liegt entspannt mitten auf dem Boden einer Tram, die durch den asiatischen Teil von Istanbul fährt. Er hat die Vorderpfoten lässig übereinander geschlagen, die schwarze Schnauze sachte aufgelegt. Ein paar Studenten steigen vorsichtig über ihn drüber. Boji hebt noch nicht mal den Kopf mit den dunklen Schlappohren.

Wir sind gerade in dem Moment eingestiegen und haben uns bei dem Anblick erst mal gewundert", sagt einer der Studenten. "An der Station, wo wir eingestiegen sind, ist er erstmal ausgestiegen und hat frische Luft geschnappt. Dann ist er wieder rein. Wir haben so lange auf ihn gewartet. Drinnen ist es jetzt voll. Die Leute müssen über ihn drübersteigen, um weiterzukommen."

Bisher keine Beschwerden

Schließlich wird ein Platz am Fenster frei. Der Kangal-Mischling springt auf die Holzsitzbank, mit dem Hinterteil zum Gang schaut er nach draußen. Bis jetzt habe es keine Beschwerden von anderen Fahrgästen gegeben, erklärt Aylin Erol von der Istanbuler Stadtverwaltung: "Er ist ein riesiger Hund, ja, aber er ist nicht so anders als wir, also als du und ich. Wenn er in die Tram steigt, läßt er erst die Leute rein. Er springt sie auch nicht an. Drum haben sie auch keine Angst vor ihm."

Tausende Fotos und Videos im Netz

Bis jetzt gibt es keine Berichte, daß Boji jemand angefallen oder gebissen hat, aber Tausende Fotos und Videos von Fahrgästen im Netz, die seine Wege durch Istanbul gekreuzt haben: Boji, wie er lässig auf zwei Tramsitzen schläft, Boji, wie er durch die langen Gänge der Istanbuler Metrostation trabt, Boji, wie er mit treuem Blick einen Fahrgast zum Streicheln animiert oder auf der Bosporus-Fähre, wie er die Nase in den Wind hält. Er ist inzwischen ein kleiner Star mit einem eigenen Twitter-Account und 60.000 Followern.

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13.10.2021

Endlich alle 30 Pferde in OÖ gerettet

Marion, Leiterin vom Gnadenhof Engelberg und Retterin von 30 Pferden schreibt: „Es ist vollbracht, die tierquälerische Pferdehaltung im Bezirk Gunskirchen, OÖ hat endlich ein Ende (wir haben mehrfach berichtet). Alle Pferde sind abgeholt und bis auf eines (er ist sehr verängstigt und inzwischen bei einer Tierärztin eingestellt, siehe unteres Foto!), bestens vermittelt. Wir möchten uns nun bei allen UnterstützerInnen bedanken. Danke auch an meine Kolleginnen, sie haben mich die ganze Zeit begleitet, unterstützt und motiviert, nicht aufzugeben. Sie waren auch in ihrer Freizeit beim Verladen der völlig verschreckten Pferde vor Ort und haben weder Mühen noch Gefahren gescheut. Danke auch an unseren Obmann Dr. Plank, der mich in dieser für unseren Verein doch sehr großen Pferderettung immer unterstützt hat, mitgefahren ist, Pferde verladen und transportiert hat und vor allem nie die Nerven verloren hat.

Mit dieser Pferderettung sind wir finanziell doch an unsere Grenzen gestoßen, auch weil wir nicht wußten, was auf uns zukommt. Wir konnten die Kosten nicht planen, weil die Gunst der Stunde genutzt werden mußte und die Pferde erstmal nur schnell von dort weggebracht werden mußten: Einige Jährlinge waren so schwach, daß sie kaum mehr gehen konnten, ein neugeborenes Fohlen, gejagt von der Hengstherde, schwache bis auf die Knochen abgemagerte, sowie auch trächtige Stuten. Pferde aus finsteren Höhlen, in denen sie jahrelang unterversorgt eingesperrt waren, mußten schnellstens von dort weg.

Aber es hat sich auf wunderbare Weise alles zusammengefügt. Wir haben die Bilder der Pferde an die richtigen Menschen verschickt und wunderbare Lebensplätze haben sich aufgetan, unkomplizierte Menschen mit Pferdeerfahrung, die sich der ärmsten Seelen annahmen. Dank auch an alle neuen Pferdebesitzer!

Großer Dank gilt auch den drei engagierten TierärztInnen rund um Linz. Sie haben die schlimmsten Fälle zu sich geholt und versorgt. Nur weil sie mit dabei waren, haben wir es geschafft, die Behörde endlich dazu zu bewegen, ihren Job zu machen. Durch ihre fundierten Darstellungen, Berichte und Diagnosen über den schlimmen Zustand der Pferde konnte die Behörde uns nicht mehr ignorieren und wir schafften es tatsächlich, endlich alle Pferde von dort wegzubringen.

Ich frage mich wieder einmal, warum die Behörden in Österreich von sich aus praktisch nichts bewegen (wollen). Diese massive Ansammlung behördlicher Ignoranz läßt mich manchmal verzweifeln. Zahlreiche Anzeigen wurden jahrelang getätigt, meterhohe Aktenberge gab es und nichts hat sich zum Wohle der Pferde verändert. Auch jetzt wissen wir nicht, ob es gegen den betagten Halter ein Verfahren gibt, ob er endlich ein Tierhaltungsverbot bekommt oder wieder einmal ungestraft davonkommt – alles „Amtsgeheimnis“.

Für einen der Hengste suchen wir nun noch einen Platz. Er hat furchtbare Angst und braucht ganz besondere Menschen. Kommende Woche soll er kastriert werden und danach vermittelt. Wir wünschen uns für den hübschen Rappen einen ruhigen Ort, an dem er wieder Vertrauen fassen kann und wo man ihm Zeit läßt, sein Trauma zu überwinden.“

Anfragen wegen des letzten zu vermittelnden Hengstes (Foto unten) bitte an Marion R., engelberg@animal-spirit.at oder unter (+43) 0676-705 93 53.