ANIMAL SPIRIT in Hurghada

AS-Team wieder in Hurghada/Ägypten
Heute morgen kamen unsere drei Tierschützer aus Hurghada in Ägypten zurück, wo ANIMAL SPIRIT seit 16 Jahren den Wüsten- und Esel-Gnadenhof „Bluemoon“ von Monique Carrera unterstützt. Moni hat dort im Laufe der Jahre mehrere Hunderte Esel, Pferde, Ziegen, Kamele, Hunde, Katzen und sogar Wildtiere gerettet und versorgt. Ohne unsere jahrelange Hilfe wäre das in dieser Form gar nicht möglich gewesen.
AS-Aktivistin Kathi schreibt nun in ihren ersten Bericht: „Die Tierklinik in Hurghada-Stadt wurde kürzlich dauerhaft geschlossen, dafür endlich die neue Tierklinik direkt am Gelände des Wüstengnadenhofes eröffnet. Die größten Bauarbeiten sind fertig und Behandlungen wie Kastrationen, Entwurmungen und das Versorgen verletzter Tiere kann bereits gewährleistet werden. Die Klinik besitzt bereits zwei Narkosegeräte und einen Ultraschall. Sie ist unterteilt in verschiedene Quarantänebereiche. Allein die Katzenquarantäne kostete 500.000 Ägyptische Pfund (fast 9.000 €), was ein kleines Vermögen für den Tierschutzverein ist. Gleich am ersten Tag veranstaltete Bluemoon ihren Kunstmarkt (siehe Foto Kathi mit Moni), um Spenden für die vielen Tieren zu lukrieren.
Wir von ANIMAL SPIRIT waren in Hurghada, um v.a. wieder Straßentieren zu helfen. Als wir durch die Stadt schlenderten und Ausschau nach verletzten und unkastrierten Katzen hielten, fanden wir 3 kleine Babykätzchen, vermutlich erst 7 Tage alt. Wir fragten eine Einheimische, wie viele Baby-Katzen hier leben. Bis zu 12 Kitten wohnen hier erzählte sie uns. Heda, so ihr Name, war sehr freundlich und fragte, ob wir Futter für “ihre” Katze Bondo haben. Heda bat uns in ihr Haus und bot uns Tee an und so fingen wir an zu erzählen, warum wir hier sind. Sie erzählte, daß das Leid der Straßentiere enorm sei und erklärte uns, daß sie die Streuner füttert und Bondo sogar ins Haus darf. Da Bondo noch unkastriert war, willigte sie ein, ihn bei Bluemoon kastrieren zu lassen.
Wir kauften gleich Aufzuchtmilch, um die restlichen Babykatzen füttern zu können. Nach der Fütterung ließen wir sie wieder frei. Während dem Füttern kam ein fremder Mann zu uns und brachte uns in einem Plastiksack eine sehr ausgehungerte und abgemagerte Babykatze. Er konnte kein Englisch und wir wußten nicht, ob das Kitten Geschwister oder eine Mami hatte. Er kehrte uns den Rücken zu und verschwand… wir nahmen auch diese kleine Katze mit zu Bluemoon, wo sie gefüttert, durchgecheckt und entwurmt wurde. Danach nahmen wir das Kätzchen wieder zu dem Platz. Auch dieses Kitten kam von der Straße runter und zu Heda. Ebenso wie 3 weitere, die allerdings noch viel zu jung sind, um sie kastrieren zu lassen, also müssen wir in ein paar Monaten wieder kommen…
Heda versprach uns, jeden Tag die Babykatzen mit Aufzuchtmilch zu versorgen – wir schenkten Heda und ihrer Familie noch einige Dosen Milch, da diese hier sehr teuer ist…Insgesamt eine sehr ereignisreiche Woche und viele gerettete Tierseelen!“ (Fortsetzung folgt).


