Kriege und Tierleid

Das ist ein schier unendliches Thema, das in den Mainstream-Medien tunlichst „tot“ geschwiegen wird. Man kann also immer nur erahnen, wie viele Tiere als „Kollateralschäden“ umgekommen sind, wenn wieder einmal irgendwo in den zahlreichen Kriegsschauplätzen weltweit eine Bombe, Rakete, Granate oder Drohne eingeschlagen ist und dabei dutzende oder hunderte Menschen ermordet wurden. Man kann nur mutmaßen, daß dabei wohl mindestens 10-100 x so viele unschuldige Tiere (Haus-, Nutz- und/oder Wildtiere) ums Leben gekommen bzw. schwerst verletzt wurden. Eine offizielle Schätzung gibt es lediglich für „Nutz“tiere im Ukraine-Krieg: Nach Angaben der ukrainischen Regierung und Tierschutzorganisationen sind seit dessen Beginn im Februar 2022 mehr als 6 Millionen „Nutz“tiere (vor allem Geflügel, Schweine und Rinder) gestorben. Diese Zahl umfaßt bestätigte Verluste in landwirtschaftlichen Betrieben und dürfte eher eine Untergrenze sein. Die Zahl der Wildtiere bzw. Meeressäuger dürfte in die mehrstelligen Millionen gehen.
Es werden im heißen Krieg unzählige Haustiere einfach zurückgelassen, „Nutz“tiere – meist hilflos angekettet oder eingesperrt – verhungern oder verdursten, wenn Menschen aus den Kriegsgebieten, die ja allesamt bewohnt sind bzw. waren, flüchten müssen und Wildtiere verlieren durch Bombardierungen und Zerstörung ihren Lebensraum. Zusätzlich werden viele Tiere verletzt, getötet oder geraten durch Lärm, Feuer und Umweltverschmutzung in Streß und Panik.
Daß sich die Mainstream-Medien darüber großteils ausschweigen ist leicht zu durchschauen: Die von den kriegshetzenden Politikern abhängigen Hofberichterstatter wissen natürlich ganz genau, daß die DurchschnittsbürgerInnen noch wesentlich emotionaler reagieren würden, wenn sie in TV- oder Zeitungsbildern schwer verletzte, blutende, hilflos schreiende oder tote Tiere sehen würden. Schon die hin und wieder zu sehenden schwerst beladenen kleinen Eselchen, die im israelischen Terrorkrieg gegen die Palästinenser im Gazastreifen andauernd schwerste Lasten zwischen dem Erdboden gleichgemachten Betonruinen schleppten, weil andauernd wieder neue Regionen zu Angriffszielen erklärt wurden, waren schwer zu ertragen.
Die genaue Zahl der im Israel-Gaza-Krieg getöteten Tiere ist also unbekannt. Berichte von UN- bzw. Tierschutz-Organisationen zeigen jedoch, daß ein Großteil der Nutztiere in Gaza verendet ist und auch Haus-, Zoo- und Wildtiere schwerst betroffen sind. Einige Schätzungen gehen davon aus, daß bis Ende 2025 rund 97 % des Tierbestands in Gaza getötet wurde bzw. auf grausame Weise „verendet“ ist.
Während über die von den (wie in den meisten Fällen) USA und/oder Israel begonnenen Kriege bzw. Kriegsopfer meist dezent geschwiegen wird, findet man über den seit 4,5 Jahren tobenden Ukraine-Krieg (der ja letztlich auch vom „Werte“-Westen provoziert wurde, siehe Maidan-Putsch 2014) doch einige Berichte über das Tierleid im Internet:
- Leben im Krieg
- Interview mit Tierschützer Malte Zierden
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Animals in war: At the vanishing point of international humanitarian law
Krieg und Zerstörung hinterlassen also ihre Spuren vor allem bei Haus- und Hoftieren, die eng mit den Menschen verbunden sind. Sterben oder fliehen ihre Besitzer, steigt die Streunerpopulation verwaister Haustiere rapide an. Auf sich gestellte Hunde und Katzen sind besonders anfällig für Krankheiten, bei vielen zeigen sich posttraumatische Belastungsstörungen.
„Nutz“tiere wie Kühe, Pferde oder Schweine verlieren ihr Leben oft auf grausame Weise durch Beschuß ihrer Stallungen oder Landminen. Dramatisch ist auch die Lage für Wildtiere. Viele verlieren ihre angestammten Lebensräume, gleichzeitig konkurrieren sie mit Menschen um Nahrung, Wasser und Obdach. Da viele Maßnahmen zum Tier- und Umweltschutz in Kriegszeiten eingestellt werden, nehmen auch Wilderei und Wildtierhandel zu. Und vielen Zootieren droht der Hungertod, bzw. können sie sich nach der Auswilderung durch fliehendes Pflegepersonal in freier Wildbahn nicht mehr selbst versorgen.
Und natürlich leidet auch die Natur unter den zerstörerischen Kriegen: Wälder brennen, Gewässer werden verschmutzt und ganze Ökosysteme geraten aus dem Gleichgewicht. Dadurch werden Wildtiere ihrer Heimat beraubt bzw. finden keine Nahrung und keinen Schutz mehr.
Tierschutzorganisationen und freiwillige Helfer versuchen, Tiere aus Kriegsgebieten zu retten, medizinisch zu versorgen und ihnen ein neues Zuhause zu geben. Dennoch können sie nur einem Teil der betroffenen Tiere helfen, siehe der Bericht “ZooPatrouille”. Wie Tiere während des Krieges gerettet werden oder das Projekt von Notpfote Tierbrücke Ukraine.
Niemand der normalen Menschen will Krieg, denn Kriege zeigen, daß ihre Folgen weit über die Menschen hinausreichen. Sie zerstören Leben, Lebensräume und die Artenvielfalt. Deshalb ist Frieden nicht nur für die Menschen, sondern auch für den Schutz der Tiere und der Umwelt von essentieller Bedeutung. Von Kriegen profitieren nur einige wenige Promille der Menschheit in den Rüstungskonzernen bzw. deren Aktionäre, sowie die derzeit reGIERenden gewissenlosen Politiker (v.a. im sog. „Werte“Westen bzw. in der EU), die ja letztlich nichts anderes sind als Marionetten der im Hintergrund agierenden Geheimgesellschaften, Globalisten und Akteuren des digital-finanziellen Komplexes.
Und mehr als damals gilt noch immer der weise Satz des Vegetariers Leo Tolstoi: „Solange es Schlachthöfe gibt, wird es Schlachtfelder geben!“
Dr. Franz-Joseph Plank, Obmann ANIMAL SPIRIT, 3053 Laaben, www.animal-spirit.at
PS: Hier noch ein sehr sehenswertes Video zum Thema von Prof. Rainer Mausfeld: „Warum Krieg“


