Mercosur – Gewinn für Konzerne, Verlust für Tiere

Tierschutz Austria berichtet über das umstrittene Freihandelsabkommen zwischen der EU und den Mercosur-Staaten. Mögliche Umweltzerstörung, Leid für Tiere und eine Bedrohung der Landwirtschaft werfen dabei drängende Fragen auf.
Durch das Abkommen wird der Import von Rindfleisch und Soja aus Südamerika in die EU erleichtert. Beides ist eng mit Umweltzerstörung, wie der Abholzung des Regenwaldes und niedrigen Produktionsstandards, verbunden. Praktiken wie der Einsatz von Antibiotika- und hormonellen Futterzusätzen sind in Europa verboten, doch in Südamerika Alltag.
Dieses importierte Fleisch kommt häufig als hoch verarbeitetes Lebensmittel auf den Markt (z.B. in Kantinen, Restaurants, Hotels etc.), wodurch KonsumentInnen die Haltungsform und die Herkunft nicht nachvollziehen können. Dieses Billigfleisch gefährdet nicht nur den Tierschutz, sondern auch die Existenz heimischer Bäuerinnen und Bauern, die unter dem wachsenden Preisdruck noch mehr zu leiden haben werden.
Auch Vier Pfoten kritisieren das Abkommen: Die Produktion und der Handel mit bestimmten tierischen Produkten aus den Mercosur-Staaten (z. B. Rindfleisch, Leder und Soja für Tierfutter) sind die Haupttreiber der Entwaldung. Das bedeutet nicht nur, daß wertvolle Ökosysteme sowie die Biodiversität in Gefahr sind und die Kohlenstoffspeicher schwinden, sondern daß auch die Lebensräume von Wildtieren massiv bedroht sind.


